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Frau nach21 Jahren räumliche Trennung zum klar werden

H

Hacki66
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Hallo,
nachdem ich nun 21 Jahre mit meiner Frau verbracht habe kriselte es in den letzten Jahren immer mehr.
Sie hat in den Jahren einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen (Vater Mutter Schwester früh gestorben)
Trotzdem haben wir immer gemeinsam diese Tragödien verarbeitet und uns immer Halt gegeben.
Leider ist seit dem Tod der Mutter vor gut drei Jahren Ihre Psychische Verfassung immer dunkler und zunehmend frustierter geworden.
Ich muss dazu sagen, dass ich zu der Zeit auf eigenen Wunsch meine berufliche Tätigkeit beendete da ich einfach nicht mehr wollte und ich dachte dann kann ich meine Frau auch gut unterstützen im Haushalt, Kochen , einkaufen etc.
Leider hat sie auch zunehmend Alk. getrunken und wurde dann auch verbal immer aggresiver.
Vor zwei Jahren ist sie in einem Streit das erste Mal zu einer Bekannten gegangen.
Nach wenigen Tagen wieder Kontakt und Annäherung.
Wir sind dann zu einer sehr netten Paartherapeutin gegangen um nach Lösungen zu suchen.
Bei dem dritten oder vierten Besuch sagte die Therapeutin das sie ernste psychische Probleme hätte und ich als ihr Mann nicht mehr wüsste wie ich mich verhalten soll.
Daraufhin war die Therapeutin bei ihr durch und wir sind dann nicht mehr hingegangen.
Ihr Wesen wurde imm er düsterer und es kam häufig der Satz : Ich muss mir jetzt erst mal ein Cola Weinbrand einschenken zum runterkommen.
Nach einigen Abstürzen im Bezug auf Alk. welche immer aggresiver wurden kam der zweite Auszug, die zweite räumliche Trennung.
Diesmal wieder nach einigen Tagen erster Kontakt per App, telefonieren, Besuch bei Ihr.
Das lief so knapp zwei Monate und dann wieder zurück.
Diesmal Psychologe, Psychater, Onlineberatung.
Aber alles war aus ihrer Sicht Humbug und wurde nach kurzer Zeit abgebrochen.
Auch diesmal wieder Alk. mit Aggresivität, weinen bis kurz vor dem Zusammenbruch in Verbindung mit alter Musik der Familie.
So ging das bis zum 17.10. weiter ,immer mal Streit , Alk. bis zum Zusammenbruch, dann den nächsten Tag Entschuldigung.
Am 17.10 standen wir auf und tranken Kaffee, sie machte dann den Haushalt und meinte dann sie hätte Hunger , woraufhin ich wie bei uns üblich Frühstück zubereitete.
Wir räumten ab und gingen in unseren Wintergarten und rauchten eine.
Nach 2 Minuten senkte sie ihren Blick und sagte : Ich kann das alles hier nicht mehr, ich nehme mir eine Wohnung und gehe jetzt erst einmal zu einer Freundin.
Sie sagte mir dann auch, das sie schon eine Wohnung in Aussicht hätte und diese nehmen würde.
Sie bräuchte das um den Kopf frei zu bekommen und wir trotzdem noch eine Zukunft hätten.
Außerdem möchte sie das ich mich erst einmal nicht melde und ihr Zeit geben soll.
Über Dritte habe ich erfahren das es bei der Freundin seitdem auch schon echten Stress gegeben haben soll weil sie trinkt und dann bis kurz vor dem Zusammenbruch gestanden hat.
Ich habe mich an ihren Wunsch gehalten und mich nicht gemeldet was für mich die Hölle ist.
Gestern 25.10. meldete sie sich telefonisch das sie morgen vorbeikommen möchte um noch ein paar Anziehsachen holen möchte.
Sie fragte wie es mir geht , war sehr emotionell in ihrer Sprache.
Ich antwortete das es mir logischerweise nicht gut geht und ich im Augenblick nicht weiß wo wir stehen.
Sie sagte daraufhin das sie weiterhin mit mir zusammenbleiben möchte und hofft durch diesen Schritt die "Knoten" aus ihrem Kopf zu bekommen.
Nun muss ich zugeben, das ich vor dem Aufeinandertreffen morgen schon echte Angst habe.
Ich weiß da ich ein rationeller Mensch bin das es so nicht weitergehen kann.
Aber ich gebe auch zu, dass ich die Frau immer noch liebe und sie möglichst nicht verlieren möchte.
Auch der fehlende Kontakt macht mir richtig zu schaffen.
LG

• x 1 #1


A


Frau nach21 Jahren räumliche Trennung zum klar werden

x 3


FoolishHeart
@Hacki66

So wie du es beschreibst, hast du sie schon verloren - an den Alk.... Wenn das so ist, dann steht vor allem Anderen eine Therapie, wenn es denn eine Chance geben soll, dass ihr eure Ehe weiterführen könnt.

