Carlaa
Mitglied
- Beiträge:
- 1345
- Themen:
- 5
- Danke erhalten:
- 1734
- Mitglied seit:
ein scheinbar marginales Problem, das mir aber schlechte Laune macht.
Vor drei Jahren ahnungslos in eine Freundschaft plus geschlittert. Nach neun Monaten die Reißleine gezogen. Ewig gelitten.
Mittlerweile hatte er anderweitigen Liebeskummer (er bindungsängstlich, aber sie war es noch mehr), was mit gravierenden psychosomatischen Problemen bei ihm verbunden war und sogar zu einem stationären Aufenthalt führte.
Davor hatte sich unser nie völlig abgerissener Kontakt (er schrieb immer penibel zu Feiertagen) wieder intensiviert.
Es ging ihm sehr schlecht, er brauchte einen vertrauten Menschen und "rief" mich in der Not. Ich, mit Mutter-Teresa-Gen ausgestattet, war für ihn da, im Grunde ähnlich wie zuvor, nur abgeklärter. Ich versuchte, von der immer noch schwelenden Kränkung abzusehen, und ihm eine gute Freundin zu sein.
In der Reha hörte er auf zu schreiben, vorher schrieben wir fast täglich, dann kam mal alle neun oder zehn Tage was.
Seither habe ich mich auch zurückgezogen.
Heute hat er Geburtstag. Geburtstagsgrüße bedeuten ihm sehr viel, er verbindet damit Anstand und zivilisierten Umgang jenseits von zwischenmenschlichen Konflikten, glaube ich. Ich habe deshalb übermäßig Schiss, uncool und beleidigt rüberzukommen, wenn ich nicht schreibe.
Wobei ich genau das bin.
Dieser Kontakt hat mir im Grunde nichts als Schmerzen gebracht (doch: immerhin auch eine wertvolle Phase der Selbst-Rettung und Selbstfindung).
Ich werde ihn in Zukunft nicht weiterführen wollen. Also kann ich doch schon mal damit anfangen, das blöde Geburtstagsmuster zu durchbrechen!
Was meint ihr? Freue mich auf eure Meinungen.
