@GustavPaul
Erst einmal tut es mir leid, dass du gerade in einer solchen Situation steckst. Mit zwei so kleinen Kindern plötzlich vor einer Trennung zu stehen und gleichzeitig irgendwie den Alltag stemmen und selbst mit allem klarkommen zu müssen, ist sicherlich alles andere als leicht.
Trotzdem tue ich mich schwer, das Ganze wirklich einzuordnen, weil mir einige wichtige Puzzleteile fehlen.
War die zweite Schwangerschaft geplant? Wie liefen die Jahre davor? War deine Frau die ganze Zeit zu Hause und hat sich um eure erste Tochter gekümmert oder ist sie zwischen den beiden Kindern wieder arbeiten gegangen? Wie hat sie die zweite Schwangerschaft erlebt, wie verliefen die Geburt und die ersten Wochen danach? Wirkte sie glücklich mit der neuen Situation oder hattest du schon damals das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt?
Auch ihr Weggang vor drei Wochen wirft bei mir Fragen auf. Kam das tatsächlich völlig aus heiterem Himmel oder hatte sich vorher vielleicht schon subtil angedeutet, dass sie unzufrieden, überfordert oder mit sich selbst nicht im Reinen war? Gab es Veränderungen in ihrem Verhalten oder Gespräche, die du damals vielleicht nicht entsprechend eingeordnet hast?
Und wie ist der Kontakt seit ihrem Weggang? Hat sie sich regelmäßig gemeldet und nach den Kindern erkundigt, hat sie die beiden besucht oder Zeit mit ihnen verbracht? Weißt du, wo sie sich momentan aufhält und wie ihre Lebenssituation dort aussieht? Gerade wenn sie die Kinder künftig regelmäßig bei sich haben möchte, finde ich das schon wichtig.
Bitte versteh meine Fragen nicht als Verhör. Ich erwarte auch nicht, dass du hier dein gesamtes Privatleben offenlegst. Mir fehlt einfach die Vorgeschichte, um nachvollziehen zu können, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist. Eine Affäre kann durchaus eine Rolle spielen, erklärt aber nicht zwangsläufig alles, was vorher passiert ist. Bisher kenne ich vor allem das Ergebnis, aber nur wenig von dem Weg dorthin.
🤷♀