Es mag brutal klingen - und sein - aber schütze zunächst einmal dich selbst. Ko-Abhängigkeit ist oft die Folge, wenn der Partner in eine Substanzabhängigkeit geraten ist...

• x 1 #2


H
Das ist richtig und verstehe ich auch.
Mache mir wahrscheinlich zuviele Vorwürfe was ich noch hätte machen können.
Hoffe halt nachwievor das bei ihr die Einsicht kommt das sie sich wirklich! helfen lässt.

• x 1 #3


Blindfisch
Zitat von Hacki66:
Nach 2 Minuten senkte sie ihren Blick und sagte : Ich kann das alles hier nicht mehr, ich nehme mir eine Wohnung und gehe jetzt erst einmal zu einer Freundin.
Sie sagte mir dann auch, das sie schon eine Wohnung in Aussicht hätte und diese nehmen würde.

Das tut mir leid für dich. Das sie bereits eine Wohnung in Aussicht hat, heißt das sie es bereits länger geplant hat. Schieb mal deine Gefühle beiseite (nicht einfach, ich weiß) und lass sie ziehen.
Zitat von Hacki66:
Außerdem möchte sie das ich mich erst einmal nicht melde und ihr Zeit geben soll.

Auch diesen Wunsch solltest du ihr erfüllen.
Zitat von Hacki66:
Sie bräuchte das um den Kopf frei zu bekommen und wir trotzdem noch eine Zukunft hätten.

Der Kopf, ihr Kopf muss wieder frei werden. Das ist das was sie offen sagt. Mit der räumlichen Trennung sagt sie dir indirekt, das du in ihren Augen nicht teil ihrer Lösung bist. Da hilft es auch nicht, das irgendwelche Therapeuten ihr ins Gewissen reden. Ihre Gefühle sind ihre Welt, und ihre Welt ist die Wahrheit. So sieht es aus für dich. Der Alk. ist dann noch die Krönung. Auch wenn es schaize weh tut, sie ist durch. Und du kannst nichts für sie tun. Es muss von ihr kommen und der Weg den sie einschlagen möchte, sieht deine Anwesenheit nicht mehr vor. Das ist die na. ck.te Realität. Jetzt bist du dran: was möchtest du jetzt machen und was kannst du realistisch machen? Du möchtest sie zurück aber realistisch gesehen ist sie schon weg. Es wird Zeit für dich, Zeit für ein Leben ohne sie. Zeit für ein gailes neues und aufregendes Leben. Wenn du es möchtest. LG

• x 4 #4


Arnika
Wie lang geht denn das mit dem Alk? Also reden wir hier von ein paar Wochen, Monaten oder mehreren Jahren?

• #5


Gorch_Fock
Moin, Deine Partnerin braucht einen stationären Aufenthalt in einer Entziehungsklinik. Du kannst gegen den Alk. gar nichts gewinnen. Du bist Co. abhängig, da Du ihre Strukturen stützt. Such Dir bitte prof. Hilfe bei einer Suchtberatungsstelle oder Telefonseelsorge, Tel 08001110111

• x 1 #6


H
@Arnika
Sie hat schon immer gerne mal was getrunken, wurde dabei aber immer lustig.
Erst in den letzten jahren war es zum "runterkommen" was aber dann auch in Regelmäßigkeit so ca. drei Wochen in Aggression und tiefer Verzweiflung endete mit einem Absturz

• #7


B
Lieber @Hacki66, so schlimm das ist, deine Frau hat psychische Probleme, ob das Depressionen sind, Burnout, gepaart mit Suchterkrankung, das kann niemand hier beurteilen. Egal, was es ist, auch du kannst deine Frau nicht retten. Solange die Einsicht nicht da ist, ihre Themen anzugehen, sind Außenstehende Zuschauer ihrer Zusammenbrüche und ihres psychischen und möglicherweise auch physischen Abstiegs. Du kannst nichts tun, solange sie keine Hilfe annimmt. Und selbst wenn, könntest du sie nur unterstützen, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Vielleicht magst du dir deine Zeit jetzt nehmen, zu schauen, was die letzten Jahre mit dir gemacht haben, die Aggressionen, die Alk.. Das ist das, was du gerade wirklich tun kannst. Für dich. Es ist, auch wenn es sich gerade für dich nicht so anfühlt, ein Segen, dass deine Frau sich eine andere Bleibe gesucht hat. Du ihr nicht weiter zuschauen kannst, wie sich selbst kaputt macht. Und dich mit nach unten reißt. Bestenfalls begibt sie sich ebenfalls auf den Weg, ihr Innerstes zu erforschen und ihre Themen mit professioneller Hilfe in den Griff zu bekommen. Bis dahin, lass ihr den Raum und such dir selbst jede Unterstützung, die du bekommen kannst.

