Zitat von Wurstmopped:Sehe ich genauso, auch hier, der Mann, die Männer müssen an sich arbeiten, großer Freundeskreis, die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen und eigenständig bleiben, auf Körper und Gesundheit achten, ein Ziel haben.
Hier wird wieder pauschalisiert, was das Zeug hält.
Ich habe im beruflichen Umfeld mit vielen erfolgreichen Frauen zu tun, mit denen man sich auch mal privat unterhält. Bei denen ist das Privatleben (bzw. der Freundeskreis) ähnlich eingeschränkt wie bei "Männern".
Andererseits kenne ich Männer, die einen 9 to 5 Job haben oder Lehrer sind und die jeden Tag irgendwo in einem Verein oder beim Sport unterwegs sind und sehr wohl einen großen Freundeskreis haben.
Für mich liegt die Ursache nicht an der vielbeschworenen "Überlegenheit" der Frauen in Sachen sozialer Kompetenz sondern an einer ganz anderen Ursache.
Es ist eben (trotz Emanzipation) immer noch oft so, dass Männer 60 Stunden pro Woche arbeiten, um die Familie zu ernähren und abends auch mal "fertig" sind und nicht noch Zeit haben, Freundschaften zu pflegen.
Während ihre Frauen auch wenn die Kinder älter werden und nicht mehr so viel Betreuung brauchen in ihren Teilzeitjobs bleiben und natürlich viel mehr Zeit haben, um sich mit Freundinnen zu treffen.
Einerseits ist man dann stolz auf den großen Freundeskreis, den man zeitaufwendig pflegen muss, andererseits wundert man sich dann über den Pay Gap. Auch so ein Thema.
Meine Sichtweise ist wohl darauf begründet, dass ich davon ausgehe, dass sich die Geschlechter gar nicht so sehr unterscheiden, sondern die meisten Eigenschaften eher individuell gegeben sind unabhängig vom Geschlecht. Was mich aber ärgert ist, wenn ein Geschlecht grundsätzlich als das "bessere" hingestellt wird.