Zitat von Pixel-6602: Die Verantwortung dafür liegt komplett auf meiner Seite - geringe Libido und Angststörung.
Been there.
Von dieser Seite aus komplettes Verständnis.
Dass es sehr schwierig ist, ihn sexuell einzuschränken, wenn du nicht "liefern" kannst, das weißt du ja selber.
Zitat von Pixel-6602: Ich bin ehrlich - ich verstehe es auch komplett. Mir tut es leid, dass ich ihm nicht mehr bieten konnte und ich bin gewillt mir mehr Mühe zu geben. Allerdings habe ich Angst, dass das Vertrauen dennoch für immer weg ist.
Ok, ich denke, ich würde an deiner Stelle versuchen die Sache einmal komplett zu reframen:
Du bist, wie du bist.
Er ist, wie er ist.
Er hat Bedürfnisse, die du nicht hast, und die außerhalb einer Beziehung sehr stark moralisch aufgeladen sind.
Du hast unterschätzt, was dieser Mangel an Sex mit eurer Beziehung macht, was es mit ihm macht.
Es ist total verständlich, warum es für ihn so schwer war, hier für sich eine gute Lösung zu finden, und auch sehr schwer war, mit dir sinnvoll darüber zu reden. Er hat halt versucht, sich durchzuwurschteln, und es hat nicht funktioniert.
Mein Vorschlag für einen Reframe: Gott sei Dank ist dieses Thema jetzt offen auf dem Tisch, und ihr könnt wirklich miteinander reden, wie jeder von euch eine gute Sexualität leben kann.
Ich denke, Vertrauen wirst du ihm können, wenn er wirklich eine Art gefunden hat, sich sexuell auszuleben, und er nicht über die gemeinsam gezogenen Grenzen gehen muss, weil es für ihn wirklich nachhaltig ok ist.
Und ich denke, sich dir anvertrauen (was Vertrauen von seiner Seite aus vorraussetzt), wenn er weiß, dass das Thema ohne moralischen und emotionalen Overkill besprechbar ist.
Ich denke auch, so leid es mir tut, dass es nicht damit getan ist, P. zu "erlauben". Sexualität ist etwas zutiefst gegenseitiges, wirklich kein Wunder, dass er sich das irgendwie zumindest ein kleines Stück weit ins Leben geholt hat.