CarinaK
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ich (48) führe seit 2 Jahren eine turbulente Beziehung, mein Partner ist 53, wir sind beide geschieden. Wir haben uns auf einem Webportal für s.uelle Kontakte kennengelernt. Sex war und ist in unserer Beziehung DAS bestimmende Thema, wir harmonieren hier ungemein und üben aufeinander eine Anziehungskraft aus, die etwas Magisches hat. Auf das, was wir hier erleben, wollen wir beide am liebsten niemals mehr verzichten.
So groß die Einigkeit in diesem Punkt, so wenig kommen wir im "restlichen Leben" klar. Nach dem Kennenlernen habe ich mich zugleich unsterblich in diesen Mann verliebt. Wir haben beide unsere damals bestehenden Beziehungen beendet mit dem Ziel zusammenzuleben. Hat nicht geklappt, uns trennt vieles, Einstellungen, Werte, Ziele ..., eine Menge Dinge.
Jeder hat inzwischen seine eigene Wohnung und finden das auch beide besser so; wir sehen uns aber täglich. Wir haben beide dinge getan, die das Vertrauen in den jeweils anderen heftig erschüttert haben. Meinerseits war es ein Seitensprung, den ich ihm Monate später gebeichtet habe. Anschließend habe ich ebenfalls Monate darum gekämpft, ihn wieder zurückzugewinnen. Er wiederum gab (und gibt) mir vielfach Anlass, an seiner (geistigen und körperlichen) Treue zu zweifeln. Er beteuert seine Liebe zu mir, legt aber oft die Bezeihung betreffend eine Gleichgültigkeit an den Tag, die mir beinah unheimlich ist.
So wie er meinen Seitensprung nicht verwunden hat, so komme ich mit seiner Reaktion darauf bis jetzt nicht wirklich klar. Er ging auf die Avancen einer anderen Frau ein, traf sich mit ihr in einer Bar, wohl wissend, dass ich an diesem Abend dort sein und die beiden sehen würde. Ich empfinde diesen Tag immer noch als einen der schlimmsten menies Lebens. Ich ging den beiden nach und konnte verhindern, dass etwas "passiert". Und wir haben uns daraufhin (wieder einmal) einen ernsthaften Neuanfang vorgenommen.
Aber wir kommen nicht weiter, können nicht vergessen, die Vergangenheit holt uns immer wieder ein. Unser Verhältnis ist von tiefem gegenseitigen Misstrauen geprägt. Doch sind wir dann zusammen (vor allem auf körperlicher Ebene), empfinden wir es beide als das höchste Glück, fühlen uns unglaublich wohl in der Nähe des anderen, wollen niemals getrennt sein. Unsere gedanken kreisen ständigen um den anderen, ich denke, dass wir uns beide gegenseitig sehr, sehr viel bedeuten.
Aber dann ... wieder eine Kleinigkeit, ein nichtiger Anlass - und das "Spiel" beginnt von Neuem.... Misstrauen, Streit, gegenseitige Vorwürfe zu Vergangenem ... Und es mehrt sich auf Dauer der Frust, dass wir es nicht schaffen, nicht weiterkommen....
An diesem Punkt stehen wir nun. Frage ich meinen Verstand, so sagt er: Beende diese Beziehung, denn sie wird nie das bieten, was du in puncto Partnerschaft erwartest bzw. erhoffst. Mach dich frei für etwas Neues. Jedoch, frage ich mein Herz, so ist völlig ausgeschlossen, diesen Mann zu verlassen. Er bedeutet mir einfach unendlich viel. Höre ich einen halben Tag nichts, bin ich todkrank. Ich mag gar nciht daran denken, was es bedeuten würde, ohne ihn auskommen zu müssen. Es ist schlicht nicht vorstellbar
Wir müssen einen Weg finden, der uns beide wieder "atmen" lässt ... wieder Vertrauen fassen und die Zweifel vergessen lässt ... oft kommt mir vor, wir sind wie gefangen in einem endlosen Strudel ... Ich werde wahnsinnig bei der ewigen Grübelei. Bis er mir gegenüber steht und ich in diese Augen sehe. Dann ist alles gut. Bis ...
Könnt ihr mir etwas raten?