• x 2 #8


Blindfisch
Zitat von Hacki66:
Erst in den letzten jahren war es zum "runterkommen" was aber dann auch in Regelmäßigkeit so ca. drei Wochen in Aggression und tiefer Verzweiflung endete mit einem Absturz

Das klingt für mich nach Depression. Alk. und Depressionen sind ganz dicke Freunde. Ohne eingenen Willen wird es nicht gehen. Die Trennung könnte da helfen. Wenn sie einen Punkt erreicht, an den sie nicht mehr weiter weiß und ihren Hintern endlich hoch bekommt. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen. Eine sehr schlimme Richtung. Egal wie, du kannst nur noch auf dich schauen und versuchen, dein Leben neu zu gestalten und sie ziehen lassen.

• x 3 #9


E
Ich finde nicht, dass es 100% die Entscheidung deiner Frau sein sollte, ob ihr zusammen bleibt oder nicht. Ich würde von ihr erwarten, dass sie sich bewusst wird, dass sie ein Alk. hat und dieses angeht. Das wäre meine Bedingung für die Fortführung unserer Beziehung. Habt ihr Kinder?

• #10


Arnika
Hmmm. Zum Runterkommen trinkt man vielleicht 2 B ier, aber nicht Cola Weinbrand bis zum Absturz. Und schon gar nicht so lange. Sowieso ein widerliches Gesöff. Da wir gerade hier so einen Fall mit 2,6 Promille mittags hatten, Cola trinken dann offenbar viele mit Schnap., damit mans in der Öffentlichkeit in der Flasche nicht sieht. Also schon wirklich bedenklich. Ist die Frage, ob sie sich damit selbst „therapieren“ will wie so viele. Dann müsste man dem Ursprung auf den Grund gehen. Da hatte die Therapeutin vermutlich recht.

Oder du akzeptierst es, wie sie ist - dann wärst du vielleicht auch erste Wahl. Außer, sie hat geeignetere Saufkumpane in der Liga gefunden, was ja leider auch oft der Fall ist.

Schwierig. Wenns nur eine kürzere Phase wäre, wärs was anderes. Aber ich befürchte, sie steckt da schon ziemlich weit drin. Möglich aber, dass das Zerwürfnis mit der Freundin doch etwas Einsicht bewirkt.

Echt nicht leicht, dir da was zu raten, außer, mal abwarten..

• #11


H
@Brightness2
vielen Dank für die ehrlichen Worte,
ich habe Angst das sie erst werweißwie abstürzen muss um endlich zu begreifen das sie Hilfe braucht.
Mag mir nicht vorstellen wenn sie mich mal anrufen würde abends Nachts in einem Zustand der Verzweiflung.
Gebe gerne zu das ich im Augenblick auch nicht rationell denken kann

• #12


H
@Arnika
Bei ihr ist alles schlecht und wenn sie dann aufgebracht von der Arbeit kommt ist es ihre vermeintliche Lösung.
Seit die Situation so ist trinke ich so gut wie nie.
Dazu mit allen Stress, Arbeit Tochter Schwiegersohn und natürlich mich

• #13


Arnika
@Hacki66 Der Sch… ist halt, wenn man vorher keine Depression hatte, trinkt man sich damit in eine rein. Weil mit jedem Rausch die körpereigenen Glückgefühle zur Gänze ausgeschüttet werden, und dann dauert es bei einem Absturz ca 2 Wochen, bis das „Gefäß“ wieder voll wäre. Kennt man ja auch im Kleinen, am Tag nach einer heftigeren Party sind die meisten eher niedergeschlagen, hierzulande sagt man dazu Restfetten-Depri.

Also macht mans dadurch a la longue immer schlimmer, vor allem natürlich, wenn man zu Schnap. in rauen Mengen greift. Wenn sie wenigstens auf B. oder Spritzwein umsteigen würde, wär schon viel gewonnen. Weil das kann man in der Promille-Menge gar nicht saufen.

Aber ich befürchte, jetzt zumindest wird sie das nicht lassen. Vielleicht ist eine eigene Wohnung da wirklich nicht verkehrt, um mal runterzukommen - und zu sich zu kommen. Vielleicht glaubt sie, mit dir nicht darüber reden zu können oder will es schlicht nicht - und drückt so eben den Lebens-Schmerz weg, um (scheinbar) zu funktionieren. Oder versucht es zumindest. Also vielleicht wäre da ein eigenes kleines Leo wirklich heilsam.

• x 1 #14


A


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