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Freunde, die sich ganz der Partnerschaft verschreiben

Kalinka82

Kalinka82


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Hallo zusammen!
Ich befinde mich zur Zeit in einer ähnlichen Situation und bin echt überfragt wie ich damit richtig umgehen soll. Meine beste Freundin (zumindest war sie das bisher) hat jetzt seit 7 Monaten einen neuen Freund und seit dem ist nichts mehr wie es war. Vorher waren wir beide Single und haben fast jeden Tag was zusammen gemacht oder telefoniert oder uns die Finger wundgetippt in Whatsapp, aber das ist komplett vorbei. Als sie ihren Freund kennen lernte habe ich mich sehr für sie gefreut und mir war auch sofort bewusst, dass sich einiges ändern wird, weil ich ja weiß wie es ist verliebt zu sein. Aber wie es jetzt ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Wir haben uns jetzt zweieinhalb Monate nicht mehr gesehen, Telefonieren tun wir gelegentlich noch, wo dann auch immer ein Treffen vorgeschlagen wird, es aber nie dazu kommt, weil sie absagt oder sich dann einfach gar nicht mehr meldet.
Wenn ich ihr schreibe bekomme ich 6, 7 Stunden später oder am nächsten Tag ne Antwort, so macht die Kommunikation natürlich auch keinen Spaß. Und ich habe das mittlerweile eingestellt.

Ich frage mich nun ob die jahrelange Freundschaft nur eine Zweckbeziehung war, und ich nur gut genug war solange sie keinen Partner hatte. Eigentlich hätte ich für sie meine Hand ins Feuer gelegt, ich mein einmal im Monat treffen sollte doch mal drin sitzen oder?
Freundschaften sind doch auch wichtig und sollten gepflegt werden?!

Ich habe mit ihr auch darüber gesprochen, obwohl das natürlich immer ein wenig schwierig ist, weil man mir als Single das schnell so auslegen könnte als wäre ich eifersüchtig oder missgünstig.
Aber auch die offenen Gespräche änderten nichts.
Deswegen hab ich mich jetzt einfach zurück gezogen, sie fehlt mir aber sehr. Auch wenn ich noch meine anderen Freundinnen habe, aber sie war halt die Beste.
Ich kann mir jetzt irgendwie nicht mehr vorstellen, dass es wirklich eine richtige Freundin gewesen ist, was meint ihr?
Entschuldigt bitte den langen Text, aber dieses Thema kam für mich wie gerufen

24.03.2020 13:10 • #31


LoveForFuture

LoveForFuture


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Zitat von FireWoman:
Wie wäre es mit gleichwertig?

Ich bezog mich lediglich auf Emmas Kommentar.
Von Gleichwertigkeit steht da nichts.

Und ja, MEIN Lebenspartner kommt für mich an erster Stelle.

Zitat von LoveForFuture:
Zitat von Emma75: meine beste Freundin stand und steht immer über einem Partner - das schmeckt dem jeweiligen Partner nicht immer und wurde mir auch oft schon vorgehalten, bewährt sich jetzt aber schon seit 33 Jahren und wird sich auch nicht mehr ändern!


Zitat von FireWoman:
Ein paar Jahre warten, das macht einen guten Freund aus?


Ein paar Jahre warten schrieb ich auch nirgends.
Ja, Verständnis sollte man für einen verliebten guten Freund haben, vor allem, wenn man den neuen Partner/neue Partnerin nur selten sehen kann und nicht unter einem Dach lebt.

Mal abgesehen davon, Forderungen kommen weder in einer Freundschaft, noch in einer Beziehung gut!
Würde nie von meinem Freund etwas "erwarten".
Ein wenig Gelassenheit würde hier manchen gut zu Gesicht stehen.
Diese Verbissenheit "mein Freund hat gefälligst zu mir zu stehen und Zeit für mich zu haben", die ich hier überall lese, ist ungesund und klingt nach Besitzanspruch.

Eine gute Freundschaft hält auch Monate, sogar Jahre der Abstinenz aus, aus welchen Gründen auch immer.
Muss natürlich nicht sein.
Kann aber so sein.
Bei mir zB so.

