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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

I
Zitat von PapaEmeritus:
@Besserwisser60 Was mich tatsächlich noch triggert, ist wenn Frauen mich anlächeln. Mein Forengrund hatte teilweise so ein starres Lächeln, minutenlang gleich. Ich will nicht sagen, dass dieses Lächeln irgendwie Teil des Verhaltensrepertoires war, aber das ist mir zB extrem aufgefallen und deswegen triggert mich ...

Ich sortiere seit meinen Erlebnissen ebenfalls deutlich deutlich schneller aus und bin auch sehr viel direkter in meinen Ansagen. Auch im Büro. Ich habe aktuell auch wieder so einen narzisstischen Kollegen, der ständig bei anderen nach Fehlern sucht um von sich selber abzulenken. Früher verbot es mir meine gute Kinderstube, ihn bloß zu stellen oder zur Verantwortung zu ziehen. Das bestätigt diesen Typ Menschen leider noch weiter in seiner Selbstwahrnehmung "der Beste" zu sein.

Heute reagiere ich so, dass ich knallhart die Leute auf ihre Fehler anspreche, auch ganz klar und deutliche Worte finde. Das verleiht Respekt, so mein Eindruck und vor allem entfernt es Narzissten, weil die mit sowas garnicht können. Die suchen sich ausschließlich Bewunderer oder Menschen, die ihre Fehler sich nicht trauen anzusprechen.

x 3 #14341


PapaEmeritus
@Ilisia

Bei mir ähnlich. Manche Dinge spreche ich direkt an, manche Dinge gehen mir inzwischen aber auch am A.. vorbei.

#14342


A


Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

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M
Zitat von Ilisia:
Ich sortiere seit meinen Erlebnissen ebenfalls deutlich deutlich schneller aus und bin auch sehr viel direkter in meinen Ansagen. Auch im Büro. Ich ...

So einen hatte ich auch schonmal an der Arbeit, während ich mit N zusammen war. An der Arbeit war und konnte ich immer kosequent sein, im Privaten leider nicht. Vermutlich wird sich das für die Zukunft ändern. An der Arbeit hat der Kollege sich tatsächlich andere gesucht, die er drangsalieren konnte, ich war da sehr schnell im Ansagen machen und reagieren umd gezielt auf den Kopf drauf ansprechen.

#14343


I
Mein Ex wurde im Büro zuletzt ziemlich faul und machte einen Fehler nach dem anderen. Wieso weshalb warum, keine Ahnung, war mir natürlich auch egal aber es fiel mir auf. Es fiel mir vermutlich umso mehr auf, weil er sich zugleich immer als unfehlbar hielt und da guckt man genauer hin.

Ich sprach seine Fehler direkt an, da wurde er frech, dann ging ich nur noch über meinen Vorgesetzten, der sich ihm gegenüber auch nicht durchsetzen konnte. Das war dann aber nicht mein Problem. Anfangs war es schlimm, denn mein Vorgesetzter wusste zwar nicht, dass wir zusammen waren, also vorher, aber er spürte, dass mein "Draht zu ihm gut sei". Das hatte sich natürlich zwischenzeitlich komplett gedreht. Ich sagte meine Chef dann auch irgendwann: Nein, mittlerweile habe ich keinen guten Draht mehr zu ihm. Fertig. Dann war er gezwungen tätig zu werden, der Chef war leider ein Konfliktvermeider.

#14344


Plague
Zitat von Ilisia:
Wieso weshalb warum, keine Ahnung, war mir natürlich auch egal aber es fiel mir auf.

Kränkungsreaktion, weil er nicht (mehr) die Wertschätzung bekam, die er glaubte verdient zu haben?

Zitat von Ilisia:
der Chef war leider ein Konfliktvermeider.

Leichte Beute - die werden um den Finger gewickelt oder totgeredet.

#14345


Scheol
Ich hatte damals gemerkt das viele gar nicht wissen wo sie drin stecken und was sie haben könnten.

Weil eine doofe Beziehung und das soll ein Trauma sein ? Lachhaft.

Nein ist es leider nicht.

Man sieht Muster und irgendwann kam die Diagnose komplexe ptbs auf , auch wo Leute die mit Opfern aus solch Beziehung arbeiteten sagten, offiziell zu anderen Fachleuten die das nur belächelten das es ein Trauma sein soll, das sie sich informieren sollen.

