Ich kann Dich erstmal beruhigen (hoffe ich). Aktuell bist Du in einer schlimmen Phase. Die Trennung ist frisch und - Kollegin hin, Kollegin her - da ist es erstmal ne ganz ganz schwierige Zeit. Das kennen wir alle - wir müssen uns sortieren, die Trennung akzeptieren und verarbeiten. Das ist mal nicht eben erledigt. Wir gehen da teilweise monatelang - manche länger - durch ein Tal der Tränen. Aber das geht zu 100% vorbei - garantiert.
Ich war in der gleichen Situation, wie Du. Durch Homeoffice kann man sich - und sollte man auch - wenigstens teilweise aus dem Weg gehen. Ich kann Dir das nur ans Herz legen, das zu machen. Vor allem, wenn es mal ein sehr schwerer Tag für Dich ist. Und ansonsten - beiß Dich da durch. Im Moment siehst Du das nicht, aber es wird auch wieder leichter. Zwar nur mit Zeit, aber das wird wieder.
Ich habe auch monatelang damit zu tun gehabt, auf der Arbeit war es beileibe auch kein Zuckerschlecken. Aber für mich war klar, das wird sich ändern. Und so ist es auch gekommen.
Was ich bei Dir sehe (bzw. aus dem Post rauslese), ist eine Schieflage in der Abhängigkeit zu dieser Frau. Vielleicht auch ein Hang zur Eifersucht, die Deine Ex-Partnerin (und evtl. die davor) bedrängt und abgeschreckt hat. Du hast mit Social Media nichts am Hut, Deine Ex aber schon. Das muss ihr überlassen bleiben. Du darfst darin, dass sie einen Account für sich selbst hat, keine Gefahr für die Beziehung sehen. In einer gesunden Beziehung gibt es da auch nichts zu befürchten. Instagram z.B. zu nutzen und da auch Follower zu haben, bedeutet nicht, dass sie möglicherweise ihre Fühler ausstreckt. Und mal nebenbei: Wenn sie ihre Fühler hätte ausstrecken wollen, dann kannst Du sowieso machen, was Du willst. Sie wird es tun.
Wenn Du sie aber dann Richtung gemeinsamen Account schubst, dann ist ihr klar, was das Ziel ist - Kontrolle. Wer will die Kontrolle? Derjenige, der unsicher ist. Unsicherheit in einer Beziehung ist aber wirklich alles andere als attraktiv. Und keiner will Kontrolle übergestülpt bekommen.
Ich kann natürlich nachvollziehen, dass Du sie nicht verlieren wolltest. Du schreibst folgendes:
Zitat von Anonym28: die Trennung nimmt mich so mit da ich ohne Familie bin und ansonsten nur am Arbeiten bin ich steigere mich sehr rein
Das bringt ein Ungleichgewicht rein. Sie hat wahrscheinlich neben Dir auch ein Leben - nämlich Freunde und Familie. Sie gibt Dir als Deine Partnerin weit mehr Halt, als sie eigentlich geben dürfte (bzw. will), denn sie stellt Deinen Anker im sozialen Umgang dar. Sie stellte wahrscheinlich für Dich auch die Ersatzfamilie dar. Da musst Du unbedingt ran - das bringt Dich in eine Ahängigkeit, die im Falle einer Trennung dafür sorgt, dass direkt mehrere Säulen für Dich zusammenfallen....
Freunde finden sich nicht leicht, keine Frage. Aber dahingehend solltest Du aktiv werden. Streng genommen hättest Du nach der vorigen Trennung schon schauen sollen, dass Du die Lücke stopfst - denn ein Partner darf diese Rolle in der Form nicht übernehmen.