Jordis
Gast
Zitat von reni54:@saxana und zuversicht
Natürlich könnt ihr es so sehen und das arme Kind bemitleiden! Meine eigenen Erfahrungen als Mutter und Betroffene haben mir aber gezeigt, dass Mitleid hier nicht weiterhilft.
In dem Alter von Tascha muss man sein eigenes Verhalten ändern und nicht immer nur den Schuld- und Ursachensumpf frühkindlicher Verstrickungen aufwühlen.
Der aufgewühlte trübe Dreck kann einem nämlich auch die Sicht nach Vorne und auf seine eigenen blinden Flecken versperren.
Naja, sein Verhalten zu ändern funktioniert leider nicht. Niemand kann das. Menschen ändern sich nicht, nur weil sie sich vornehmen etwas zu verändern. Und da geht es dann schon um Ursachenforschung. Eine Verhaltensveränderung funktioniert nur, wenn man erfolgreich aufgearbeitet und verstanden hat. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der sich dauerhaft verändert hat, nur weil er es wollte und ihm irgendwo klar wurde, dass es besser wäre wenn...
Insofern verstehe ich es bei Tascha so, dass sie überhaupt kein Selbstwertgefühl für sich entwickeln konnte und eine extrem abhängige Störung entwickelt hat. Das ist tiefenpsychologische Hilfe angezeigt und die dauert. Beinhaltet aber auch und vorwiegend die Auseinandersetzung mit ihrer Herkunftsfamilie und deren Strukturen. Grundlos entwickelt niemand eine solche Abhängigkeit.