Maggi878
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unter einem anderen Account habe ich die Geschichte hier mal geschrieben, aber ich finde das Passwort nicht mehr, so dass ich mich nicht einloggen kann. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich mich damals nannte.
Deshalb versuche ich es kurz zu umreißen. Ich bin Anfang 30. Sehr lebensfroh (eigentlich), witzig, offen und empathisch. Gleichzeitig bin ich hochsensibel und habe zusätzlich Bindungsangst. Wegen der Bindungsangst mache ich eine Therapie, was auch ganz gut klappt. Also ich brauche noch einen ganzen Weg, aber es wird besser bzw. ich kann es mittlerweile gut reflektieren. Bei mir ist es eine Angst vor Einengung, bzw. dass ich mich verbiegen müsste für Liebe und erdrückt werde, aber auch sehr ausgeprägt eine Angst vor Verletzung. Ich kann mich verlieben und bin auch in Freundschaften sehr liebevoll, aber ich habe in Bindungen, die Liebe beinhalten, Angst.
Meine Geschichte ist die, dass ich mich vor 1,5 Jahren in Jemanden verliebt habe, der vier Jahre älter ist als ich. Ebenfalls ausgeprägter Freigeist. Da tun wir uns nicht viel. Am Anfang hatten wir eine Insel der Glückseligkeit, für mich mein absoluter Traummann. Er eröffnete mir auch sehr schnell seine Gefühle. Am Anfang war er manchmal eingeschüchtert von mir, weil er meinte, ich sei so schön, dass er sich unsicher fühlen würde. Andersrum ging es mir aber genauso. Ich war auch eingeschüchtert, hatte Angst nicht genug zu sein (Ahoi Bindungsangst). Und so haben wir uns irgendwie aneinander geklammert, pures Glück und vollkommene Nähe und enge Intimität genossen, ohne uns zu kennen. Ihm fiel dieses Missverhältnis, das Hineinstürzen in unsere Geschichte irgendwann auf. Distanzierte sich, worauf ich Panik bekam. Dazu muss man noch erzählen, dass er den Wunsch an Exklusivität zwischen uns nach einer Woche äußerte. Was für mich damals komisch war, weil das für mich in Anbetracht der Intensität, klar war. Heute weiß ich, dass er zu dem Zeitpunkt eigentlich eine andere Frau traf und sich dann für mich entscheiden wollte. Er zog sich aufgrund der massiven Nähe zurück, ich bekam tierische Angst (Bindungsangst again) und sagte, dass es mir zu viel auf einmal war. Danach nahm das Drama seinen Lauf, er datete parallel wieder das andere Mädel, was ich damals noch nicht wusste, sagte zu mir, er wolle es nicht mehr exklusiv, war irgendwie auch verletzt wegen meiner Aussage, dass es mir zu schnell und zu viel auf einmal war. Wenn wir uns sahen, war es trotzdem pure Innigkeit, ein Verschmelzen und er sagte mir immer wieder, wie schön alles mit mir sei. Es folgten drei oder vier Kontaktabbrüche. Drei oder vier Neuauflagen. Er wusste irgendwann wie sehr ich ihn liebte (denn ich liebe ihn wirklich). Ich habe ihm meine Gefühle offen gelegt, von meinen Ängsten erzählt. Und mal um mal fing es von Vorne an. Wenn wir uns sahen, machte er wirklich alles für mich. Kümmerte sich sehr um mich. Wir hielten in der Öffentlichkeit Händchen. Kuschelten stundenlang. Erzählten uns sehr viel. Im Januar diesen Jahres weinte ich vor ihm und sagte ihm, dass ich das nicht mehr könne. Dass ich mit ihm zusammen sein möchte. Er wiederum hält mich für zu sensibel und sagt, er würde mir weh tun, weil er immer wieder abtauchen und sein Ding machen müsse. Er arbeitet als Künstler. Ich bin nur eben selbst sehr freiheitsliebend. Unsere Geschichte fing immer wieder von vorne an. Im Herbst/Winter letzten Jahres trafen wir uns mal platonisch, hatten platonisch Kontakt. Bis er mich wieder küsste und wir miteinander schliefen. Daraufhin sagte er mir, dass er mich einfach so attraktiv finden würde und so sehr mögen würde, aber immer noch keine Beziehung wolle.
Meine Therapeutin meint, er hat selbst ein Problem. Er sagte mir zu dieser Zeit auch, dass er dumm sei. Dass ich wirklich sehr sehr toll sei und eigentlich eine absolute Traumfrei. Aber er sich selbst nicht verstehe.
Also viel Gelaber. Viel blabla. Er hatte bei einem unserer Abschiede auch mal Tränen in den Augen. Ich weiß mittlerweile, dass er eine Beziehung sucht, nur eben nicht mit mir.
Ich versuche seit 2,5 Monaten endlich abzuschließen. Habe seine Nummer gelöscht. Mich nicht mehr gemeldet. Er kontaktierte mich am Wochenende jedoch, um noch was aufzuklären. Daraufhin sagte ich ihm, nachdem ich mich tage nicht meldete, dass ich noch traurig sei und gerade sehr aufgewühlt. Er wiederum sagte dann, wenn es für mich ok sei, könne ich mich sehr gerne dann melden, es würde ihn freuen. Woraufhin ich ihm sagte, dass es nicht geht, dass ich einfach keinen Abstand so finde und er ja selbst weiß, dass meine Gefühle mit egal wie viel Abstand unverändert bleiben.
Wieso will er jetzt zu mir Kontakt? Ich verstehe ihn nicht. Er mag mich sehr. Das weiß ich. Er sagte mir immer und immer wieder, wie hübsch er mich findet. Wir verschmelzen miteinander, wenn wir miteinander schlafen (wobei er zuletzt nicht mehr kommen konnte, was mich auch sehr verunsichert hat, trotzdem wollte er viel mit mir schlafen und sagte auch, dass er mich am liebsten auffressen würde). Was ist das nur alles. Wieso will er nun anscheinend mit mir befreundet sein. Was gibt ihm das alles. ER WILL MICH DOCH EINFACH NICHT. Und es gab so viele Dramen zwischen uns. Das kostet doch auch seine Energie.
Ich bin fertig mit der Welt. Habe ihm nun gesagt, dass wir nicht einmal mehr schreiben können, weil ich sonst nie über ihn hinweg komme.
Was denkt ihr dazu? Bitte versucht ihn nicht zu verteufeln oder böse zu sehen. Er ist tatsächlich sonst ein sehr sehr lieber Mensch. Er hat eine gute Seele.
Und wenn ich das selbst lese. Denke ich mir nur. WTF. Was für eine Story.
Liebe Grüße!

