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Freunde, die sich ganz der Partnerschaft verschreiben

Moonshadow0

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@AnnaLena49

Du hast völlig recht. Diese "Freunde" gibt es auch wie Sand am Meer, die man erst wieder zu Gesicht bekommt, wenn ihre Beziehung vorbei ist. Traurig so etwas. Und diese Leute erwarten dann ganz viel Verständnis.

24.03.2020 06:57 • x 3 #16


Jenß

Jenß


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Zitat von FireWoman:
aber sie sind mir eben auch viel wert


Na Du siehst doch, daß Du denen aber nichts wert bist.

Da kannste auch woanders hinziehen, das Bundesland wechseln, oder an die Küste ziehen, vor Frust dann nach Bayern anschließend und Du wirst überall.....überall das gleiche erleben.
Eingeladen wirste höchstens mal im Jahr so wenne die leibliche Schwester oder Cousine bist, wenn überhaupt.
Du mußt verwandt sein, das ist die einzig gültige Prio die die haben, um irgendeinen sinnlosen Kontakt mit Dir zu pflegen.
Bist Du nicht verwandt, erlebst Du das, was Du eben erlebst....was Milliarden Leute genauso erleben.

Am unangenehmsten ist es, wenn man Single ohne Verwandte ist. Da bleibt einem dann überhaupt mal generell nur: Partner/in suchen.

Im Internet in Foren wird immer wieder locker fröhlich anonym behauptet, man hätte ja sooooo viele Freunde etc...nix da.
Alles peinliche Lüge....deshalb tippen ja soviele Leute in Foren, weil anderer Austausch kaum möglich ist. Was nutzt einem in der Mittagspause mit Arbeitskollegen kurz zu lamentieren.
Man braucht richtige Kontakte, nach der Arbeit, an den Wochenenden, an den Feiertagen. Hat man keine/n Partner/in, ist man vollends aufgeschmissen. Das geht ab 25 schon los, da sind die alle gebunden. Wer da Single ist, hat nur seine Eltern und Geschwister zum reden und besuchen.

TV, Computer, Handy, Internet....abgeschafft: dann treffen sich Leute wieder automatisch, suchen von allein Kontakt zum Nachbarn, sind plötzlich auf den Sportplätzen wieder Massen, Jugendliche an den Tischtennisplatten wie früher, Horden von Jungen mit Fahrrädern, Mädchen in Gruppen herumlaufend und spazierend, die AGs und Turnhallen wären alle voll täglich....für Austausch wäre grandios gesorgt, das gegenseitige Besuchen von Erwachsenen in den Wohnungen des/der Bekannten für Kaffeetrinken etc...für eine sinnvolle Freizeitgestaltung (und kein WA Getippe!).

Noch besser wäre es, wenn man Hartz IV auch noch abschaffen würde: dann bräuchten sich die Leute noch mehr gegenseitig und hundertausende von Stellen, die nicht besetzt werden können, wären wieder aktuell. Die Verfettung der Leute ließe rapide nach, die Abendschulen wären gefüllter, der Drang nach Bildung käme wieder an die Oberfläche....Energie, diese klasse Energie, sie ist uns allen verloren gegangen durch diese befremdlichen Konsum-Internet-Zeiten.

Kaum zu ertragen der Anblick wenn morgens die Obst-Gemüse Abteilung in den Supermärkten (was für eine widerliche Bezeichnung) durch die Verkäuferinnen gesäubert wird: das Wegwerfen von tonnenweise Lebensmitteln, einfach in den Müll und zur Beruhigung der Massen, die träge und dumpfe Masse, dann Schilder hängen haben, dass alles angeblich zu einer Tafel käme...ja klar. Und die dumpfe Masse glaubt es und ist selbst größtenteils Hartz.
In der Ausgabe der Tafel, selten genug sowas gesehen, drängen sich zu 80% dubiose Gestalten und der Rest sind hochgradige Alk., welche normale Mensch mag da hingehen?
Und die Farce, nur zu Zeiten am Tage geöffnet, daß man nix holen könnte als Arbeitnehmer, selbst wenn man wollte, weil man dafür einen Hartz Nachweis benötigt, das ist doch wohl eine Verarsche sondersgleichen und anschließend fliegt auch dort fast alles in den Müll.

Das wird sich alles so rächen, aber was solls, ein Menschenleben ist kurz, und alles ist brutale Gewohnheit, unabhängig von Wohnort und Einkommen.

