V
Vazinger
Gast
Zitat von gala:Aber es waren nur Momente. Momente zwischen viel Gleichgültigkeit, Ignoranz und Missachtung. Sich Mühe zu geben sollte in einer Beziehung die Regel sein und nicht die Ausnahme.
Und vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du nichts hättest daran ändern können. Egal wie viele Chancen du ihm gegeben hättest und egal wie viel du kommuniziert hättest. Der Mann ist Mitte 30 und mit Kommunikation und Chancen bekommst du so jemanden (langfristig) keinen Zentimeter aus seinem gewohnten Verhalten raus.
Dass die Trennung für ihn so überraschen war, liegt wohl viel daran, dass er in seiner eigenen Welt lebt. Für ihn war alles gut und super. Er hat ja alles für dich getan. Da ist es natürlich ein ziemlicher Fall für ihn. Seine verquere Sicht auf eine funktionierende Beziehung und "alles füreinander tun" ist aber sein Problem und nicht deines.
Du bist kein schlechter Mensch nur weil du für dich erkennst, dass das nicht deine Zukunft sein soll. Sowas passiert und ist vor allem mit Anfang 20 einfach der Gang des Lebens. Woher sollst du wissen was du für einen Partner willst, wenn du noch keine Erfahrung damit hast?
Hab Ansprüche, hab Grenzen und leg die Messlatte für einen Partner. Das ist erlaubt und auch gut so, weil du mit jemandem zusammen sein solltest, der dich glücklich macht und deine Vorstellung einer funktionierenden Partnerschaft teilt.
Sehr wahr... Danke für die ehrlichen Worte! Du hast mit allem völlig recht.
Mein Expartner war in dieser Hinsicht eigentlich immer sehr ehrlich zu mir... Sätze wie "es tut mir leid, ich werde mich ändern. Ich bemühe mich" gab es von ihm nie. Stattdessen sagte er mir eigentlich eh immer klipp und klar wie es war:" Wenn es dir nicht passt musst du gehen. Mich kannst du nicht verändern". Trotzdem bin ich (zu) lange bei ihm geblieben denn ich dachte mir immer, ich müsse ihn retten. Dass er nicht gerettet werden wollte war mir zwar immer bewusst, aber ziemlich egal. Ich war halt in meiner eigenen Gedankenwelt. Aber da kann ich ihm wirklich keinen Vorwurf machen. Umso mehr wundert es mich jedoch trotzdem, dass er dann so überrascht war über meine Entscheidung, nachdem von ihm immer kam "Trenn dich wenn dir nicht reicht was du bekommst". Naja. Momentan geht es mir aber wirklich gut. Natürlich vermisse ich ihn, aber ich bin stolz auf mich und über die Entscheidung und ich bereue sie wirklich nicht.
Und ich bin auch dankbar für die Zeit mit ihm, denn jetzt weiß ich, worauf ich bei meinem nächsten Partner achte. Und das einige Sachen, die ich dachte, akzeptieren zu können, wohl doch nicht so klargehen (zB. Partner der raucht, während ich Nichtraucherin bin).
Vielen Dank auf alle Fälle!
