Cyraille
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Zitat von Schnably:Das ist völlig "normal" bei diesen Menschen. Aber jommt auch häufig bei anderen vor. Also auch bei Menschen ohne solch Auffälligkeiten. Das ist gekränkter Stolz. Man will dem anderen einfach nicht zeigen, dass es doch piekst. Bei Narzissten und sogenannten Grenzfällen ist das ein ganz typisches Muster.
Meiner beschwerte sich Anfangs immer, weil ich bzgl Gefühle zeigen und investieren eher zurückhaltend war. Auch stellte ich nicht viele Fragen. Er dagegen schon. Ich war ihm zu kühl und desinteressiert. War ich aber keineswegs. Ich wollte es nur langsam angehen und mich auch etwas schützen. Nicht zu vor schnell vertrauen.
Aber sobald ich es ihm zuliebe tat....Fragen stellte, mehr Interesse zeigte, mehr Nähe gab....rückte er allmählich ab. Irgendwann zeigte er keinerlei Interesse mehr. Kein "Wie geht es dir....wie geht es unserer Tochter" oder sonstiges.Hatte ich mal ein blöde Phase und mir gings nicht gut, hieß es "Du machst dir aber auch viel zu viel Gedanken. Aufstehen und weitergehen! Das wird schon." Und damit war mein Thema abgesägt. Aber wenn er Probleme hatte, musste ich Rücksicht nehmen, Verständnis haben. Geduldig mit ihm sein. Ihm zuhören, wenn er denn mal drüber schreiben (reden konnte man vergessen) wollte. Und ich musste seine Launen hinnehmen und ertragen.
Das kommt mir auch bekannt vor. Anfangs sagte er mir auch, ich würde ihm zu wenig Liebe geben, zu wenig Zärtlichkeit, obwohl ich auch nur vorsichtig war und durchaus ihm viel Aufmerksamkeit schenkte. Ob Schreiben, Anrufen, super freuen wenn er vorbei kam etc. Gab ich dann aber mal noch mehr, wunderte er sich, fragte ob irgendwas mit mir nicht stimmt, anstatt sich zu freuen. Ich glaube auch das ich ihn bewundert habe, weil er so anders war als ich, so sehr von sich selbst überzeugt. Anfangs wusste ich natürlich nicht, das Alles nur gespielt ist und er eig garkein Selbstbewusstsein hat, noch weniger als ich. Bevor er kam, hab ich mich durchaus selbst geliebt, meine Fehler und Macken akzeptiert, hatte aber immer Schwierigkeiten mich wirklich zu verlieben. Dieses eine besondere Gefühl hatte ich bisher nur zwei Mal im Leben, bei ihm war es ganz besonders, aber festzustellen, das es eigentlich nur reine Illusion war, ist hart. Das egal was man gemacht hat, es sowieso nie richtig und nie genug sein konnte.
Zitat von Beltaine:Hallo ihr Lieben, ich kämpfe auch noch mit den Folgen eines solchen Exemplares. Schlimmste was ich je in einer Beziehung erleben durfte. Mich würde interessieren, ob es Erfahrungen gibt bezüglich dem Leben nach diesem Menschen in Bezug auf Partnerschaften.
Habt ihr auch so furchtbar große Angst, der nächste Mensch könnte wieder so einer sein, der sich anfangs tarnt?
Habe mein Grundvertrauen verloren und habe dadurch Angst mich jemandem zu öffnen. Habt ihr Erfahrungen mit Beziehungen nach diesen Verwirrungen und Grausamkeiten?
Ich kann dir darauf nicht wirklich antworten, aber kann dir sagen mir geht es genauso wie dir und vielen Anderen hier auch. Das Vertrauen in den Menschheit verloren zu haben, ich vertraue momentan nur noch meiner Familie deshalb. Muss sagen, das ich schon öfter auf die Schnautze gefallen bin, daher ebenso vorsichtig war, aber dafür vom Narz auch angemault wurde. Er möchte nicht das abbekommen, wofür andere verantwortlich waren.. Sowas nennt sich dann angeblich Verständnis zeigen und er ist ja so empathisch genau