Leute!
Meine persönliche Meinung ist, dass alles was wir Menschen von uns geben
immer subjektiv ist. Niemand auf dieser Welt kann wirklich objektiv sein. Das ist so selbstverständlich, dass muss man eigentlich nicht auch noch erwähnen. Dennoch bin auch ich bemüht es hin und wieder zusätzlich zu erwähnen. Aber eigentlich dachte ich, dass uns das allen klar ist
Sade beschreibt hier ihren Frust, wir kommentieren diesen Frust aus unserer Sicht. Anschließend kann sie ihre eigene Meinung nochmal überprüfen.
Jetzt sind verschiedene Sichtweisen zu Wort gekommen, belassen wir es doch dabei. Ob die Person, die es betrifft, also konkret hier sade selbst, findet, dass sie nachschauen möchte welchen Alters oder sonstwas die User sind, um das in ihre Beurteilung miteinzubeziehen, bleibt doch ihr überlassen. Sie ist erwachsen, wie wir alle hier.
Ob jemand eine Therapiesituation beurteilen kann hängt aus meiner Sicht vielmehr davon ab, wie therapieerfahren diese Person ist. Da kann es sehr gut sein, dass jemand mit 25 schon viele Therapeuten kennengelernt hat, bzw. kann es genauso sein selbst ein ähnliches Fach beruflich auszuüben. Wohingegen eine 50jährige Person vielleicht seitdem sie 20 ist in ihrer Misere festhängt, und erst jetzt die Kraft hat auszubrechen und erst seit einem Jahr eine Therapie macht und vielleicht einfach total Glück hatte mit ihrer Wahl und deshalb nur einen einzigen kennt. Wessen Meinung fände ich hilfreicher?
Therapeuten sind keine Götter, sie sind Menschen wie wir, die ein Fach studiert haben. Sehr, sehr, sehr oft aus der Motivation heraus ihre eigenen Probleme zu verstehen oder zu kurieren. Ich habe einige im Bekanntenkreis. Einer von ihnen, mit dem ich Abi gemacht habe, und der zu der Zeit schon mehr als seltsam war , hat mich 9 Jahre später aus dem Nichts heraus ausfindig geamcht und gestalkt. Was von Lichtwesen gefaselt, wir wären füreinander bestimmt, er träume immer von mir, wie ich als Hexe verbrannt werde und er mich retten will. Nannte sich selbst nun Marc Aurel, weil er erleuchtet ist. Mir wirre Briefe mit beängstigendem Inhalt geschrieben, mich mehrmals täglich angerufen, ein Stufentreffen organisiert nur um mich wiederzusehen (nach 9 Jahren?!, nicht nach 10...). Ich sag euch: ziemlich kranker schei.. Ich hatte Angst vor ihm, und dass er mir auflauert.
Er hat Psychologie studiert, anschliessend die therapeut. Zusatzausbildung und dann die Stationsleitung einer Klinik übernommen. Denn er war ein helles Köpfchen, konnte quatschen und quatschen un quatschen. Er mag vielleicht in seinem Fach gut sein, aber vorstellen dass er wirklich Menschen helfen kann, kann ich mir nicht.
Es gibt also gerade in dieser Berufsgruppe auch viele Kaputte, und auch wie in allen Berufen gibt es besonders Fähige, und nicht so Fähige. Und es gibt die nicht zu unterschätzende zeitweilige Überforderung.
Wenn die Therapeutin selbst eine Pause vorschlägt, würde ich das als Klientin ernst nehmen. Wenn ich aber merke, ich laufe aber alleine Amok ohne therapeutisch begeleitet zu werden, habe ich ja das Recht mir weiterhin Hilfe zu holen.
Natürlich sollte es eigentlich selbstverständlich sein mit ihr über alles reden zu können. Aber offensichtlich blockt sie ab. Sie ist ein Mensch, auch sie kann durchaus mal unprofessionell sein. Hinnehmen als Patientin muss man es trotzdem nicht.
Chirurgen sollten vor OPs auch keinen Alk. trinken. Ich kenne 6 Ärzte persönlich. Einer ist Alk.. Unverantwortlich. Dürfte nicht sein. Passiert trotzdem.
Außerdem verändert sich gerade in dem Fächern Psychologie, Psychotherapie, Neurowissenschaft sehr viel und "Erkenntinisse" die gestern noch als unumstösslich galten werden durch neue Erkenntnisse und durch weitere Studien widerlegt. Beispiel Spiegelneurone. Das ist ein noch ziemlich neues Feld, wichtig um Empathie und diese Empathiefähigkeit zu verstehen...
Oder die Fähigkeit im Alter noch lernfähig zu sein. Zu meiner Schulzeit hiess es noch, im Alter kann das Gehirn nicht mehr dazu lernen, es baut nur noch ab. Heutzutage: Widerlegt! Wir lernen ein Leben lang dazu und können auch neue Nervenbahnen ausbauen.
Also können durchaus auch Anfänger sehr, sehr hilfreich sein. Nicht zuletzt auch, weil ihr Wissen noch frisch ist.
Im Idealfall begegnen sich neues Wissen und Erfahrung und reichen sich die Hand zum Wohle aller.