Zitat von MelanieMurr:Weil ich nicht wollen würde, dass mein Vater meine Mama für eine billige Schl****e hält, dies mit jedem treibt. Du verstehst?
Da noch nicht, deine Beiträge in der Folge haben es etwas klarer gemacht. Danke für deine Antworten.
Ich habe es jetzt so verstanden: Du leidest unter den Erfahrungen deiner Kindheit, in der du anscheinend erlebt hast oder dir von deiner Mutter vermittelt wurde, dass dein Vater seine Vaterschaft anzweifelte, und identifizierst dich bzw. deine Mutter mit der F-Plus-Gefährtin des TE. Aus dieser Sicht heraus bietest du ihm Erklärungsmöglichkeiten für die aktuellen Verhaltensweisen seiner Bekanntschaft an.
Was ich dabei schwierig finde ist, dass selbst mit einer möglichen Erklärung für ihre emotionale Lage ihr Verhalten aus meiner Sicht inakzeptabel bleibt. Er hat ein Recht darauf zu erfahren, ob das sein Kind ist, wenn er dazu bereit ist es mit ihr großzuziehen. Oder Umgang zu pflegen. Oder auch nur zwei Jahrzehnte Unterhalt zu zahlen.
Die Wut, die in deinen Beiträgen über seinen Anteil an der Situation aufblitzt, zeigt mir auch, dass du noch mitten drin steckst im Verarbeitungsprozess deiner eigenen Geschichte. Es berührt mich, wie stark dich das noch bewegt. Vielleicht wäre für dich ein hilfreicher Impuls, aus dieser Diskussion hier mitzunehmen, dir mal zu erlauben, auch die Anteile deiner Mutter an deiner Geschichte zu sehen. Deine Identifikation mit ihr, bzw. ihrer Version deiner Entstehungsgeschichte und der Position deines Vaters darin, könnte dir den Blick auf eine für dich wohltuendere, neutralere Sicht verstellen.
Ich komme darauf, weil du hier im Thread gar nicht wahrzunehmen scheinst, dass die Plus-Freundin des TE deutliche Schwächen in ihrer Kommunikation aufweist, bzw. diese allzu einfach bereit bist hinzunehmen nur weil sie von seiner Frage vielleicht gekränkt sein könnte. Ich dagegen frage mich, wie man vernünftig womöglich gemeinsam ein Kind großziehen will, wenn man schon bei seiner Entstehung derartig schwach mit dem möglichen Vater kommuniziert. Selbst wenn sie von der Frage gekränkt sein sollte, finde ich es hochgradig irritierend, wie kryptisch sie agiert und wie sie ihre Gefühlslage über eine Klärung der Situation stellt. Sie straft ihn ab für etwas, das sie in gleichen Teilen wie er zu verantworten hat. Ich sehe das sehr kritisch und befürchte, dass sie auch sonst eine eher schwierige Person sein könnte, möchte aber dem TE nicht von ihr abraten, da er ja deutlich geschrieben hat dass er Gefühle für sie hat und eine Zukunft mit ihr und Kind wagen wollen würde.
Meine beste Freundin war vor vielen vielen Jahren in der Situation der TE. Ein solches Tänzchen hat sie mit dem Erzeuger aber nicht aufgeführt, sondern klar mit ihm kommuniziert und ihn letztlich zur Familiengründung sogar geheiratet. Wenn man vernünftig miteinander umgeht, kann man so ziemlich alles regeln.
Sorry fürs OT lieber Momo87, mein dringender Rat an dich bleibt, jetzt keine Kurzschlusshandlungen zu vollziehen sondern dich gut und gründlich zu informieren über deine Rechte und Pflichten als (möglicher) Kindsvater und weiterhin deiner Bekanntschaft zu signalisieren, dass du kooperativ und gesprächsbereit bist.