Zitat von rudi333:Das ist in der Tat alles schlimm - aber eigentlich müsste man doch jetzt sagen: Es ist so - aber wir haben ja uns! Dass sie keine Hilfe von außen annehmen will, macht das Ganze jetzt zu einem unüberwindbaren Akt.
Ja, das ist die Theorie. Ich muss aber sagen das ich auch Fehler gemacht habe. Als es vor 2 1/2 Monate passierte, bin ich auch in ein Loch gefallen. Ich habe deswegen den Schmerz meiner Frau nicht wahrgenommen und mich zurück gezogen. Sie ist den Weg des Verdrängens eingeschlagen, hat sich nur noch verplant und wollte Vergessen. Als ich etwas aus meinen Loch rauskam und ich nach vorne schauen wollte, haben wir auch etwas gemacht. Wir haben auch einen Urlaub geplant um Zeit für uns zu haben. Nur eins haben wir nicht gemacht, darüber geredet. Aber es wurde immer schlimmer bei ihr. Sex konnte sie nicht mehr, weil sie das mit Kinderkriegen in Verbindung brachte und Panik bekam. Ich habe das akzeptiert und respektiert. Ich habe Verständnis gezeigt, Aber wirklich darüber geredet haben wir nicht. Sie packte sich die Tage immer voller, um weniger Zeit zum Denken zu haben. Ich habe nicht eingegriffen, nicht mit ihr geredet. Weil ich ihr die Freiräume geben wollte wenn es hilft. Klar habe ich mir Sorgen gemacht und wusste das nicht alles in Ordnung ist. Aber ich habe nicht wahrgenommen wie groß der Schmerz ist. Ich dachte ich gebe ihr Zeit und es wird. Dem größten Teil der Zeit habe ich auch noch Liebe von ihr gemerkt, wir haben gekuschelt und waren uns noch nah. Erst die letzten 1-2 Wochen merkte ich eine Veränderung, es wurde wieder schlimmer. Die Nähe, die Liebe wurde weniger. Weswegen ich mich reflektierte und zu dem Entschluss kam das wir reden müssen. Letzten Dienstag sprachen wir, Sie sagte mir Sie kann mir momentan nicht nah sein, sie empfindet zur Zeit nichts. Auch mir gegenüber nicht. Sie braucht Abstand. Ich wollte eine Therapie für uns beide, Da ging Sie nicht drauf ein. Ich habe ihr gesagt ich gebe Ihr den Abstand, sie soll kommen wenn sie mag und soll sich die Zeit nehmen diese braucht. Ich werde Ihr die Freiräume geben. Das merkwürdige ist, sie kuschelte sich danach an mir an. Ich sagte sie muss es nicht, wenn sie nicht will, aber sie wollte. Am Mittwoch sprach ich sie nochmal an. Wir wollten im Januar in den Urlaub, ich fragte ob sie den überhaupt machen möchte, ich würde es verstehen das sie zur Zeit kein Urlaub will wo wir Zeit für uns nehmen, den wollte sie. Am Freitag wollten wir ein Ausflug machen. Ich meinte das wir den nicht machen müssen. Damit sie mehr Freiraum für sich hat. Auch den wollte sie machen. Mittwoch Abend suchte sie dann nach Wohnungen, Donnerstag ging sie zu Besichtigungen, bekam eine Wohnung und machte Schluss. Ich glaube an eine Kurzschlusssituation. Ich glaube ich erinnerte sie auch zu sehr daran was war, weswegen sie sich distanzierte, weswegen sie auch Gefühlsmäßig dicht machte. Deswegen der Abstand, um weiter die Erinnerungen fern zuhalten.
Eigentlich sollte es so sein das man dann sagt wir haben ja uns. Aber am Ende war ich für sie zu sehr mit Schmerz verbunden. Ich glaube deswegen will sie auch keine Therapie. Das würde das ganze Präsent machen. Leider sehe ich das alles erst jetzt.