Zitat von Sorgild: Allerdings sollte man sich eingestehen, überhaupt diese Entscheidung getroffen zu haben. Und das nicht auf Andere, die Umstände oder was weiß ich schieben. Dann fällt es auch vielleicht einfacher, falsche Entscheidungen zu korrigieren. Wann auch immer das sein mag.
Wer das nicht tun will, bleibt eben so liegen.
Prinzipiell gebe ich dir Recht. Nur darf man auch nicht außer Acht lassen, dass die Umstände maßgeblich zu einer Entscheidung beitragen.
Beispiel:
Wenn man in Wohlstand aufwächst ist es natürlich ein leichtes Diebstahl zu vermeiden und scharf zu verurteilen.
Wäre man in existenzbedrohender Armut geboren würde man sicher anders denken und handeln (reines Beispiel bzgl. Umstände und Entscheidung).
Sich fremd zu verlieben kann jedem Menschen passieren.
Und dann
kann auch die Gelegenheit sowie ein kurzer schwacher Moment ausreichen, um sich auf einen Seitensprung einzulassen.
Ich glaube, das ist auch im Grunde jedem Menschen bewusst, man gibt nur nicht gerne zu, dass man im Leben nicht
immerzu in der Lage ist, moralisch richtig zu handeln.
Daraus resultiert jedoch nicht, dass man keine Moral hat.
Und das sage ich als jemand, der noch nie fremdgegangen ist (nicht dass das Argument kommt, man wolle sich damit nur rausreden).
Für mich ist es daher auch schwer nachzuvollziehen, dass manche aufgrund eines Fehltritts des Partners die Beziehung, ungeachtet der Umstände, ein für allemal beenden (auch wenn das natürlich jedem frei steht).