Auch das klein reden, von solch Geschichten finde ich seltsam und auch die Vorgehensweise , das man gleich die Person angeht und erklärt das sie selbst schuld sei , zeigt mir das die Person die das äußert nicht mal ansatzweise weiß was in solch Beziehungen los ist und auch das dieser Fachmann keine Ahnung hat was in einem Mensch passiert der aus solch Beziehung kommt.

Eine Person sagt dies das und jenes. Allein wenn jemand Ahnung hat , weiß er das dieses , das und jenes Verhalten und Reaktion kein normales Verhalten nach einer Trennung ist. Also sollte ich doch als Fachmann , die Reaktion erkennen neu einordnen und erkennen was es wirklich ist , das die Person unter Folgen traumatischer Erfahrung leidet und sich die Person nicht ausdenkt.


Ich hatte damals dieses Thema hier eröffnen um aufzuklären.

trauma-traumauebertragung-und-traumafolgestoerung-t65798.html

x 2 #14346


PapaEmeritus
@Scheol

Ich habe deswegen auch nicht wirklich mit Außenstehenden geredet, weil man oft nicht wirklich Verständnis bekommt. Ich werf das aber niemandem mehr vor. Viele verstehen es nicht, weil sie es nicht erlebt haben, andere haben vielleicht ein Stück weit Angst davor einzusehen, dass man solchen Dingen bis zu einem gewissen Maß schutzlos ausgeliefert ist. Denn wie man hier oft liest, selbst Menschen, die sich einigermaßen schnell befreien konnten, haben jahrelang damit zu kämpfen. Andere, die es erlebt haben, verstehen aber eben oft ganz genau, was man meint, wenn man von Silent Treatment und Schuldumkehr spricht, was das bedeutet und in einem auslöst.

#14347


Scheol
Zitat von PapaEmeritus:
@Scheol Ich habe deswegen auch nicht wirklich mit Außenstehenden geredet, weil man oft nicht wirklich Verständnis bekommt. Ich werf das aber niemandem mehr vor. Viele verstehen es nicht, weil sie es nicht erlebt haben, andere haben vielleicht ein Stück weit Angst davor einzusehen, dass man solchen Dingen bis zu ...

Die Person WILL darüber reden , weil sie verstehen will was Passiert ist .

Sie will den Freienfall stoppen also muss es irgendwas sein was greifbar ist.

das ist ein normales Verhalten einer traumatisierten Person , deshalb ist erstmal zuhören wichtig und nicht zu sagen , bist ja selbst geblieben.

die Gefahr ist bei dem Satz „bist ja selbst geblieben“, das sich die Person zurück zieht. In der Traumatologie wird dieser Satz als „Täterverhalten“ beschrieben.

Weil es genau solch Satz ist wie es der Täter tat.

Da die Person ( Opfer ) voll mit Täterintrojekten ist , also Dinge glaubt die der Tox gesagt hat , bedient man mit solch Sätzen ( bist ja selbst geblieben. ) die Wunden weiter. Und verstärkt somit die Aussagen des Täters.

x 4 #14348


PapaEmeritus
@Scheol

Das sehe ich ähnlich. Es ist wie ein sekundäres Gaslighting, eine sekundäre Schuldumkehr und absolut kontraproduktiv.

#14349


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
ch habe deswegen auch nicht wirklich mit Außenstehenden geredet, weil man oft nicht wirklich Verständnis bekommt.

In der einschlägigen Fachliteratur wird immer wieder auf die Wichtigkeit hingewiesen, die solche "Nachbesprechungen" haben. Oftmals entscheiden die Möglichkeit zur Nachbesprechung und emotionale Unterstützung maßgebliche über die Art und Weise, wie das Ereignis dann verarbeitet wird - also ob es nach einer akuten Belastungsreaktion bestenfalls ohne größere Folgen integriert werden kann oder ob die Verarbeitung traumatisch erfolgt und sich z.B. eine PTBS entwickelt.

Darum kommt der Erst- und Notfallversorgung von Menschen, die potentiell traumatische Situationen erlebt haben (Unfälle, Naturkatastrophen, Gewalttaten etc.) eine sehr wichtige Bedeutung zu. Gleiches gilt auch für das Rettungspersonal.

Michaele Huber hat das immer wieder anhand ihrer Erfahrungen mit Frauen dargestellt, die schlimme Dinge während des Jugoslawien-Kriegs erlebt haben: Die Frauen, die die Möglichkeiten hatten, sich untereinander über die Erlebnisse auszutauschen, sich emotional zu unterstützen und Verständnis zu erfahren, hatten ein wesentlich geringeres Risiko, nachfolgend eine PTBS zu entwickeln.

x 1 #14350


M
Tatsächlich habe ich auch die Frage, wie es manche Partner meiner toxischen Ex geschafft haben, da raus zu kommen. War ich zu weich oder zu empfänglich für dieses Trauma oder haben die mehr Grenzen gesetzt oder Kontra gegeben?

