Zitat von freisein:Liebe Kira,
Du bist mit ihm gemeinsam auf einer Plattform, die du nicht aufgeben magst - das kann ich zutiefst verstehen - wirklich. Ich wohnte auch in einem ehemals gemeinsamen Haus, welches ich nicht aufgeben mochte. Die EX-Schwiegereltern neben an - hallelaja, da war wohl einiges vorprogrammiert. Aber aufgrund des ALters der schwierigen Eltern, dachte ich: das ist ENDlich, das geht vorbei - aber BIS DAHIN hatte ich keinen Plan, wie das alles funktionieren sollte. WIR wurden ignoriert, mir ging es nicht gut, wenn ich zwar sehr selten, aber eben doch EX & NEXT nebenan auftauchen sah & seine Familie ein Herz & eine Seele spielten.
Kira, ich schaute nach vorn: was bringt mir & meiner Tochter dieser "Kontakt", den nur ICH verhindern kann. Vertreiben lassen wollte ich mich nicht & ich fühle mich auch so nicht, denn es brauchte Zeit, dass ich begriff: HIER wirst du nicht glücklich & meinem Kind, welches gnadenlos ignoriert wird, kann ich das nicht antun, denn die Verantwortung liegt bei mir, ob ich das zulasse.
So bin ich ins kalte Wasser gesprungen, habe die Hütte verkloppt & ein neues Haus erworben & Kira, es fühlt sich richtig an. Es gleicht m.M.n. NICHT einer Niederlage (dafür war ich NACH der Trennung zu lange noch im alten Haus) - für mich ist es ein Neubeginn & der ist FÜR mich. Mit ihm hat das nix zu tun & vielleicht kannst du es aus diesem Blickwinkel betrachten.
Ja, ich habe den Sprung ins kalte Wasser und die Drehung auch hinter mir.
In der Wohnung zu bleiben mit allem, tat mir nicht gut. Da konnte ich räumen wie ich wollte.
Nach ein paar Monaten bin ich ausgezogen. Schon beim Einzug in die neue Wohnung 10Km weiter, war ich ein "neuer" Mensch. Ich spürte sofort, diese Enttscheidung war gut für mich.
Und ja, nach der Trennung war ich auch erstmal für ein paar Monate abgetaucht.
Ich konnte und wollte nicht an die Orte, die unsere waren. Nach und nach habe ich einen nach dem anderen zurückerobert. Manche nicht.
Ich habe wieder mein Terrain betreten, habe ihn auch gleich 3mal hintereinander, mit Next, gesehen.
Das hat mich zerfetzt.
Jetzt geht es mir wieder besser.
Nein, ich lasse mich nicht von meinen mir lieb gewordenen Orten, wie im Kindergarten vertreiben.
Äußerlich ruhig begegnete ich beiden im Kaffee. Es ist mir nicht schwer gefallen, an einem anderen Tisch mit dem Rücken zu denen beiden, Platz zu nehmen.
Innerlich hat mein Herz, wegen seiner bisherigen Kaltblütigkeit,bis zum Hals geschlagen.
Ignorieren, dass einzige was hilft. Ob den EX-Narz dass trifft, weiß ich nicht.
Ich erobere mir mein Terrain zurück und besetze es mit MIR neu.
Hochs und Tiefs in meinem Gefühlsleben inbegriffen.
Nach meinem letzten Tief, habe ich für mich beschlossen, ich lebe mein schönes Leben und werde mich nicht selbst weiter geißeln und knechten.
Mein Päckchen ist abgearbeitet.
Ich will mein Leben geniessen, auch allein. Alles andere findet sich.