Salvete Ihr Lieben,
wie ich hier lese, wurde ich schon sehr vermisst, Danke dafür.
Aber ich habe bewusst die Tage dieses Forum nicht besucht und mich heute auch erstmal auf den neusten Stand bringen müssen.
Ich hatte am Montag explizit den Chat geschlossen und nicht mehr besucht, weil ich zu diesem Zeitpunkt Gefühlsmäßig auf einem Tief war und wirklich schon gefühlt vor einer Panikattacke stand. Abends habe ich nochmal mit meiner Frau gesprochen. Habe ihr dann nochmal erklärt, das ich Ihre Herangehensweise nicht so effektiv und prickelnd finde, aber ihr in diesem Hinblick Vertrauen entgegen bringe.
Habe ihr aber auch gesagt, daß ich mich darüber informiert habe, was eine Trennung auch finanziell bedeuten würde.
Wir sind immer noch Beide der Meinung, dass dieses Szenario für uns nicht in Frage kommt und wir an unserer Beziehung arbeiten.
Natürlich habe ich mich diesen Beziehungsformen nicht verschlossen und habe darüber gelesen, fühle mich aber mit nichten so gut informiert, dass es für einen fundierten Austausch reichen würde.
Teile aber auch den hier erwähnten "Lösungskorridor", erst kam hier das Hindernis (Ehe) und dann " mann könnte ja vorschlagen...", als passende Ausweg/Legitimation (polyamorös).
Seit Dienstag etwa bin ich Gefühlsmäßig angeglichener (nicht ausgeglichenener) , da sich negative und positive Gefühle fast auf gleichem Level bewegen, wobei ab und zu es von beiden mal ein paar Spitzen gibt und dann eines wieder kurzzeitig dominiert.
Ich habe mich mehr mit dem Thema Selbstliebe beschäftigt und möchte mich wieder anders aufstellen, werde wieder eingeschlafen Hobbys reaktivieren bzw. in abgewandelter Form aufnehmen. Werde achtsamer mit meiner Familie umgehen und bin eigentlich seit diesen 4 Wochen wieder zu einem "Spaziergänger" in meiner Mittagspause geworden um endlich auch meine körplichen Defizite in Angriff zu nehmen (Bin nämlich auch kein Adonis😊)
Hier war eine Selbstreflektion sehr hilfreich, denn ich war in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen zu "Satt" und Zufrieden mit allem und es war zu "Selbstverständlich".
Ich habe meiner Frau gesagt, mein Urvertrauen ist weg, wir arbeiten jetzt mit meinem Grundvertrauen weiter und wenn das mal nicht reichen sollte, müssen wir auf das Prinzip Hoffnung bauen.
Wie schon mehrmals erwähnt, ich kann meiner Frau nicht in den Kopf schauen oder ins Herz und kann nur darauf bauen, daß Sie mir ehrlich sagt, was in ihr vorgeht, wie der Stand ist, was Sie jetzt braucht und bereit ist für uns zu tun.
Meine Frau liest übrigens sehr wohl hier noch den Verlauf, ist aber auch der schieren Größe dieser Diskussion perplex.
Daher an dieser Stelle vielen Dank dafür.
Ich habe mittlerweile das "für unsere Beziehung kämpfen" durch "an uns arbeiten und wachsen" ersetzt und bin da immer noch guter Dinge.
Ich bin mir auch sicher, das ich dies nicht mehr nur tue, weil ich Angst habe nach einer Trennung alleine zu sein und nicht damit Leben könnte, sondern weil ich es gar nicht WILL. Das mag jetzt für den ein oder anderen Haarspalterei sein, aber für einige ist das eine wichtige Erkenntnis.
Denn das ist ja auch eine Quintessenz aus Euren Aussagen, der Partner muss klar wissen, welche Konsequenzen sein weiteres Handeln haben kann.
Gebt mich nicht auf, wenn ich wieder mal 1-2 Tage hier Abstinenz an den Tag lege, aber ich bzw. wir müssen einfach jetzt an unserer Zukunft zu Zweit werkeln...
Es ist nie leicht für Beide, wenn jemand dich in deiner selbsterwarteten "Entwicklung" einbremst und es für Beide entscheidet, das es nicht der richtige Weg sein soll, Egal aus welchen Gründen ( Liebe, Angst, Weitsicht,Egoismus, mangelnde Vorstellungskraft etc.).
Ich möchte Euch nur noch mal an Eure großenHerzen legen, daß meine Frau nie eine hinterhältige, kalkulierenden, eiskalte "Verräterin" war, sie ist auch nicht die naive, leicht beeinflussbare, die sich in alles Verliebt, was bei 3 nicht auf den Bäumen ist. Sie war halt zu diesem Zeitpunkt vielleicht ein bisschen zu empfänglich für diese Dinge, ist in den Sog geraten, aber konnte noch rechtzeitig herausfinden.
Auch wenn hier manche glauben, es war bereits mehr, ich glaube Ihr, wenn sie sagt, daß der Kuss das äußerste war.
Bis dahin und bleibt lieb zueinander 😉