Mich überkommt auch heute, 6 Monate nach der Trennung noch eine gigantische Wut auf diese Person. Ich reagiere mich mit Sport ab und tue alles dafür, dass ich keine negative Energie in mir habe, aber egal mit was ich mich ablenke, es zieht mir weiter Energie, dieser Vampir zieht mir Energie, auch wenn wir physisch keinen Kontakt mehr haben bis auf zufällige Begegnungen im Freundeskreis.

Vielleicht kann mir jemand dazu etwas sagen.

#14351


hotte
Zitat von Scheol:
Die Person WILL darüber reden , weil sie verstehen will was Passiert ist . Sie will den Freienfall stoppen also muss es irgendwas sein was greifbar ist. das ist ein normales Verhalten einer traumatisierten Person , deshalb ist erstmal zuhören wichtig und nicht zu sagen , bist ja selbst geblieben. die Gefahr ist bei ...

Ich kann das aus eigener Erfahrung so bestätigen. Nicht nur reden sondern grundsätzlich alles zu reflektieren was gewesen ist, was gesagt wurde, was man gefühlt hat. Wo hat es angefangen, wann hat man sich selbst "aufgegeben" aber auch sehe ich das vielleicht zu eng, hat der andere vielleicht doch recht?

Ganz schlimm wird es wenn der/die mutmassliche Täter/in teilweise Einsicht zeigt. da kommen dann direkt wieder die Zweifel hoch ob nicht vielleicht doch noch was zu retten sei usw...

Ich finde es für mich ganz schwierig einen gesunden mittelweg zu finden zwischen "ich will verstehen was passiert ist damit ich daraus lernen kann" und "ich möchte damit abschliessen und das hinter mir lassen".



Zitat von Mampfred:
Mich überkommt auch heute, 6 Monate nach der Trennung noch eine gigantische Wut auf diese Person. Ich reagiere mich mit Sport ab und tue alles dafür, dass ich keine negative Energie in mir habe, aber egal mit was ich mich ablenke, es zieht mir weiter Energie, dieser Vampir zieht mir Energie, auch wenn wir physisch keinen Kontakt mehr haben bis auf zufällige Begegnungen im Freundeskreis.

Schau mal was du für ein Bindungstyp bist. Ich bin/war ein ängstlicher Bindungstyp und hatte große selbstzweifel weil ich fast nur auf das gehört habe was der (für mich) wichtigste Mensch gesagt hat. Damit hatte sie mich und erst als sie sich sich zwischen mich und meine Herkunftsfamilie gestellt hat, habe ich aufbegehrt. Ich habe immer an die Ehe geglaubt, ich habe immer daran geglaubt das wir alles hinbekommen wenn wir beide daran arbeiten. Zum schluss musste ich eingestehen das ich mich immer angepasst und alleine gearbeitet habe (achtung, sicherlich eine subjektive und nicht 100% korrekt aussage aber ich denke ich wisst was ich meine).

Wenn man in der Situation ist, merkt man das oft nicht. Es bedarf zumindest ein wenig Abstand um zu erkennen was da abgeht. (und, ja, Wut kenne ich. Bei mir kommt noch Frust und ähnliches dazu)

#14352


M
Zitat von hotte:
Ich kann das aus eigener Erfahrung so bestätigen. Nicht nur reden sondern grundsätzlich alles zu reflektieren was gewesen ist, was gesagt wurde, was man gefühlt hat. Wo hat es angefangen, wann hat man sich selbst "aufgegeben" aber auch sehe ich das vielleicht zu eng, hat der andere vielleicht doch recht? ...

Ich bin eher ein Bindungsvermeider. Immer gewesen. Aber es kam maßgeblich auch auf meine Partner an. Einige habe ich sehr tief in mein Leben gelassen, andere, wie die toxische Ex nicht. Vielleicht ein Eigenschutzmechanismus, der unbewusst gegriffen hat. Sie war grenzüberschreitend. In allen Hinsichten, auch nach der Beziehung wollte sie meine Emotionen und mein Verhalten noch kontrollieren, jedenfalls dann wenn man sich auch nur kurz gesehen hat.