24.03.2020 13:13 • #32



Hallo FireWoman,

Freunde, die sich ganz der Partnerschaft verschreiben


Emma75

Emma75


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Zitat von Kalinka82:
Ich frage mich nun ob die jahrelange Freundschaft nur eine Zweckbeziehung war, und ich nur gut genug war solange sie keinen Partner hatte. Eigentlich hätte ich für sie meine Hand ins Feuer gelegt, ich mein einmal im Monat treffen sollte doch mal drin sitzen oder?

Sie meldet sich schon wirklich selten, aber eine gute Freundschaft hält auch 'Durststrecken' aus. Dass Du erst mal auf Abstand gehst, kann ich verstehen, aber bleibe bereit den regelmäßigen Kontakt wieder aufzunehmen, so bald sie wieder bereit ist.

Zitat von LoveForFuture:
Und ja, MEIN Lebenspartner kommt für mich an erster Stelle.

Und das ist auch völlig normal und bei den meisten Menschen so. Ich glaube bei mir und meiner besten Freundin ist das etwas besonderes. Sie ist eigentlich sowas wie mein Lebenspartner und 'große' Liebe - eben ohne S. Anziehung.
Ich sehne mich in einer Partnerschaft auch nicht nach totaler Verschmelzung - den Seelenpartner hab ich ja schon, da genügt mir eine 'lockere' Bindung. Aber wie gesagt. Sehr spezielle Situation und nicht als Beispiel für alle gedacht. Im Moment bin ich sowieso Single und ihr Mann akzeptiert mich absolut in meiner engen Position bei ihr - er gibt uns auch alle Zeit der Welt, um uns alleine zu treffen. Freu mich aber auch wenn er mit kommt. Er ist sehr liebevoll und tut ihr gut!

24.03.2020 14:37 • x 2 #33


LoveForFuture

LoveForFuture


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Zitat von Emma75:
Sie ist eigentlich sowas wie mein Lebenspartner und 'große' Liebe - eben ohne S. Anziehung.

Was nicht ist, kann ja noch werden, hm?

24.03.2020 14:39 • #34


Emma75

Emma75


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Zitat von LoveForFuture:
Was nicht ist, kann ja noch werden, hm?

Haha- oh Gott nein! Das wäre wie mit der Schwester - die Vorstellung ist wirklich absurd. Aber einige meiner Partner haben uns auch eine handfeste Affäre unterstellt. Ist schon ungewöhnlich eng bei uns.

24.03.2020 14:42 • #35


Moonshadow0

Moonshadow0


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Zitat von LoveForFuture:
Nach ein paar Monaten/Jahren ebbt die Zeit des Verschmelzens ja auch ab, als Freund/Freundin sollte man für den verpeilten Geisteszustand auch Verständnis haben und Geduld aufbringen, gerade das macht doch eine Freundschaft aus.


so viel dazu

24.03.2020 14:44 • x 1 #36


LoveForFuture

LoveForFuture


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Zitat von Moonshadow0:

so viel dazu


Ich denke, du hast schon verstanden.
Stell dich nicht dümmer an, als du bist

24.03.2020 14:45 • #37


FireWoman

FireWoman


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Zitat:
Zitat von LoveForFuture:Nach ein paar Monaten/Jahren ebbt die Zeit des Verschmelzens ja auch ab, als Freund/Freundin sollte man für den verpeilten Geisteszustand auch Verständnis haben und Geduld aufbringen, gerade das macht doch eine Freundschaft aus.

Deshalb kam ich auf die Aussage mit den Jahren...

Zitat von LoveForFuture:
Ja, Verständnis sollte man für einen verliebten guten Freund haben, vor allem, wenn man den neuen Partner/neue Partnerin nur selten sehen kann und nicht unter einem Dach lebt.

Das wiederum ist zudem eine andere Situation. Ich sprach hier ja eingangs von den Paaren, die sich täglich sehen. Und selbst wenn diese nicht zusammen wohn(t)en, wurde/wird täglich beieinander übernachtet - aslo 7 Tage die Woche. Ich denke das ist vieeell Partnerzeit!

