Zitat von Waldundflur:Ja das ist so wahr allerdings habe ich schonviel für mich getan- immer im kleinen aber ich habe es immer abgebrochen; es folgte immer ein schlechtes Gefühl und wenn ich etwas für mich tue, ist es so als würde ich jeden Moment gestört werden können durch ein "Ich brauche Dich!"
Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes grundlegend gestört.
Wenn man sehr kranke Eltern hat, die einen immer brauchen, ist man so tief konditioniert, ich habe regelrecht das Gefühl, mich retfertigen zu müssen
WuF
früher hast du das gefühl gehabt, deine eltern brauchen dich, wenn du jetzt diese stimme in dir hörst, schreit dein inneres, dass es dich braucht um diese vorstellung in dir zu ändern.
du bist dir bewusst woher das kommt und du bist dir bewusst, dass das nur alte kindergedanken und -gefühle sind, diese kannst du ändern.
schuldgefühle kannst du loslassen lernen, sie sind tief in dir verankert und deshalb darfst du nicht müde werden jedesmal wenn die alten gedanken und damit auch die alten gefühle auftauchen neue, gesündere dagegen zu setzen.
weil es so tief verankert ist und im stammhirn(reptilhirn) gespeichert kommst du mit logik nicht weiter. es sind tief verwurzelte, oft kollektive ängste, die dahinter stehen. wenn wir früher von der sippe nicht akzeptiert und gemocht wurden, wurden wir ausgestossen und allein hatten wir damals keine überlebenschance, diese ur-ängste sorgen bei menschen, die sehr früh traumata erlebten immer noch für inneren stress.
du kannst mit inneren bildern, die du dir machst arbeiten, mit sprache und logik kommst du nicht viel weiter. stelle dir immer wieder vor, dass du in sicherheit bist, schaffe dir mental einen geschützten raum, schaffe dir alles erdenklich da hinein, was du brauchst um überleben zu können, wichtig ist hier nahrung, schutz, wärme in fülle.
das kann z.b.. eine geschützte höhle sein, viele sehr starke männer stehen vor dem höhleneingang und bewachen ihn und damit auch dich und andere, die sich dort aufhalten, es wird für nahrung gesorgt, gut sind zb. hühner, die dort reichlich als nahrung gefangen wurden, die federn wärmen dich sowie auch das feuer, was in der höhle ständig brannt. fühle dich da hinein, zu fühlen ist ganz wichtig weil du so langsam innerlich ein gefühl von sicherheit/urvertrauen zurückbekommst.
es ist tägliche arbeit über ca. 6 wochen, damit dein unterbewusstsein umprogrammiert werden kann.
Zitat von Waldundflur:Es fällt mir beispielsweise unglaublich schwer, mal nicht mit lieber Stimme auf andere einzugehen, sondern zu sagen "Sorry, ich habe gerade keine Zeit, keine Lust..." Dann droht die früh gelernte innere Starfe- Liebesentzug. Es ist zum K...en.
Ich habe so eine Haltung an mir, die ich selbst nicht mehr leiden kann, immer lächelnd, auch in der Uni, wenn ich spreche lächel ich meistens. Was ist das für ein Lächeln? Es sagt doch "Ich bin lieb, tut mir nichts" oder?
viele menschen tragen schutz-masken, die aber nicht wirklich helfen, sondern die ängste nur damit in sich festhalten und einmauern.
Zitat:bitte höre, was ich nicht sage!"
laß dich nicht von mir durch das gesicht täuschen, das ich dir zeige, denn ich trage tausend masken. masken, die ich fürchte abzulegen und, keine davon bin ich! so und als ob ist eine kunst, die mir zur zweiten natur wurde,
aber, bitte lasse dich dadurch nicht täuschen!
ich mache den eindruck, als sei ich fröhlich, als sei alles sonnig und glücklich in mir, innen wie außen, als sei mein name vertrauen und sicherheit, und mein spiel kühle, als sei ich ein stilles wasser, so, als ob ich niemanden bräuchte.
aber, bitte glaube mir nicht!
