Revolv
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Kurz zu uns beiden: Ich bin 24 und sie 21, und wir sind seit ca. 7 Monaten zusammen. Wir kommen beide aus eher schwierigen Beziehungen, aber dazu später mehr. Ich liebe sie wirklich, und laut ihren Aussagen liebt sie mich auch. Zusammengekommen sind wir damals relativ schnell. Wir haben uns auf einem Event kennengelernt, auf einer Party etwa alle drei Monate. Haben uns dann zweimal getroffen, und auf der nächsten Party waren wir ein Paar.
Am Anfang der Beziehung lief alles auch relativ gut. Die ersten zwei Wochen haben wir uns täglich gesehen und auch die ersten zwei Monate fast täglich bis in die Nacht hinein geschrieben. Dann hat sie, ich würde schon fast sagen, ihr wahres Gesicht gezeigt.
Das Ding ist, meine Freundin ist introvertiert und nach ihren Aussagen hochsensibel. Dem ersten stimme ich voll zu, dem zweiten teilweise. Das Problem ist, dass wir beide ziemlich unterschiedliche Arten von Beziehungsmenschen sind, besonders was das Thema Schreiben betrifft. Ich habe das Gefühl, dass ich für sie mittlerweile eine Art Selbstverständlichkeit geworden bin, bzw. sie meint immer, das sei halt ihre Art. Sie schreibt extrem wenig und immer nur kurz und bündig, und von ihr kommt eigentlich nie etwas. Ich bin immer derjenige, der anschreibt. Klar, ganz selten kommt auch von ihr mal in geschriebener Form ein "Ich liebe dich", aber das ist wirklich extrem selten. Teilweise schreibt sie mir das letzte Mal um 18 Uhr, und dann kommt gar nichts mehr (obwohl sie noch mit einem Kumpel zockt oder so). Ich weiß nicht, ich bin da leider komplett anders, auch vom Sehen her. Ich kann höchstens eine Nacht bei ihr schlafen, weil danach wird es ihr zu viel, dass Menschen um sie herum sind. Sie sagt selber, sie ist kein Beziehungsmensch und kann keine Beziehung führen, will das mit mir aber nicht aufgeben. Aber mal ganz blöd gefragt: Hat das überhaupt eine Zukunft? Dieses Jahr ist unser erster Urlaub geplant, und laut ihr ist das etwas anderes, weil ich schon im Spaß meinte, lass uns lieber zwei Zimmer mieten. Aber wie soll das etwas werden, wenn wir mal zusammen wohnen?
Kurz zum Thema alte Beziehungen und damit schneide ich auch gleich mal das Thema Sexualität an: Wir sind jetzt seit sieben Monaten zusammen und haben bisher auch noch nicht miteinander geschlafen. Das ist laut ihrer Aussage darauf zurückzuführen, dass das Sexuelle in ihren vorherigen Beziehungen eine große Belastung für sie war (Schmerzen, ihr wurden ständig Vorwürfe gemacht, wenn es nicht gut war, und so weiter). An sich bin ich damit einverstanden und ich habe ihr auch gesagt, sie bekommt alle Zeit, die sie braucht. Aber was mich mittlerweile stört, ist, dass die ganze Zeit kommt ja demnächst und dann wird es wieder weiter hinausgezögert. Ihrer Aussage nach will sie, kann aber nicht. Wir haben aber sonst sehr viel körperliche Nähe. Wenn wir uns so sehen, ist auch alles super. Sie sagt, sie liebt mich, sucht die Nähe zu mir, und wir verstehen uns, bis. naja, sie von jetzt auf gleich schlecht drauf ist, mich ignoriert oder blöd anmacht. Das geht teilweise extrem schnell.
Sorry für den langen Text.
Hoffe das ihr mir vielleicht den einen oder anderen Ratschlag geben könnt.
Liebe Grüße