Zitat von LoveForFuture:
Diese Verbissenheit "mein Freund hat gefälligst zu mir zu stehen und Zeit für mich zu haben", die ich hier überall lese, ist ungesund und klingt nach Besitzanspruch.

Wiederum beansprucht der Partner genau dieses Recht und dort wird es gerne hingenommen und als gut und stimmig empfunden, während Wünsche von Freunden viel weniger gewichtig ist. Ich sage im übrigen nicht "Du solltest mal wieder Zeit für mich haben" sondern bringe zum Ausdruck, dass es mich verletzt, wenn ich plötzlich mehr und mehr egal scheine. Und das finde ich auch in der Tat verletzend. Frage also: Wieso ist es ok, wenn der Partner einen komplett beansprucht und Freunde, die nur ab und zu gerne mal wieder Zeit verbringen würden und das auch als wichtig erachten (regelmäßigen Direktkontakt, nicht nur WhatsApp), sollen dann zu fordernd sein? Da fehlt mir auch wieder die Relation.

Zitat von LoveForFuture:
Eine gute Freundschaft hält auch Monate, sogar Jahre der Abstinenz aus, aus welchen Gründen auch immer.
Muss natürlich nicht sein.
Kann aber so sein.
Bei mir zB so.

Okay, ja dann mag das Dein Weg sein, ich könnte diesen tatsächlich für mich nicht sehen. Ich würde auch nicht verstehen, warum ich "Abstinenz" plötzlich leben sollte, wenn zuvor viele Treffen (oft sogar mehrmals wöchentlich) stattfanden und dann einfach nicht mehr oder sehr selten. Will sagen, da fehlt mir der verständliche Grund und ich mag die Selbstverständlichkeit nicht, dann aber wieder auf Freunde "zurück greifen zu können", wenn Partner XY sich abwendet oder die Laune nach Monaten/Jahren danach steht.

24.03.2020 14:46 • #38


Moonshadow0

Moonshadow0


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Zitat von LoveForFuture:

Ich denke, du hast schon verstanden.
Stell dich nicht dümmer an, als du bist


Das ist wirklich nett wie du mit manchen Foris umgehst. Wow.

24.03.2020 14:46 • x 2 #39


LoveForFuture

LoveForFuture


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Zitat von Emma75:
Haha- oh Gott nein! Das wäre wie mit der Schwester - die Vorstellung ist wirklich absurd. Aber einige meiner Partner haben uns auch eine handfeste Affäre unterstellt. Ist schon ungewöhnlich eng bei uns.

Und an deinem Beispiel kann man gut erkennen, dass ein Jeder anders darüber denkt.

Mir gefällt dieser Besitzanspruch an einen Freund nicht wie ich hier in diesem Thread lesen kann.
Es ist wie in der Liebe, was du liebst lass frei und es kommt immer wieder zu dir zurück.
So verhält es sich auch in Freundschaften.
Ich halte von dem Druck grundsätzlich nichts.

In erster Linie sollte man mit sich selbst zufrieden sein und das Glück nicht von anderen abhängig machen.

24.03.2020 14:49 • x 1 #40


FireWoman

FireWoman


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Zitat von Kalinka82:
Wenn ich ihr schreibe bekomme ich 6, 7 Stunden später oder am nächsten Tag ne Antwort, so macht die Kommunikation natürlich auch keinen Spaß. Und ich habe das mittlerweile eingestellt.

Das kenne ich. So wie Du es machst würde ich es auch machen: Zurück ziehen. Bzw. so mache ich es auch.

Zitat von Kalinka82:
Ich frage mich nun ob die jahrelange Freundschaft nur eine Zweckbeziehung war, und ich nur gut genug war solange sie keinen Partner hatte. Eigentlich hätte ich für sie meine Hand ins Feuer gelegt, ich mein einmal im Monat treffen sollte doch mal drin sitzen oder?
Freundschaften sind doch auch wichtig und sollten gepflegt werden?!

