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Es war mir bewusst, dass ich aus dieser ungesunden Beziehung raus muss und auch möchte - aber wie -
Von heut auf morgen war es mir nicht möglich und mit weiteren halbherzigen Trennungen wollte ich mich bei ihm nicht lächerlich machen. Also fasste ich den Vorsatz, mich innerlich auf eine endgültige Trennung vorzubereiten - jemand von euch benutzte das Wort "Selbstgeißelung" wie treffend dafür.
Ein Jahr setzte ich mich weiterhin bewusst seinen Machenschaften aus, bis ich mich aus tiefster Überzeugung und ohne Zweifel von heut auf morgen trennen konnte.
Zitat von Jade:Im Prinzip habe ich das genau so gemacht als mir bewußt wurde wie ungesund das ganze für mich ist (vor mindestens einem Jahr, wahrscheinlich schon früher).
Ich hab daher auch versucht mich innerlich immer mehr von ihm abzunabeln, damit ich irgendwann aus tiefster Überzeugung und ohne Zweifel gehen kann.
Die Narz-Erkenntnis hat diesen Zeitpunkt ungleich beschleunigt, aber nun ist er DA.
Und dabei bleibt es auch, trotz Nachwehen und (noch möglicher) Rückfälle.
Grüß dich Jade
Wie geht es dir?
Wie dein langer Monologpost mir zeigt, machst du zur Zeit (fast) alles richtig. 1. Die Tatsachen sammeln. 2: Die Tatsachen analysieren. 3. Eine Entscheidung treffen - und (versuchen) danach zu handeln.
Alles ganz einleuchtend, denn schon Aristoteles lehrte diese Dinge - und handelte danach. Und du solltest auch danach handeln, wenn du deine Probleme in den Griff bekommen möchtest, die dich bedrängen und deine Tage und Nächte zu einer wahren Hölle machen.
Die Tatsachen sammeln. Warum ist dies so wichtig? Weil du ohne diese Fakten nicht einmal versuchen würdest, deine Probleme auf intelligente Art und Weise zu lösen. Ohne Tatsachen bleib alles wirr, tapst du weiterhin herum im Nebel.
Wichtig dabei ist, deine Gefühle aus dem Spiel zu lassen und wirklich - unparteiisch und objektiv die Fakten sammeln. Angst und Sorgen solltest du dir dabei nicht machen, dann wirst du von Gefühlen bedrängt, die dir die Sicht versperren.
Kleiner Tipp von mir: Beim sammeln der Fakten tue doch so, als seien diese Informationen nicht für dich selbst, sondern für jemand anders bestimmt. Das könnte dir helfen, das Material über deinen N kühl und sachlich auszuwerten. Mir half es damals, Gefühle auszuschalten.
Oder bilde dir doch einfach ein, dass du eine Anwältin der Gegenpartei bist, mit anderen Worten, du bemühst dich, alle Fakten zu bekommen, die gegen dich sprechen - alle Fakten, die deinen Wünschen schaden, alle Fakten, die du am liebsten nicht wissen würdest.
Warum schreibe ich dir das? Du wirkst auf mich (verständlicher Weise) sehr emotional, eigentlich zu sehr, obwohl du sehr wichtige Schritte bis jetzt für dich getan hast. Pass bitte darauf auf, ein Gleichgewicht zu deinen Emotionen herzustellen, damit diese nicht weiterhin die Oberhand haben um klar auf dein Ziel hin zu denken.
Das was du machst, machst du gut und mein Post dient lediglich dazu dir evtll. eine Hilfestellung auf deine Sichtweise zu vermitteln.
Liebe Grüße
