Kira8
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ich weiß nicht, ob mich hier noch jemand kennt. Hab vor einiger Zeit in diesem Thread gepostet. Ich war damals in der Trennungsphase und schon über das Gröbste hinweg, als mich mein "Ex" dann doch wieder an die Angel kriegte.
Klar sage ich mir heute, ich hätte es doch wissen müssen.
Er hatte sich in seiner "Wiedereroberungsphase" wirklich extrem viel Mühe gegeben, erklärte in seiner Wortkargheit dies und das und setzte eindeutige Signale auf ein gemeinsames Leben und auf eine vielversprechende Gemeinschaftlichkeit.
Dachte ich.
Es alles war eine Scharade.
Nach und nach kam sein wahres Gesicht wieder an die Oberfläche und dieses mal grausamer und boshafter als je zuvor.
Vor nicht ganz 2 Wochen war dann Breakdown.
Ich war noch nie so froh, weg von ihm zu sein als an jenem Tag.
Aber ich kenne mich und die Entwicklungen und weiß ja allzugut, daß nach dem Anfangsschock und der Erleichterung auch wieder eine instabile Phase folgt, die offensichtlich jetzt ihren Beginn nimmt.
Ich frage mich auch selbst, welche Anteile ich in mir so derbe verdrängt habe oder was genau ich am Leben nicht verstehe, daß mich dieser Widerling noch einmal in die Hände bekommen konnte.
Doch letztlich ist das wohl eine Frage, die nach dem ersten Wundenlecken besser platziert sein dürfte.
Ich benutze selten das Wort "böse", aber mein Ex ist kein Narzißt sondern Psychopath, wie er von Hare (Autor, spezialisiert auf Psychopathie) nicht besser beschrieben sein könnte. In den letzten beiden Wochen, die mein Ex und ich gemeinsam verbrachten, hatte ich das Gefühl, einer wirklich bösen Fratze ins Gesicht zu schauen.
Dennoch will ich ihn nicht verteufeln sondern einfach nur Ruhe und Distanz in mein Leben bringen.
Danach gilt es, mein eigenes Dazutun in der ganzen Geschichte zu durchleuchten.
Momentan geht es mir so lala.
Ich habe eine gewisse Unruhe in mir, Wut, blanke Wut und natürlich Wunden.
Ich bin nicht traurig, von ihm weg zu sein, aber ich bin traurig, daß mir all das passiert ist.
Vielleicht war diese letzte Runde mit ihm auch hilfreich, denn alles in allem hatte ich doch mehr Abstand, wenn gleich auch nicht genug, um besser zu kapieren, wie krass dieser Mensch ist.
Mein Superman ist schon über 60. Leider tritt bei ihm so etwas wie Altersmilde nicht ein.
Meine Sorge ist die Befürchtung, so durch zu sein, daß eine normale Beziehung zukünftig nicht mehr möglich ist.
Aber lieber alleine als mit einem Psycho. Die letzten Tage mit ihm waren die pure Hölle und ich bin bei der ersten Gelegenheit nach Hause gefahren.
(Wir hatten eine Fernbeziehung. Organsisatorisch sehr schwierig, aber momentan sehr angenehm zu wissen, daß er so weit weg ist.)
Das war es erst mal von mir.
Ich werde mich die Tage ein wenig updaten und schauen, ob ich hier noch jemanden kenne.
Liebe Grüße, Kira
!