Genau, ebenso wie eine Partnerschaft sollten auch diese Verbindungen gepflegt und nicht als selbstverständlich erachtet werden. Du sagst sie sind 7 Monate zusammen - vielleicht legt sich das Ganze noch mehr? Ich verstehe Deine Enttäuschung und würde an Deiner Stelle einfach Beobachterin und offen bleiben - aber künftig auch skeptischer sein.

Zitat von Kalinka82:
Ich habe mit ihr auch darüber gesprochen, obwohl das natürlich immer ein wenig schwierig ist, weil man mir als Single das schnell so auslegen könnte als wäre ich eifersüchtig oder missgünstig.

Ich bin nicht single und kenne es dennoch. Dann liegt es halt daran, dass ich so ein "Freigeist" bin oder eben viel mehr auf Freiheit bedacht etc. Will sagen, dass Du die gemeinsame Zeit vermisst ist ganz normal und verständlich, ohne dass Missgunst dahinter stehen muss. Aber es mal zu reflektieren und für sich zu hinterfragen (habe ich selbst auch getan) schadet dennoch nicht!

Zitat von Emma75:
er gibt uns auch alle Zeit der Welt, um uns alleine zu treffen.

Toller Mann, da wichtig

Zitat von LoveForFuture:
Mir gefällt dieser Besitzanspruch an einen Freund nicht wie ich hier in diesem Thread lesen kann.
Es ist wie in der Liebe, was du liebst lass frei und es kommt immer wieder zu dir zurück.
So verhält es sich auch in Freundschaften.
Ich halte von dem Druck grundsätzlich nichts.
In erster Linie sollte man mit sich selbst zufrieden sein und das Glück nicht von anderen abhängig machen.

Mir gefällt der Besitzanspruch auch nicht, den ihre Partner an meine Freunde haben und den sie als Kompliment auffassen: Ich bin ihm/ihr halt wichtig. Und ich rede hier nicht nur davon, dass mir die Zeit mit ihnen fehlt. Das Schlimmste war für mich bisher zu sehen, wie sie sich plötzlich verändern und nicht mehr sie selbst sind. Da ich da effektiv nix tun kann, außer es anzusprechen (Rest ist ja ihre Entscheidung) schaut man es sich eben an, es tut einem selbst aber auch weh. Einer meiner Freunde hat sich bis heute nicht davon erholt - dadurch, dass er sich so abhängig gemacht hat, hat ihm nach der Trennung jeglicher Lebensinhalt gefehlt und ich habe mir zeitweise wirklich Sogen um ihn gemacht, ob und wie er da raus kommt (bis heute nicht vollends geschehen). Eine weitere Freundin verlor viel Gewicht und war ständig krank in dieser merkwürdigen "Du-gehörst-mir-Partnerschaft" und wollte alarmierende Äußerungen nicht wahrhaben und sah erst wieder klar, als sie getrennt war. Hier geht es also nicht einfach um ein "ohje was mache ich jetzt ohne meine Freunde", sondern wer seine Freunde ebenfalls liebt, dem tut das einfach weh zu sehen und man fühlt sich machtlos. Gleichzeitig braucht es Akzeptanz, denn es ist deren freier Wille und Entscheidung. Dass es deshalb leicht ist, kann ich dennoch nicht behaupten.

Abhängig ist man deshalb aus meiner Sicht von anderen nicht, nur weil man diesen krassen Umschwung erst mal verstehen und verdauen muss. Abhängig sind diejenigen aber von ihren Partnern und das unterschreibe ich in den Fällen, die mir bekannt sind im Umfeld, zu 100%! Sowohl der Partner als auch Freunde sind eine schöne Bereicherung im Leben, aber jeweils nicht der Lebensinhalt (für mich), denn der bin ich selbst! Und das vergessen viele und somit auch sich selbst, bis hin zur Selbstaufgabe. Für mich zeigt das einen ungesunden Selbstwert und der andere soll ihn ab jetzt steigern und reparieren und dafür werden fragwürdige Mechanismen in Kauf genommen.

24.03.2020 15:15 • x 1 #41


Emma75

Emma75


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Zitat von LoveForFuture:
Es ist wie in der Liebe, was du liebst lass frei und es kommt immer wieder zu dir zurück.