Gestern im Glockenturm das Lied: "Kein Schöner Land in dieser Zeit".....das Lied der Lagerfeuer und der Schützengräben.
Übrig blieb danach fast niemand mehr.
Jetzt, 100 Jahre nach dem Vorabend des Zweiten Weltkrieges schaffen wir uns selbst ab.

24.03.2020 08:11 • #17



Hallo FireWoman,

Freunde, die sich ganz der Partnerschaft verschreiben

x 3#3


Moonshadow0

Moonshadow0


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@Jenß

Du klingst sehr frustriert. Alle anderen darzustellen als würden sie lügen nur weil sie WAHRE Freunde haben finde ich jedoch nicht korrekt. Nur weil du selbst anscheinend keine echten Freunde hast,heißt das nicht dass andere sie nicht auch haben. Ich wünsche dir dass du irgendwann jemanden findest der zu dir hält und du kennen und schätzen lernst was richtige Freundschaft bedeutet.

24.03.2020 08:20 • x 3 #18


Emma75

Emma75


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@Jenß ich habe mir Deine Geschichte nicht durchgelesen, aber was ist passiert, dass Du so ein Menschenbild entwickelt hast? Das ist nicht gesund und macht Dich unglücklich!
Auch die 'dubiosen' Gestalten und Alks sind Menschen, die schwere Probleme und Bedürfnisse haben und viele Hartz 4ler hätten sicher auch lieber einen Job in dem sie Anerkennung bekommen und gebraucht werden - vom Lebensstandard ganz zu schweigen. Klar gibt es auch schlechte oder doofe Menschen, aber es sind alles Menschen mit Bedürfnis nach Nähe, Anerkennung und Sinnhaftigkeit im Leben.

Ich glaube, dass in der Gesellschaft tiefe Freundschaft zu niedrig angesehen ist. Schon bei Kindern wird gesagt 'wenn Du mal heiratest' und in Werbung, Film usw. geht es fast immer um Liebesbeziehungen. Dabei ist eine lebenslange Freundschaft durch dick und dünn das beste und haltbarste, was einem Menschen wiederfahren kann - meine beste Freundin stand und steht immer über einem Partner - das schmeckt dem jeweiligen Partner nicht immer und wurde mir auch oft schon vorgehalten, bewährt sich jetzt aber schon seit 33 Jahren und wird sich auch nicht mehr ändern!

24.03.2020 08:50 • x 2 #19


FireWoman

FireWoman


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Zitat von AnnaLena49:
Ich kann es auch nicht mehr mitanschauen, wie Frauen sich wie ein Chamäleon anpassen, wenn ein neuer Mann in ihr Leben kommt. Für mich ist Freundschaft nicht nur ein Wort, sondern gleichbedeutend mit Partnerschaft. Partner kommen und gehen, die meisten Freundinnen sind aber geblieben.

Zitat von Moonshadow0:
Denn ich sehe es auch so: Man hat noch ein Leben fernab des Partners. Sich nur auf diesen zu fixieren ist sehr ungesund. Er ist ein Teil vom Leben, nicht MEIN Leben.

Zitat von Emma75:
Dabei ist eine lebenslange Freundschaft durch dick und dünn das beste und haltbarste, was einem Menschen wiederfahren kann - meine beste Freundin stand und steht immer über einem Partner - das schmeckt dem jeweiligen Partner nicht immer und wurde mir auch oft schon vorgehalten, bewährt sich jetzt aber

Danke, da kann ich Euch nur zustimmen und schön zu lesen, dass auch andere diese Sicht teilen.
@Emma75 kenne ich gut, dass der Partner damit dann nicht so gut zurecht kommt. Ich persönlich würde es mir dennoch nie nehmen lassen, aber manchmal scheint der Wunsch nach dieser gemeinsamen, partnerschaftlichen Verschmelzung diese Sicht zu trüben.


Zitat von Jenß:
Na Du siehst doch, daß Du denen aber nichts wert bist.

Nein, das sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Erst kürzlich war eine Zeit, in der ich meine Freunde wirklich gebraucht habe und sie waren alle ausnahmslos für mich da - egal ob Tag oder Nacht. Daher schrieb ich im Eingangspost, dass ich dennoch sehr dankbar bin und das wissen sie auch, da ich ihnen das sage. Mir ging es hier eher um die Freizeit außerhalb von diesem "Ich bin für Dich da". Dass Du solch ein negatives Bild hast tut mir leid und lässt mich erahnen, dass Du diese Freunde nicht hast, die im Ernstfall für Dich da sind. Doch ich würde das nie verallgemeinern, dass es ja "immer und bei jedem sowieso so ist".


