Lebenskünstler
Mitglied
- Beiträge:
- 193
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 278
- Mitglied seit:
Meine Expartnerin 42 und ich 44, kennen uns seit über 5 Jahren, haben damals kurz versucht eine Beziehung aufzubauen, das aber an ihrer Seite damals gescheitert ist.
Nun haben wir uns nie so ganz aus den Augen verloren. Haben zu Ostern, Geburtstagen, Weihnachten und Co, immer gratuliert, dann war wieder Ruhe, bis das nächste "Fest" vor der Tür stand.
Dieses Jahr war es allerdings anders und nach meinem Geburtstag im April, hörte das Schreiben nicht auf, sondern wurde intensiver. Kurz darauf trafen wir uns, kamen tatsächlich wieder zusammen und waren mega happy
, jedenfalls bis Mitte Juli, als sie mit den Kindern in den Urlaub zu ihrem Vater geflogen ist.Kurz vor dem Urlaub fiel mir schon auf, dass sie anders bei WhatsApp schrieb, sich ein wenig kühler verhielt und ihr Blick anders wurde. An sich alles kleine Zeichen, aber in Summe, für mich als sehr empathischen Menschen, absolut nicht zu übersehen!
Nach ihrem Urlaub war sie wie ausgewechselt! Sie war distanzierter, kühler, das Schreiben war ganz anders. Oft völlig neutral, ja fast kühl, so wie man einem Bekannten, aber eben nicht seinem Schatz schreiben würde.
Am 25.08 haben wir uns dann, ohne Kinder getroffen und sie sagte mir, dass ihr Verhalten daher rührt, dass die Schmetterlinge vor dem Urlaub schon weg waren und statt Liebe, leider nur Freundschaft vom Gefühl her geblieben wäre.
Sie sagte dann, dass ich auch an sich überhaupt nicht ihr Typ wäre, vom äußeren her, bzw. dass sie so einiges an mir stört (Kleidung, z.B. Turnschuhe und Socken, Hemd in der Hose, Stimme in bestimmten Situationen wäre komisch, Mimik und Gestik teilweise für sie nicht ertragbar in den Situationen. usw usw. ) eben typische Deaktivierungsstrategien at its best. Sie wollte sich aber noch nicht trennen und meinte, evtl könne man was ändern , aber sie wüsste nicht was. Bin auch total ruhig geblieben, hab ihr keine Vorwürfe gemacht, weil es für mich total surreal war.
Am Donnerstag vor 11 Wochen hat sie sich dann sehr emotionslos auf einem Parkplatz von mir getrennt, mir meine Sachen gegeben und sagte noch zu mir "Wunder dich nicht, wenn das erste Hallo von mir etwas dauert. " Ich dachte mir zuerst nichts bei dem Satz, aber inzwischen hab ich viele Videos geschaut, Bücher dazu gelesen und weiß, dass sie ein vermeidender Beziehungstyp mit Bindungsangst ist und auch, dass ihr Verhalten nur von ihr geändert werden kann und ich diese "Angriffe" gegen mich nicht persönlich nehmen darf. Auch habe ich ihr in einem Satz an dem Abend gesagt, dass es ja normal wäre für einen vermeidenden Beziehungstypen, wie sie sich verhält und sie hat nicht erstaunt geguckt, sondern einfach nur traurig genickt, so als wüsste sie, wovon ich rede. Ich hab ihr vor neun Wochen noch einen Artikel per Whatsapp geschickt mit einer etwas längeren Nachricht, dass ich sie verstehen kann, aber auch, dass ich ihr anbiete, jederzeit mit mir zu reden, weil sie ja sagte, ich sei wichtig für sie und auch für die Kids, die mich sehr lieben.
Auch nach all den Wochen fällt es mir schwer, die Situation zu begreifen, zu verarbeiten und damit zu leben. Ich hoffe immer noch, dass sie den Schritt auf mich zu macht, damit wir schauen können, ob wir nicht gemeinsam einen Weg finden.
Wie ich schon sagte, es gab KEINEN Streit, kein Fehlverhalten, oder sonstiges, was eine Trennung rechtfertigen würde und sie sagte auch deutlich, dass ICH nichts falsch gemacht hätte, sondern es an ihr lag.
Wir hatten knapp 4 Monate eine super Beziehung und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es das wirklich gewesen sein soll. Dennoch halte ich die Kontaktsperre aufrecht, melde mich nicht bei ihr, um sie nicht noch weiter weg zu treiben. Vielen Dank für Eure Antworten, Hilfe im Voraus