Aber auch in Freundschaften gibt es Probleme, wenn gerade einer weniger Nähe braucht als der andere. Das ist ganz genau wie in der Partnerschaft.
Der Anspruch dass der andere grundsätzlich für einen da ist - vor allem in der Not ist schon da. Bei mir ist der bei einer Freundschaft eigentlich sogar höher, aber vielleicht deshalb weil ich ein extrem schlechtes Händchen bei der Partnerwahl habe und es da meistens von vorneherein nix zu Erwarten gibt.

24.03.2020 15:20 • x 1 #42


LoveForFuture

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Zitat von FireWoman:
Sowohl der Partner als auch Freunde sind eine schöne Bereicherung im Leben, aber jeweils nicht der Lebensinhalt (für mich), denn der bin ich selbst! Und das vergessen viele und somit auch sich selbst, bis hin zur Selbstaufgabe.

Passt nicht so ganz, denn
Zitat von FireWoman:
Plötzlich finden diese Treffen unter Freunden nur noch alle paar Wochen statt und dann aber auch nicht mehr ausgiebig, sondern mit einer Deadline, da der ungeduldige Partner schon zu Hause sitzt und mit dem Essen wartet, nicht alleine sein will, eifersüchtig ist etc.

Abwertung
Zitat von FireWoman:
Doch sobald die Freunde dann in Partnerschaften sind, scheint das kaum mehr möglich, weil der andere zu Hause rotiert, sich ausgeschlossen fühlt, in der Zeit alleine ist ussswww.

Schon wieder lese ich DEINE Frustration heraus...
Zitat von FireWoman:
oder bin ich ab der festen Bindung auch für die Dauerbespaßung meines Partners zuständig?


Zitat von FireWoman:
Oftmals frustriert mich das

Ja, so liest du dich auch...
Zitat von FireWoman:
inzwischen habe ich da so aber ein bisschen die LMAA-Haltung und denke mir "Ach, dann machs halt so".

Nicht gut, gönne.
Es spricht viel dein Ego!
Zitat von FireWoman:
Das so gekuscht wird, statt auf einer "gesunden Ebene" Zeit miteinander zu verbringen?

Schon wieder abwertende Formulierung...
Zitat von FireWoman:
bin manchmal regelrecht frustriert, dass die Freundezeit so drastisch abnimmt/hinten an gestellt wird

Ja, wieder, du BIST frustriert.
Zitat von FireWoman:
Sorry - wenn ich mich 7 Tage die Woche sehe, ist es dann nicht ein Abend mal völlig schnuppe, wann ich heim komme?


Zitat von FireWoman:
ich sehe es auch so, dass dieses "aufeinander kleben" auf Dauer nicht gut geht

Dein Sprachgebrauch steht ebenfalls für ein verletztes Ego.
Zitat von FireWoman:
Nachrichten über WhatsApp z.B. folgen schon noch, aber dann wenn Partner/in nicht im Raum ist, gerade beschäftigt etc. damit der/die sich nicht "zu vernachlässigt/ausgeschlossen" fühlt nehme ich an.


Zitat von FireWoman:
Aber ich tue mir schwer mit dem Gedanken, da loslassen zu sollen/müssen, da wir im Ernstfall eben dennoch aufeinander zählen können.

Das ist es! DU, DIR fällt es schwer!
Du versuchst DEINEN Anspruch auf eine für DICH funktionierende Freundschaft durchzusetzen.
Zitat von FireWoman:
Doch wie gesagt, ich finde es gehört auch mehr dazu und auch außerhalb des Ernstfalls darf eine Freundschaft gehegt und gepflegt werden: Auch Freunde- statt nur noch Partner- und Familienzeit.

Deine Einstellung.
Zitat von FireWoman:
Wieso sollte, wenn ich seit Jahren eine enge Freundin habe, diese dafür an 2. Stelle stehen, wenn ein neuer Mann in mein Leben tritt? Diese Relation erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht!