Zitat von Jenß:
Im Internet in Foren wird immer wieder locker fröhlich anonym behauptet, man hätte ja sooooo viele Freunde etc...nix da.
Alles peinliche Lüge....deshalb tippen ja soviele Leute in Foren, weil anderer Austausch kaum möglich ist.

Wie gesagt, das ist mir zu viel Schwarzmalerei und glaube ich auch nicht. Freunde die ich früher hatte, haben mich auch hängen lassen, wenn ich sie wirklich gebraucht hätte und da hätte ich Deine Worte vielleicht noch unterschrieben, da ich darüber sehr frustriert und verletzt war. Inzwischen durfte ich jedoch auch andere Erfahrungen machen und es ist für mich dennoch ein schöner Anker und tut gut zu wissen, dass man am Ende aufeinander zählen kann. Doch wie gesagt, ich finde es gehört auch mehr dazu und auch außerhalb des Ernstfalls darf eine Freundschaft gehegt und gepflegt werden: Auch Freunde- statt nur noch Partner- und Familienzeit.

24.03.2020 10:37 • #20


LoveForFuture

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Zitat von Emma75:
meine beste Freundin stand und steht immer über einem Partner - das schmeckt dem jeweiligen Partner nicht immer und wurde mir auch oft schon vorgehalten, bewährt sich jetzt aber schon seit 33 Jahren und wird sich auch nicht mehr ändern!


In erster Linie sollte immer der Lebenspartner an erster Stelle stehen.
Das gehört für mich zu einer Liebesbeziehung dazu.
Sollte mein Partner stets an zweiter Stelle hinter meinem besten Freund/bester Freundin stehen, würde es sich für mich nicht richtig anfühlen.
Und da verstehe ich, warum es mit einem Partner nicht klappen mag.

Freundschaften kommen hinzu oder waren schon vorhanden und ergänzen wunderbar, aber mein Partner ist mein Gegenstück und den liebe ich.

24.03.2020 10:56 • #21


LoveForFuture

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Ich verstehe auch, dass die Zeit für Freunde dann erstmal knapp ist.

Man hat sich verliebt, unter der Woche ist man lange arbeiten, da kann man sich nur am Wochenende sehen.
Die zwei Abende in der Woche sind nicht viel, die möchte man natürlich mit seinem neuen Partner verbringen.

Mit meiner Freundin habe ich immer "Termine" gefunden, die ihr gut passen und die unsere Paarzeit nicht einschränken.
Nach ein paar Monaten/Jahren ebbt die Zeit des Verschmelzens ja auch ab, als Freund/Freundin sollte man für den verpeilten Geisteszustand auch Verständnis haben und Geduld aufbringen, gerade das macht doch eine Freundschaft aus.

24.03.2020 11:08 • #22


Moonshadow0

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@LoveForFuture

Sicherlich, für die ersten Monate der Verliebtheit kann man Verständnis aufbringen. Wenn man jedoch "für Jahre verpeilt ist" und man sich nur mit dem Partner verkriecht hat das für mich auch nichts mit Freundschaft zu tun.

24.03.2020 11:12 • x 1 #23


LoveForFuture

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Zitat von Moonshadow0:
@LoveForFuture

Sicherlich, für die ersten Monate der Verliebtheit kann man Verständnis aufbringen. Wenn man jedoch "für Jahre verpeilt ist" und man sich nur mit dem Partner verkriecht hat das für mich auch nichts mit Freundschaft zu tun.

Ist mir so noch nie passiert bzw kenne ich so nicht
Nachdem ich deine Posts kurz quer gelesen habe fiel mir etwas auf:

"@Jenß

Du klingst sehr frustriert."

Du klingst verbittert

24.03.2020 11:16 • #24


Moonshadow0

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Zitat von LoveForFuture:
Ist mir so noch nie passiert bzw kenne ich so nicht
Nachdem ich deine Posts kurz quer gelesen habe fiel mir etwas auf:

"@Jenß

Du klingst sehr frustriert."

Du klingst verbittert


Tut mir leid, dass ich jetzt nicht verstehe was du mir sagen willst. Warum sollte ich verbittert sein? Dafür dass ich gute Freunde habe und wir gegenseitig füreinander da sind? Dein Post erschließt sich mir nicht.

24.03.2020 11:25 • x 1 #25


LoveForFuture

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Zitat von Moonshadow0:

Tut mir leid, dass ich jetzt nicht verstehe was du mir sagen willst. Warum sollte ich verbittert sein? Dafür dass ich gute Freunde habe und wir gegenseitig füreinander da sind? Dein Post erschließt sich mir nicht.

