Zitat von feuerteufel:Deine Thesen in Ehren aber im wahren leben kommen eben Gefühle dazu. Dann kannst du vielleicht recht haben es gegeneinander aufzuwiegen aber die wenigsten die ihren Partner lieben , wie auch der te , werden mit der freien Sexualität zur Erhaltung des lebensgerüstes leben können.
Mein
hirnrissiges, blödsinniges Geschwafel wurde befördert?
Ja, die Gefühle, ich verstehe was du meinst, bin ja selber ein sehr gefühlvoller Mensch. Epiktet, ein griechischer Philosoph, erkannte, dass es nicht die Dinge selbst seien, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinung über diese Dinge. Der Mann hatte mehr Recht damit, als mir lieb ist.
Ich stimme dir zu, dass viele Menschen im Zweifelsfall die serielle Monogamie, also den Austausch eines Partners gegen den nächsten, einer Öffnung ihrer Beziehung vorziehen - vehement widersprechen möchte ich deiner Behauptung, die Wahl dieser Lebensweise habe etwas damit zu tun, dass man den Partner liebe, denn das hieße im Umkehrschluss, die Menschen, die eine offeneres Beziehungsmodell wählen, würden ihre Partner nicht oder weniger lieben.
Zitat von fddi3:Ich weiß auch wie ich ihr noch irgendwas recht machen kann.
Nun, sie ist verliebt. Verliebte sind, ähnlich wie Pubertierende, nur bedingt zurechnungsfähig (man bedenke allein die Wirkung der erhöhten Ausschüttung von Dopamin, Neurotrophin oder Oxytocin). Dieses Gefühl kennt wohl fast jeder hier, nun kombiniere man es noch mit dem die Gier verdoppelnden Reiz des Verbotenen und dann möchte ich mal erleben wie einer von uns in diesem Zustand noch logische Entscheidungen trifft

aber ich schweife ab.
Sie ist also verliebt und entsprechend ihrem Alltag entrückt, und dann kommst du Spielverderber daher und möchtest mit ihr reden. Ihr ist klar: sobald sie ehrlich zu dir ist, muss sie, der Logik eurer Vereinbarungen folgend, sich entweder von ihrer Verliebtheit verabschieden oder riskieren, dich zu verlieren, wenn sie daran festhält. Aus dieser Perspektive lässt sich verstehen, wieso du mit deinem Bedürfnis, über eure Ehe zu sprechen, im Moment für sie unbequem, vielleicht sogar lästig bist.
Auch wenn dein Gesprächsversuch leider nicht so gelaufen ist, wie du es erhofft hast, habe ich einen kleinen Trost für dich gefunden: immerhin ist deine Frau so ehrlich zuzugeben, dass sie sich im Moment nicht darauf einlassen kann, über eure Ehe nachzudenken, und macht dir da nicht aus Pflichtgefühl etwas vor.
@all
In einigen Beiträgen hier klingt die Behauptung durch, Fddi3 zeige sinngemäß nicht genügend Eier, wenn er sich diese Situation gefallen ließe, ohne ordentlich auf den Tisch zu hauen, er zeige sich schwach usw.. Ich lese diese Einschätzung - die eigenen Konkurrenz- und Verlustängste hinter ängstlich-aggressivem Aktionismus zu verbergen, sei ein Zeichen von Stärke - mit zunehmendem Erstaunen und würde mich freuen, sie näher erläutert zu bekommen.
Ist es nicht viel eher ein Zeichen von "Eiern", wenn man sich bei der Konfrontation mit einem Konkurrenten auf seine Stärken als geliebter Mensch und Partner verlässt und sich auf die Freiwilligkeit der gemeinsamen Verbindung besinnt?
Jemand, der gehen will, wird gehen, und wenn man sich auf den Kopf stellt - da kann man im Grunde nichts falsch machen, denn das Ergebnis ist immer das Gleiche, egal ob man sich in Szenen verausgabt oder gar nichts tut. Hat man es aber mit jemandem zu tun, der nicht gehen will oder sich seiner Sache nicht sicher ist, wird das eigene Verhalten ganz schnell zum Zünglein an der Waage. Jeder, der sich von Trennung bedroht fühlt, muss seine ganz eigene, individuelle Antwort finden auf die Frage, welche Vorgehensweise ihm geeigneter erscheint, den Partner nicht noch weiter von sich weg zu treiben: eine Konfrontation plus Ultimatum? Das Eingeständnis der eigenen Angst um Beziehung und Zuhause und die Bitte nach einer gemeinsamen Lösung? Stilles Abwarten? Demonstrativer Rückzug? ...?
Es gibt nun mal leider keine einfachen, allgemeingültigen Lösungen für komplexe, individuelle Probleme.