Nun gerade bei der NPS, wie auch bei allen anderen Krankheiten, sind die Grundzüge ziemlich gleich, hätten sonst so viele Fachleute gleiche Merkmale, Schemata herausgearbeitet?
Und lass mal jemanden, ohne die Diagnose einfach nur seine Geschichte erzählen. Wieso ähneln sie sich?
Viele Betroffene, ich gehe mal von den "Opfern" aus, wissen doch anfangs gar nicht, WAS da schief läuft in der Beziehung.
Variationen sind so unterschiedlich, wie es Menschen gibt.
Das da nicht gleich bei jedem Problem oder jeder Unstimmigkeit mit "Kanonen auf Spatzen geschossen" werden sollte, ist auch mir als Laien durchaus klar. Das nochmal zu dem Wort "Hobbypsychologe".
Natürlich ist auch nicht JEDE/R der mal seine Ellenbogen gebraucht gleich krank und verurteilungswürdig.
Nur wenn dieses Verhalten verletzend wird, in das Persönlichkeitsrecht und in den körperlichen und seelischen Status des Partners ein-und übergreift, DANN sollte man sich fragen WAS ist falsch?
Viele NPSler sind ja nicht zum Erkennen oder Eingestehen ihres Handelns bereit. Sie sehen es einfach nicht, ob können oder wollen, ist da die Frage. Bewusst oder unbewusst...?
Das könnten sicher nur sie uns vielleicht beantworten. Aber sie wollen meist ja nicht "reden".
Ja und dann beginnt unser Part...die eigene Hinterfragung, den eigenen, eventuellen Anteil herausfiltern UND die dann folgende Entscheidung.
Inwieweit reicht mein Anteil? Kann ich was ändern?
Kann, möchte, will ich damit umgehen?
Soll mein Leben, das für mich keines mehr ist, so weitergehen?
Solange der Manipulierte aber nicht erkennt und versteht was es mit NPS auf sich hat und sich vehement wehrt und ablöst, werden die "Dramen" endlos weitergehen. So kennen wir ja die "Rückfälle".
DAS aber hat dann jeder (nach dem Erkennen)
bewusst in der Hand.
Und es fordert viel Stärke und Tränen und nicht jeder ist psychisch so gebaut, dies sofort zu verkraften.
Ich brauchte fast ein Jahr um, bis hier zu kommen und auch ich habe ihn trotz allen Verletzungen immer noch im Herzen. Das wird nie vergehen, auch böse Erinnerungen und Narben bleiben.
Schön wenn es dafür einen Radiergummi geben würde?
Aber stärkt es uns nicht auch, aus dem tiefen dunklem Tal wieder heraus gekommen zu sein?
Hat er mir nicht auch durch diese "Auseinandersetzung" mit ihm und mir, neue Kraft und Stärke gegeben? Unbewusst und von ihm sicher nie beabsichtigt?
Auch kleine, winzige Schritte führen vorwärts.
Ich würde versuchen zu therapieren, zumindest in sehr jungen Jahren eventuell könnte ich da noch einen Sinn oder Nutzen sehen. Da kommt es auf die Stärke der NPS und den fachlich gut erfahrenen Therapeuten an.
Ansonsten bei "älteren" Jahrgängen, halte ich es für unheilbar. Sie sind so auf der Schiene gefangen...das ist für mich dann echt zwecklos.
Schade denn ich habe die Erfahrung gemacht, jeder Mensch hat, egal welche Störung, irgendwo auch etwas zu geben. Das Verhältnis von geben und nehmen sieht beim NPS sehr unausgewogen aus, und ist FAST nicht vorhanden.
Ich habe im Alter von sechs Jahren noch den richtigen Weg gefunden, denn ich bekam Adoptiveltern, die mir Annahme, Liebe und Verständnis entgegen brachten. Heute als Erwachsene sehe ich , WAS hätte in der Kindheit falsch laufen können, wäre ich in meinem alten Leben geblieben.
Und ich verstehe auch, was Eltern ihren Kindern antuen können mit ihrer "ERZIEHUNG".
DAS ist aber auch das einzige, minimale Zugeständnis, das ich dem Kind im Narzissten mache...die grundlegende Ursache der NPS.
Es soll keine Entschuldigung für den heutigen Narzissten sein, nur die
Differenzierung der Schuld.
Halten tue ich zumindest M.E. Exemplar, nach gut 50 Jahren Übung, für ein krankes, grausames "Monster", das mein Leben nicht verdient.
Das hat mich leider die Praxis gelehrt.
Allen hier wünsche ich viel Kraft und Stärke...
Es ist gut, nicht allein zu sein.
SO das war..."Das Wort zum Sonntag"
LG Gaylen