Dann ist doch alles prima

24.03.2020 11:28 • #26


Chria

Chria


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Ich kenne dieses Verhalten auch - habe so einige Freunde, die zuvor oft etwas machen wollten und sich dann viel weniger melden. Dann weiß man aber auch, welchen Stellenwert diese Freundschaft hatte, deshalb ist das gar nicht so tragisch.

Interessant sind auch Partner die vollkommen eins werden und die man dann nicht mehr alleine sehen kann. Immer gleich: Kann xy auch mitkommen? -Nein, ich will dich treffen und mit dir frei reden und nicht immer als Gruppe unterwegs sein.

Freundschaften sind schwierig - ich persönlich habe keine, bei der ich sagen würde, die hält für immer... So lange man Familie hat, auf die man immer zählen kann ist das auch gar nicht so schlimm. Dann sind Freundschaften eben für ein paar Jahre oder nur für den Single-Zeitraum

24.03.2020 11:30 • x 1 #27


marlon445


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Eine gewisse Isolation ist am Anfang einer Beziehung sicher normal. Man projiziert dann alle seine Träume und Wunschvorstellungen auf den Partner, möchte am Liebsten jede freie Sekunde mit ihm / ihr verbringen.
Es wird dann kritisch, wenn man aus dieser Isolation nicht mehr herauskommt.
Ist mir in der letzten Beziehung passiert: Ich habe mich komplett auf meine Partnerin konzentriert und große Teile meines eigenes Freundeskreises vernachlässigt. Das fällt einem spätestens nach der Trennung auf die Füße.
Gute Freunde gibt man nicht auf.

Wenn man aus der rosaroten Brille heraus in den Alltag geht und dabei seine sozialen Kontakte außen vorlässt, wird es kritisch. Da rutscht man dann schnell in die emotionale Abhängigkeit. Da sehe ich das Problem.

24.03.2020 11:35 • x 1 #28


FireWoman

FireWoman


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Zitat von LoveForFuture:
Sollte mein Partner stets an zweiter Stelle hinter meinem besten Freund/bester Freundin stehen, würde es sich für mich nicht richtig anfühlen.

Wie wäre es mit gleichwertig?
Wieso sollte, wenn ich seit Jahren eine enge Freundin habe, diese dafür an 2. Stelle stehen, wenn ein neuer Mann in mein Leben tritt? Diese Relation erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht!

Zitat von LoveForFuture:
ach ein paar Monaten/Jahren ebbt die Zeit des Verschmelzens ja auch ab, als Freund/Freundin sollte man für den verpeilten Geisteszustand auch Verständnis haben und Geduld aufbringen, gerade das macht doch eine Freundschaft aus.

Ein paar Jahre warten, das macht einen guten Freund aus? Phew, diese Sicht kann ich ebenfalls nicht teilen. Und wenn der Partner geht/sich trennt, dann wären Freunde aus Deiner Sicht aber wieder weiter oben bzgl. Stellenwert? Findest Du das nicht ein bisschen seltsam und erwartest da zu selbstverständlich sehr viel von einer Freundschaft?

Grüße

24.03.2020 12:58 • #29


FireWoman

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Also 2 meiner Freunde, die eben in der Partnerschaft so gut wie nicht mehr "verfügbar" waren, befanden sich da nicht mehr in einer Verliebtheitsphase, sondern ließen sich kontrollieren - sagen sie rückblickend auch selbst. Ich habe ihnen, nun wo der Kontakt wieder normal ist, deutlich gemacht, dass ich das sehr unfair fand und mich total hinten angestellt fühlte, wo ich vorher Anlaufstelle war, egal ob es persönliche Probleme gab, oder einfach, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Sollte das bei diesen Freunden erneut vorkommen, wo wir das nun offen ausgesprochen haben, würde ich diese Freundschaft künftig nicht mehr führen wollen, denn ich bin ja kein PingPong Ball, den man einsetzt, wie es gerade beliebt und der gern mal dauerhaft auf die lange Bank geschoben wird, wenn anderes wichtig ist.

Also ich denke, entweder man ist einander wichtig und lernt aus sowas (beidseitig) oder das hat dauerhaft ja keinen Sinn und hat dann was mit Selbstwert statt mangelnder Geduld zu tun. Ich bin seither jedenfalls vorsichtiger geworden.

24.03.2020 13:09 • #30




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