Ich hab mich auch immer wieder in die On, Off Schleifen ziehen lassen, bis ich die Reißleine zog. Sie blockierte mich, ich blockierte sie dann auch, dann war Ruhe, bzw. ist noch Ruhe.

Ich habe leider gemerkt, dass sie genau auf meinen Schwachstellen herum hackt. Jedesmal wenn sie mich wieder in toxische Endlos-Schleifen-Diskussionen verwickeln wollte und ich am Ende wortlos ging, was für mich Triumpf war, warf sie mir vor, ich als Vermeider umgehe jedes Problem. Stimmte zwar, aber in diesem Fall war das Problem Selbstzweck und ja ohnehin nicht lösbar. Ich habe es daher eher als Gewinn gesehen, das Schlachtfeld zu verlassen, auf dem man sich tot diskutiert. Getriggert hat mich das trotzdem aber ich habe mir ihr gegenüber nichts anmerken lassen.

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PapaEmeritus
@Mampfred

Ich hab’s zumindest geschafft zu gehen, in dem ich realisiert habe, was abläuft. Und wenn man das ein Mal sieht, kann man das nicht mehr nicht sehen. Und ich hab gemerkt, egal was ich mache, Es ändert sich nicht, und da dachte ich mir, da kann ich auch gehen. Klingt erstmal total easy, war es aber nicht, es war eher ein Verzweiflungsakt.

Und noch was: die radikale Akzeptanz der Realität.

x 1 #14354


M
Zitat von PapaEmeritus:
@Mampfred Ich hab’s zumindest geschafft zu gehen, in dem ich realisiert habe, was abläuft. Und wenn man das ein Mal sieht, kann man das nicht mehr nicht sehen. Und ich hab gemerkt, egal was ich mache, Es ändert sich nicht, und da dachte ich mir, da kann ich auch gehen. Klingt erstmal total easy, war es aber nicht, ...


Ich habe ewig gebraucht, also Monate, um zu kapieren, dass mit dieser Frau, meiner Ex, wirklich etwas tiefgreifend nicht stimmen muss. Nahezu zwanghaftes Abwerten meiner Person. Vermutlich um sich aufzuwerten.

Fast psychologische Kriegsführung. Wir waren spazieren. Ich rede....sie schweigt. Es ist genug Luft und Pause, um ein Thema anzuschneiden, ich bin der letzte Mensch, der nicht darauf eingehen würde. Sie schweigt. Irgendwann kommt der Vorwurf, ich quassel sie die ganze Zeit voll, so dass sie garnicht zu Wort komme. Ich entschuldige mich und meine: Wieso sagst du denn nicht, wenn etwas wichtig ist. Wir reden von einer erwachsenen Frau, nicht von einem Kind, das sich nicht zu helfen weiß. Sie ist übrigens sonst auch nicht auf den Mund gefallen. Daraufhin sie: "Jetzt hab ich auch keine Lust mehr und den Faden verloren". Dann kommt irgendwann das Thema doch noch auf, das ihr angeblich wichtig ist, ich gehe darauf ein "Ach jetzt brauch ich deinen Rat auch nicht mehr".

Nur eine Kostprobe. "Wieso fährst du so langsam, wieso fährst du hier so schnell, wieso blinkst du so früh....ist dein Blinker kaputt, wieso blinkst du so spät".

Nahezu krankhafte Züge, sich permanent aufzuspielen. Aber nur bei mir. In ihrem sogenannten Freundeskreis hatte sie nichts zu sagen, nichts beizutragen, saß oft stundenlang schweigend dort, ohne sich einzubringen, bei Kollegen auch, sonderlich beliebt war sie nicht, eher farblos, schwer einzuordnen und fühlte sich sofort angegriffen, immer.

Erstmal realisieren, was hier los ist, dass nicht ich jemanden brauche, der mir erklärt, wie ich zu leben habe, sondern dass mit dieser Frau irgendwas nicht stimmt. Ich habe aber ewig gebraucht das zu kapieren.

Und es wirkt noch nach, immer noch habe ich Momente, in denen ich zweifel.....

Ich hatte übrigens mal wieder Dates gehabt, also nicht online, sondern Frauen in meinem Umfeld, die mich scheinbar kennenlernen wollten, wir unternahmen etwas, diese Frauen waren wirklich attraktiv. Ich spürte nichts, garnichts, keine ero., keine Anziehung nichts. Das lag an mir, nicht an den Frauen. Irgendwas ist massiv in mir kaputt gegangen.

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