Denk mal nach!
Gast
Ja, ich möchte euch etwas erzählen und ich würde mir wünschen, das ihr bevor ihr gleich in die Tasten haut mal ganz kurz drüber nachdenkt.
Ich bin Borderlinerin. Warum bin ich das? Als ich auf die Welt kam wurde ich nicht von liebevollen Eltern in Empfang genommen. Mein Vater war ein Säufer. Wann immer ihm danach war schlug er zu. Nicht nur mich. Nein, er schlug auch meine Mutter. Diese aber ließ all das zu. Anstatt mich zu schützen suchte sie den Fehler bei mir. Ich sei schließlich der Grund warum mein Vater trank.
Mit diesen Worten bin ich aufgewachsen. Als ich 11 Jahre wurde, entdeckte mein Vater meine Weiblichkeit. Von da an schlief er fast jeden zweiten Tag bei mir. Details möchte ich nicht nennen. Aber es war die Hölle für mich.
Das veränderte mich und meine Seele. In mir kreiste ein ewiges : Du darfst nicht sein! Nach etlichen Therapien bekam ich dann endlich eine Diagnose. Ihr werdet das wohl nicht verstehen können, aber meine Erkrankung bekam endlich einen Namen und ich konnte mich besser behandeln lassen.
Und dann lese ich das hier und es verletzt. Noch einmal: Ich bin Borderliner. Ich war in einer Beziehung und bekam endlich die Liebe, nach der ich mich so sehnte. Und durch dieses Glück konnte ich von meinen Schmerzen loslassen, sein wie ein normaler Mensch.
Mein Ex hat mich nach 8 Jahren Beziehung fegen meine beste Freundin eingetauscht. Nicht, weil ich Borderlinerin bin. Nein, weil sie mehr Geld hat, mehr reisen kann und ihm das wichtig ist.
Nicht jeder Borderliner ist gleich. Es gibt so schrecklich viele unterschiedliche Menschen... und das, das tut weh und wieder erklingt in mir: Du darfst nicht sein!