ada
Mitglied
- Beiträge:
- 6
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 7
- Mitglied seit:
Gerne würde ich euch auch mal meine aktuelle Geschichte erzählen und bin auf eure Meinungen gespannt:
Ich bin mit meiner Frau seit 12 Jahren zusammen, und seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Töchter, 5 + 2 Jahre alt.
Vor zwei Jahren haben wir uns zusammen ein Haus gekauft.
Ich bin 32 Jahre, meine Frau 30 Jahre jung.
Alles begann Mitte August 21 wo Sie mir gesagt hat, dass sie irgendwie nicht mehr glücklich ist und ihr irgendetwas fehle in unserer Beziehung.
Ihr fehle aktuell irgendwie die romantische Nähe zu mir und Sie sei sich nicht mehr sicher was sie genau im Leben wolle und was für Ziele sie hat. Daraufhin habe ich ihr gesagt:
Du wolltest doch immer früh Mutter sein und ein Haus und hast dich eigentlich nie beklagt. Sie sagte, ja das war früher so jetzt sehe sie das irgendwie anders.
Sie war wirklich durch den Wind und hat auch unterschiedliche Coachings besucht um sich bewusst zu machen was sie genau will im Leben.
Ich bin natürlich aus allen Wolken gefallen und hatte nicht wirklich damit gerechnet. Ich wusste dass in den letzten zwei Jahren unsere Beziehung nicht wirklich von vielen schönen Dingen
begleitet war. Unsere kleine Tochter war ein Schreinkind, und wir hatten wirklich harte Nächte. Dann kam noch Corona und ich war (fast) nur zuhause. Mir ging es wirklich lange Zeit nicht gut und ich
war echt nicht mehr mich selber und hatte sehr viel schlechte Launen und so. Sie war auch vielfach am Limit und unsere Beziehung blieb wirklich auf der Strecke.
Für uns war aber sofort klar dass wir eine Paarberatung machen möchten da wir beide diese Beziehung nicht einfach so beenden möchten und eigentlich daran arbeiten wollen.
Die erste Sitzung war auch sehr gut, es kamen einige Themen ans Licht wo sie mir so noch nie gesagt hatte:
- Sie fühlte sich im Schatten von mir (ich habe Ausbildungen gemacht, hatte ein erfülltes Hobby), und sie sagte sie sei irgenwie stehengeblieben.
- Teilweise fehlte die Unterstützung von mir. Sie wollte sich auch mal beruflich verändern und ein Startup aufbauen. Da habe ich sie nicht wirklich bestärkt, da wir inmitten der Corona Zeit waren
und aus meiner Sicht genug zu tun hatten mit unserem Baby
-> Wir haben daraufhin mit unserem Paartherapeuten eine räumliche Trennung von 5 Wochen vereinbart. Wir durften in dieser Zeit nur logistisch betreffend unseren Kindern kommunizieren und nicht
über unsere Gefühle sprechen. Dies solle uns beiden helfen etwas Abstand zu gewinnen. Ich zog zu meinen Eltern wo ich bis heute noch wohne.
Dieser Schritt hat mir ehrlich gesagt gut getan, da ich mich zuhause nicht mehr so wohl gefühlt hatte. Irgendwie war es komisch unsere Stimmung zwischen uns.
Sie hat es auch vorgeschlagen und bedankte sich auch dass ich dem zustimme und bereit wäre das durchzuziehen.
Zweite Paartherapie:
War auch wieder sehr gut, mittlerweile bin ich sogar soweit und verstehe ihre Punkte und kann mich in sie hineinversetzen.
Sie hatte mich in diesen 5 Wochen zu keiner Zeit vermisst und wollte auch nicht dass ich in das Haus zurückkomme.
-> Wir haben daraufhin mit unserem Paartherapeuten abgemacht dass wir uns wieder ganz normal untereinander austauschen und freundschaftlich kommunizieren (was hast du heute gemacht? Wir war
dein Tag auf der Arbeit, usw.) Ebenfalls mussten wir einen klaren Betreuungsplan aufstellen wer wann für die Kinder zuständig ist und wer was im Haushalt erledigt.
Unser Paartherapeut wollte das schriftlich von uns
Das Freundschaftsding hält sich bis jetzt. Wir sprechen sehr viel zusammen und können auch teilweise wieder lachen. Ja, wir haben auch Spass mit den Kindern.
in zwei Wochen haben wir dann den dritten Termin und wir besprechen die nächsten Schritte.
Für mich ist das Freundschaftsding nicht immer einfach, da ich natürlich nicht die gleichen Gefühle habe wie sie. Ich will diese Frau nicht verlieren.
Ich habe in dieser Zeit schon sehr viel über meine Persönlichkeit gelernt und bin auch viel entspannter mit dem Umgang der Kinder geworden.
Meine Frau will sich beruflich verändern, ein anderes Umfeld. Da unterstütze ich sie auch und habe ihr heute beim Bewerbungsschreiben geholfen.
Sie war jetzt zwei Tage krank, wo ich natürlich auf die Kinder aufgepasst habe und für sie da war. Sie konnte das fast nicht annehmen da sie anscheinend Schuldgefühle hat.
Ich lasse sie doch aber nicht einfach so alleine mit zwei Kindern wenn sie krank ist. Das bin nicht ich und werde ich auch nie machen.
Was denkt ihr über diese Situation?
Wie könnte das ganze hier weitergehen?
Danke schon jetzt für eure Meinungen / Hinweise und Gedankenanstösse.
Es hat mir gut getan diese Zeilen zu schreiben