Zitat von Kathi012:@sonne-5273
Danke dir für deine Nachricht...
Ja, soetwas habe ich vorher weddr erlebt noch hätte ich gedacht, dass mir jemals sowas passiert. Im Nachhinein, wundert es mich nur wieso ich trotz meiner guten Menschenkenntnis -dh ich habe sehr wohl sehr oft gemerkt: "er ist nicht richtig, weg hier" eigebtlich die ganze Beziehung schon über- so lange geblieben bin. Es ist einem natürlich eine Lehre, wenn auch nicht unbedingt eine schlechte. So zeigt es doch, was man an sich ändern muss und das man doch ein loebenswürdigeree Mensch ist als man sich zugestandeb hat( wieso hätte man sonst alles ertragen und sich die Schuld gegeben) Es geht einem, wie du schreibst gerade wegen den gemischten Gefühlen aus Scham, Wut, Unverständis so schlecht und man ist in einer Art Schockzustand. Anderseits war ich schon lange nicht mehr so erleichtert und hatte Lust zu leben. Es lehrt einen auch die wirklich lieben Menschen zu schätzen.
Bin zudem froh, hier auf dieses Forum gestossen zu sein, denn obwohl es schade ist, dass es auch anderen so geht- steht man trotzdem nicht allein da!
Ich glaube das schwierigste für mich zu verstehen ist: Ich bin von uns in der Beziehung die weitaus Schlauere,Studiertere und auch was das Aussehen anbelangt besser bestellt und da fragt man wieso man sich manchmal bewusst klein gehalten hat für diese Narzwurst! So im Nachhinein sieht man auch seine großen Reden wie toll er denn sei, in seinem Job der Beste etc in einem noch klarerem Licht. Ich fand schon während der Beziehung dies Übertreibungen immer seltsam und total lächerlich, aber man tut es als eine Art "kindliche Eigenart " ab. Apropo "kindliche Eigenart"...ich hatte manchmal das Gefühl ein kleiner Junge sitzt neben mir und ich entwickel so eine Art mütterliche Liebe für ihn..!? Ist das nachvollziehbar, kennt das wer...oder bin ich vielleocht doch ein bisschen komisch!?
Mir ging es etwas ähnlich wie Dir.. ich dachte zum Zeitpunkt, als N. in mein Leben trat auch, dass ich doch schon ziemlich weit und gut bei mir und voller guter Menschenkenntnis sei... Dass ich (durch ihn bzw. die Erfahrung mit ihm) derart viel Wichtiges noch zu lernen hätte, habe ich im Leben nicht gedacht.
Das Empfinden, dass ich es mit einem kleinen Jungen/Kind in einem (für mich) anziehenden Männerkörper zu tun hatte, teile ich mit Dir. Darüber wurde hier schon viel geschrieben und sich ausgetauscht.
Was ich für mich heute verstanden habe ist - dass sie psychisch die Reife eines Kleinkindes haben. Damit meine ich nicht den Intellekt - sondern die Abwehrmechanismen, mit denen sie durchs Leben gehen.
Sie projizieren, verleugnen, spalten die Realität (von der wir nunmal alle ein Teil waren) was das Zeug hält....
Ich hatte letztens Mal das innere Bild eines 2-Jährigen, der gegen einen Tisch läuft und eine Vase fällt dabei herunter. Im ersten Moment sagt er: "Böser Tisch!".
Von seiner Mutter darauf angesprochen, sagt er später voller Inbrunst: "was für ein Tisch? Da war gar kein Tisch..."
Ja. Sie sind wirklich in vielerlei Hinsicht kleine Jungs, die noch ganz weit davon entfernt sind, sich selbst wirklich selbst reflektieren zu können und die sich v.a. damit entlasten, dass sie UNS Schuld zuweisen und ihre eigenen Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühle in uns erzeugen, um sich selbst über uns stellen und wieder "sicherer" fühlen zu können.
Sie können definitiv keine Nähe aushalten, das werden sie auch nicht lernen (würde in Therapie bei einem Persönlichkeitsgestörten) Jahrzehnte dauern - gleichzeitig können sie aber auch nicht allein sein, (ge)brauchen Menschen wie bestätigende Objekte für alles Mögliche... (Sex, Trost, Geld, Ansehen etc.), bevor sie sie aus dem Nichts wieder fallen lassen, wenn sie ihrer überdrüssig geworden sind. Die Persönlichkeit eines anderen Menschen können sie - wie übrigens auch ihre eigene - gar nicht wahrnehmen. Alles Show... Theater. Verlorene Lebenszeit.