Was genau hat dich so verletzt?
Zitat von FireWoman:
Findest Du das nicht ein bisschen seltsam und erwartest da zu selbstverständlich sehr viel von einer Freundschaft?

Nein, du meine Liebe.
Du erwartest.
Zitat von FireWoman:
Also 2 meiner Freunde, die eben in der Partnerschaft so gut wie nicht mehr "verfügbar" waren, befanden sich da nicht mehr in einer Verliebtheitsphase, sondern ließen sich kontrollieren - sagen sie rückblickend auch selbst.

Ihr Leben, ihre Erfahrungen.
Zitat von FireWoman:
Ich habe ihnen, nun wo der Kontakt wieder normal ist, deutlich gemacht, dass ich das sehr unfair fand und mich total hinten angestellt fühlte,

Du hast ihnen deutlich gemacht oder sprach dein verletztes Ego?
Zitat von FireWoman:
Ich sage im übrigen nicht "Du solltest mal wieder Zeit für mich haben" sondern bringe zum Ausdruck, dass es mich verletzt, wenn ich plötzlich mehr und mehr egal scheine

"Wenn DU mehr und mehr egal scheinst."
Mir scheint es jedenfalls so, als bräuchtest du sehr viel Aufmerksamkeit von Außen.
Von DEINEN Freunden, das ist nicht gesund.
Zitat von FireWoman:
Mir gefällt der Besitzanspruch auch nicht, den ihre Partner an meine Freunde haben

Den hast du aber gegenüber deinen Freunden gleichermaßen.
Zitat von FireWoman:
Einer meiner Freunde hat sich bis heute nicht davon erholt

Auch hier,nicht dein Problem.
Zitat von FireWoman:
ich habe mir zeitweise wirklich Sogen um ihn gemacht

Sorgen? Oder dein Besitzanspruch, der nicht erfüllt wurde?
Zitat von FireWoman:
sondern wer seine Freunde ebenfalls liebt, dem tut das einfach weh zu sehen und man fühlt sich machtlos.

Wer seine Freunde liebt, lässt sie machen, ist aber jederzeit für sie da und ganz wichtig: Stellt sich hinten an!
Zitat von FireWoman:
Abhängig sind diejenigen aber von ihren Partnern

Wer ist hier abhängig?
Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber deine Probleme liegen sehr viel tiefer, als es hier den Anschein macht.

24.03.2020 16:32 • x 1 #43


Emma75

Emma75


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Zitat von LoveForFuture:
Du hast ihnen deutlich gemacht oder sprach dein verletztes Ego?

Aber sie darf doch auch verletzt sein? In ihrem Freundeskreis, scheint dieses 'chamäleon'-hafte anpassen an den Partner ja eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Ich dachte immer meine eine Freundin, die dieses Verhalten auch extrem aufweist, hätte irgendeine Form der Bindungsstörung. Wenn sie einen Partner hat (wie gesagt die laufen immer weg), dann passt sie sich ihm dermaßen an, dass man kaum zuschauen kann. Einer war eher spießig - sie trägt Kostümchen und hört klassische Musik. Der nächste war Rockabilly - sie kleidet sich 'flippig' und will sich sogar tätowieren lassen. Der andere war Sportler - sie fährt 100km am Tag Rad und hört auf zu Rauchen. Und immer um 19:00 Uhr zu Hause, damit das Essen auf dem Tisch steht.
Das ist nur eine meiner Freundinnen und ich habe sie sehr gern, aber wenn das in meinem Freundeskreis normal wäre, würde ich die Wände hoch gehen!

24.03.2020 16:44 • x 1 #44


marlon445


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Zitat von FireWoman:
wenn ich mich 7 Tage die Woche sehe, ist es dann nicht ein Abend mal völlig schnuppe, wann ich heim komme?

Das sehe ich anders. Von mir aus soll meine Partnerin alles machen, was im Rahmen einer Partnerschaft vertretbar ist. Aber ich würde dann schon ganz gerne wissen, mit wem sich getroffen wird und ob sie Nachhause kommt.
Das gehört für mich zu guter Kommunikation dazu.

24.03.2020 17:46 • #45




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