Zitat von Caecilia: Vor wenigen Stunden habe ich etwas gelesen, was er geschrieben hat - sinngemäß: "Das alte Leben war ein Fehler und das neue ist jetzt richtig. Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat, muss man ausmerzen." Ich weiß, warum er das für sich und andere immer wieder bekräftigen muss - trotzdem tut das unglaublich weh, immer noch.
Ätzend finde ich, dass er sich dabei noch als toller Hecht stilisiert: "Es braucht Mut, das Alte aufzugeben und etwas Neues anzufangen." und solche Gemeinplätze.
Über solch dämliche Äußerungen sollte man sich nicht ärgern, denn sie zeigen ja nur, wie er mit der neuen Beziehung umgeht.
Schade für ihn, wenn das alte Leben, also die Ehe mit Dir, ein Fehler war. Denn es hängen ja Jahre dran und die waren alle schlecht? Aha, sehr glaubhaft, vor allem weil es erst Nextie brauchte, dass er sich daraus löst. Ich würde sagen, Vorteilsnahme aus dem Bilderbuch, denn er nahm die Benefits der Ehe und des gemeinsamen Lebens ja gerne mit weil es bequem war und Du ja doch nicht "sooo schlimm" warst. Aber klar, jetzt hinterher wird alles abgewertet, was vergangen ist.
Fehler, die man gemacht hat (welche denn und wo hat er denn dazu gelernt?), muss man ausmerzen. Der wird sich noch wundern, denn auch Fehler, also Fehlentwscheidungen gehören zum Leben. Aber er merzt diese jetzt aus, indem er geht. Ja, ein Held des Lebens, fürwahr! Super Erkenntnisse über sich selbst, die keinen überzeugen, aber er meint halt, das wirkt bei anderen: Möönsch, schau Dir mal Bernd an. Der hat jetzt ein neues Leben begonnen und das alte hinter sich gelassen. Mann, der ist wirklich mutig und tatkräftig! Derjenige, der diesen Nonsens schreibt, sonnt sich schon beim Schreiben in dem Glanz, wenn andere das lesen und dann ihr selbstverständlich anerkennendes und lobendes Urteil fällen.
Ich würde sagen. er hat es halt nötig sich zu brüsten, weil in ihm ein keiner, zu kurz gekommener Bub steckt, der Anerkennung in der Außenwelt sucht um sich besser zu fühlen. Und dann stilisiert er sich noch als Held.
Ganz ehrlich, das ist alles so billig und er muss das jetzt offenbar alles rausposaunen, weil er um Anerkennung bemüht ist, um sein Ego zu pushen. Ein kleiner, unfreifer Bub, nicht mehr, der sich für seinen "Mut" rechtfertigt.
Was er dabei übersieht: er kann seine "Fehler" nicht ausmerzen, denn sie sind Teil seiner Biografie. Man kann sie nicht rückwärts beheben, denn sie bleiben. Aber er hat ja dazu gelernt, wie großartig für ihn.
Und egal, wo immer er hin geht, mit wem auch immer er lebt, er hat immer sich selbst mit seinem Unvermögen und seinen Baustellen dabei, denn er kommt sich und seinen Problemen nicht aus.
Die Probleme sind jetzt erst Mal sozusagen übermalt, ausgeblendet und er rechtfertigt sich für sein Tun,. dass es nur so kracht. Wer hat es denn nötig, solche Äußerungen von sich zu geben? Menschen, die es nötig haben, die ihre Rechtfertigung vor sich selbst brauchen und die hoffen, damit ihr kleines Selbstwertgefühl aufzufüllen.
Ist ja schon peinlich, was er da abzieht und er merkt es nicht mal. IQ ist wohl etwas niedrig geraten. Für Andere sieht das nach billiger Rechtfertigung aus. Ich hatte Recht, dass ich diesen Schritt getan habe, jetzt zollt ihr mir alle Anerkennung und lobt mich, oder? Oh, ja, bitte, genau das bauche ich. Zuspruch, Anerkennung, Bewunderung für meinen Mut, das alte und fehlerhafte "auszumerzen".
Oh je, das tut einem ja schon beim Lesen weh wie er sich alles zurecht biegt und dabei viel von sich preisgibt.
Geh drüber hinweg, es ist allzu offensichtlich was er da treibt. Wenn Du Dir so anschaust, dann kannst Du Dir getrost sagen, dass es gut ist, dass diese Nullnummer gegangen ist, denn wer soll sich mit dem kleinen Buben auch abgeben?. Erst warst Du es und hast "versagt" (in seiner Welt) und jetzt darf sich Nextie mit ihm befassen und wird irgendwann auch versagen, weil er die Problemlösung seiner Defizite in der Außenwelt sieht. Andere sollen das für ihn lösen und ihm ein gutes Selbstgefühl geben. Aber er wird noch merken, dass er das nicht delegieren kann, was bei ihm im Argen liegt.
Das kann aber über Jahre gehen bis er das merkt und ob er jemals bereit ist sich das einzugestehen, ist fraglich, weil er dann keinen Halt mehr bei sich findet.
Ich würde ihm einen Therapeuten wie meinem wünschen, der mit ihm über ihn selbst redet und nicht über "'Altlasten" und "Fehler" und untaugliche Partnerinnen, die man austauschen muss, wenn man sich traut. So wie er, der großartige Kerl.
Er hat was von einem kleinen, zu kurz gekommenen Buben an sich, der förmlich nach Anerkennung schreit und sie aufsaugt wie ein Schwamm., damit er sich zumindest zeitweise wieder besser fühlt.
Nett und "niedlich" wie er das ausbreitet. Ich habe mal im Deutschunterricht einen Roman von Eva Zeller gelesen. Den Titel habe ich vergessen, den größten Teil des Inhalts auch. Aber etwas blieb hängen. Die Protagonistin im Roman war immer wieder damit beschäftigt, sich alles schön zu reden, die Außenwelt, insbesondere die Mutter schlecht zu machen nach dem Motto: die anderen sind Schuld.
Damals lernte ich, dass Menschen, die ihre Themen wiederholt ausbreiten müssen, keinesfalls weg davon sind. Sie können zwar den Kontakt z.B. den Eltern abbrechen, aber halten sich dennoch auf dem Kriegsschauplatz auf, weil sie eben nicht damit abgeschlossen haben. Das ständige und wiederholte Aufwärmen von Äußerungen sind ein deutliches Indiz, dass nichts im Inneren geklärt ist. Denn das Innere drängt nach außen.Es bringt zwar keine Problemlösung, aber das ist das einzige, was den Menschen möglich ist. Ich kann ja nichts dafür, aber meine Mutter, mein Vater, meine Ex., mein vorheriger Chef ....
Armer Kerl, aber mehr bringt er halt nicht zusammen. Ich schätze Dich als zu klug für ihn ein. Er braucht ein kleines, dummes Mädchen, das ihn jetzt pusht, ehe ihre Illusion vom Helden zusammen bricht.