mein äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist nur meine maske. darunter ist nichts entsprechendes, dahinter bin ich wie ich wirklich bin: verwirrt, voller angst, einsam und allein. aber ich verberge das, ich möchte nicht, daß es irgend jemand merkt. beim bloßen gedanken daran bekomme ich panik und fürchte mich davor, mich anderen zu offenbaren. gerade deshalb erfinde ich verzweifelt masken, hinter denen ich mich schutzsuchend verbergen kann: eine lässige, kluge fassade, die mir hilft,etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden blick sichert, der mich erkennen würde - dabei wäre gerade dieser blick meine rettung, wenn er verbunden wäre mit wärme, mit gefühl, mit liebe. das ist das einzige, was mir die sicherheit geben würde, die ich mir selbst noch nicht geben kann, weil ich es nie gelernt habe, die ich aber so sehr brauche: daß ich wirklich etwas wert bin. aber das sage ich dir nicht,ich traue mich nicht, denn ich habe angst davor. ich habe angst, daß dein blick nicht von wärme und liebe begleitet sein könnte und ich fürchte, du wirst gering von mir denken und über mich lachen, und - dein lachen würde mich umbringen. ich habe angst, daß ich tief in mir selbst nichts bin, nichts wert,und daß du das sehen könntest und mich abweisen wirst. so spiele ich mein spiel, ein verzweifeltes spiel: eine sichere fassade außen und ein zitterndes kind innen. ich rede daher in gängigem ton oberflächliches geschwätz. ich erzähle dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit.
deshalb lasse dich bitte nicht täuschen von dem, was ich gewohnheitsmäßig daherrede.
bitte höre sorgfältig hin und versuche wahrzunehmen, was ich nicht sage,was ich so gerne sagen würde, was ich um des überlebens willen rede und was ich nicht sagen kann. ich verabscheue dieses oberflächliche versteckspiel, das ich da aufführe,denn es ist unecht und ich wäre so gerne echt, ehrlich und spontan - einfach ich selbst.
aber du kannst mir helfen...
du kannst deine hand ausstrecken, selbst wenn es das letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. du kannst dabei helfen, diesen leeren, toten glanz von meinen augen zunehmen, du kannst mir helfen, mich zum leben zurückzurufen. jedesmal, wenn du freundlich und sanft zu mir bist und mir mut machst, jedesmal, wenn du versuchst, mich zu verstehen weil du dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein herz flügel - sehr kleine flügel, brüchige schwingen, aber flügel! dein gespür, dein mitgefühl und dein verstehen hauchen mir leben einweil ich dir vertraue, und,ich möchte daß du das weißt. ich möchte, daß du weißt, wie wichtig du für mich bist, wie sehr du mir helfen kannst, der mensch zu werden, der ich in wahrheit bin - wenn du es nur willst. ich wünsche mir nichts sehnlicher, als das du das wolltest. du kannst mir helfen, die wand niederzureißen, hinter der ich zittere, bei dir würde ich mich so gerne trauen können, die maske abzusetzen, damit du mir wege aufzeigen kannst, wie ich mich aus meiner schattenwelt, aus meiner angst, meiner unsicherheit und dieser inneren einsamkeit befreien kann.
bitte übersehe mich nicht !
es wird nicht leicht für dich sein, denn die lang andauernde überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke mauern, und ich würde so gerne auf deine geduld vertrauen. und ich habe angst davor, daß je näher du mir kommen wirst, ich umso blinder zurückschlagen könnte. ich wehre mich aus angst gegen das, wonach ich schreie. aber, man hat mir gesagt, daß liebe stärker sei, als jeder schutzwall, und darin liegt meine hoffnung. bitte versuche mir zu helfen, diese mauern einzureißen, mit sicheren und sehr vorsichtigen händen, denn dort bin ich immer noch das kleine kind und somit sehr empfindsam.
wer ich bin, möchtest du wissen?
ich bin jemand, den du sehr gut kennst, denn ich könnte jedermann sein , den du triffst, jede frau und jeder mann, die dir begegnen!"
Tobias Brocher- die Maske -> aus dem Buch "Johannes"
sehr wahrscheinlich hat die trennung diese gefühlten alten verlassenheits- und existenz-ängste wieder in dir hochgeholt, es ist jetzt deine zeit um daran zu intensiver zu arbeiten, damit du das in dir auflösen kannst.