Sara2501
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ich bin neu hier und starte gleich mit einem bestimmten Problem. Ich weiß jetzt nicht, ob das Thema richtig eingeordnet ist, aber ich lass das jetzt mal so stehen.
Ich habe seit Kurzem wieder Kontakt zu einem Freund, den ich zehn Jahre lang aus den Augen verloren habe. Vor ein paar Wochen hat sich dieser Kontakt etwas intensiviert, worüber ich mich sehr gefreut habe. Mittlerweile haben wir uns einmal getroffen und es war wie früher, wir haben lange Gespräche geführt und uns gut unterhalten. Allerdings haben die Probleme jetzt angefangen.
Nach unserem Treffen bekam ich eine längere Textnachricht per WhatsApp, in der er mir seine Liebe gestanden hat. Unter anderem kamen Sätze wie "Ich will dich besitzen," was mich ehrlich gesagt sehr verärgert hat. Er ist sich auch darüber im Klaren, dass ich nicht mehr als eine Freundschaft möchte und akzeptiert das auch soweit (zumindest schreibt er das). Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm nicht versprechen kann, ob das funktioniert und ob ich mich damit auf Dauer wohlfühle. Leider stellt er (für mich) sehr hohe Anforderungen an die "Freundschaft". Ich muss ihm jedes Mal auf eine Nachricht antworten. Versteht das jetzt nicht falsch, ich antworte grundsätzlich immer. Er ist nur bedauerlicherweise ein Typ, der mir tausend Fotos am Tag schickt und mir da teilweise schon die Worte fehlen, was ich dazu noch großartig schreiben soll. Weiterhin muss ich einmal die Woche Minimum mit ihm telefonieren und mich mindestens einmal im Monat mit ihm treffen.
Ich merke nun, dass ich mich emotional immer mehr unter Druck gesetzt fühle. Es wird mehr zu einer Verpflichtung, als zu einem leichten Kontakt, der auf Gegenseitigkeit beruht. Mehrmals in der Woche bekomme ich Nachrichten, in denen Einladungen vorhanden sind, mit dem Hinweis ich soll ihm rechtzeitig Bescheid geben, wann ich komme. Die nächste Nachricht dann wieder, dass er sich freut, wenn ich komme und es ist ja ein Treffen pro Monat vereinbart.
Wenn wir telefonieren merke ich deutlich wie unsere Interessen auseinanderklaffen. Er gehört zur extrovertierten Sorte und ich bin eher introvertiert und hochsensibel. Er versteht es nicht, dass ich meine Zeit lieber in der Natur verbringe und nicht von einem Konzert zum anderen jage. Etliche Konversationen hatten wir schon darüber und immer wieder betont er, es wäre nicht richtig von mir mich so zu verhalten.Mir würde nie in den Sinn kommen einen anderen Menschen nicht so zu akzeptieren wie er ist, aus dem Grund verstehe ich das Ganze nicht.
Zu meiner persönlichen Vorgeschichte: Ich bin seit einem Jahr getrennt von meinem Ehemann und habe zwei Kinder, die sehr stark entwicklungsverzögert sind (16 Jahre alt). Ich habe in den letzten Jahren eine toxische Beziehung durchlebt, da mein Mann unter einer starken Alk. und Depressionen gelitten hat bis hin zu zwei Selbstmordversuchen. Im Moment bin ich glücklich mit dem Status, ich brauche keine Beziehung, ich habe alles, was ich brauche. Kein Mann da draußen kann mir irgendetwas von außen geben. Bis ich zu diesem Standpunkt gekommen bin, musste ich aber eine ziemliche Entwicklung durchmachen (das hat jetzt durchaus ein paar Monate gedauert).
Zu der Freundschaft noch einmal: Ich würde gerne eure Meinungen hören. Ich fühle mich unter Druck gesetzt und möchte diese Situation beenden. Reagiere ich jetzt hier über oder ist die Entscheidung richtig? Im Grunde habe ich meine Entscheidung schon gepellt, aber mich würden jetzt die Ansichten von Außenstehenden interessieren. Ist man selber betroffen, ist man ja leider ab und zu "betriebsblind".
Ich würde mich über Antworten sehr freuen
Liebe Grüße
Sara