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Frisch getrennt - wie verhalten? Tipps

Elvisett

Elvisett

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Hallo zusammen, seit Sonntag Abend bin ich frisch getrennt. Mein Mann und ich waren fast 14 Jahre zusammen, davon 12,5 verheiratet und wir haben zwei Kinder 13 und 10 Jahre alt. Nach viel hin und her und auf und ab, haben wir nun entschieden unsere Beziehung zu beenden. Wir wollen aber zunächst noch zusammen wohnen bleiben, da ich mich mitten in der Abschlussphase meines Studiums befinde. Wir verstehen uns an sich gut, es gab keine Verletzungen, Lügen oder Betrug.
Heute Abend wollen wir uns zusammensetzen um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Ich habe 1000 Fragen und bin ziemlich verwirrt. Vielleicht hat ja jemand Lust auf die ein oder andere zu antworten: War es bei euch auch so dass ihr gleichzeitig sicher wart das Richtige zu tun und total gezweifelt habt ob es nicht irgendwie doch weiter gehen kann?!
Habt/hattet ihr teilweise das Gefühl emotional gar nicht so schnell mitzukommen wie sich alles entwickelt?
Wie lange habt ihr gebraucht bis ihr die räumliche Trennung angegangen seid?
Alles was euch zu meinem Text einfällt wäre sicher hilfreich mich etwas zu sortieren. Freu mich auf eure Antworten.

14.02.2018 06:42 • x 1 #1


mcteapot


Zitat von Elvisett:
Wir verstehen uns an sich gut, es gab keine Verletzungen, Lügen oder Betrug.

Ähm, warum dann Trennung?

14.02.2018 06:45 • #2


Elvisett

Elvisett


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Weil wir uns nicht gut tun, irgendwie sind wir in vielen Punkten sehr unterschiedlich. Jeder fühlt sich neben dem anderen alleine. Es gab keinen großen Knall sondern die Beziehung ist leise vor sich hin gestorben. 2 Jahre lang gab es auch körperlich keinerlei Kontakt, dann eine Aussprache und Neustart und nun ein weiteres Jahr später die Erkenntnis das irgendwas kaputt gegangen ist. Wir können nicht über die selben Dinge lachen, haben keine gemeinsamen Ziele usw.

14.02.2018 06:56 • x 1 #3


mcteapot


Dafür gibt es kein Tempo, es muss beiden passen, Wohnungssuche, Auszug, Kinder informieren, Scheidung ja/nein
Wenn ihr 2 in Ruhe alles besprechen könnt, ist das schon die halbe Miete

14.02.2018 07:01 • x 1 #4


Elvisett

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Ja, reden können wir zum Glück. Er meinte gestern"Warum verstehen wir uns getrennt besser als zusammen?" Meine Antwort war " Keine Ahnung - nur doof dass, sich-super-trennen-können keine Grundlage für eine Beziehung ist." Dann haben wir gelacht... Irgendwie wirklich gut und irgendwie extrem schräg...

14.02.2018 07:06 • x 1 #5


mcteapot


Zitat von Elvisett:
Ja, reden können wir zum Glück. Er meinte gestern"Warum verstehen wir uns getrennt besser als zusammen?" Meine Antwort war " Keine Ahnung - nur doof dass, sich-super-trennen-können keine Grundlage für eine Beziehung ist." Dann haben wir gelacht... Irgendwie wirklich gut und irgendwie extrem schräg...

ganz normal
der Druck ist weg, man kann ohne negativ geladener Gefühle wieder viel freier agieren, war bei mir auch so, als wir die Wohnung bei seinem Auszug entrümpelt haben, danach ging es mir erst richtig schlecht

14.02.2018 07:19 • x 1 #6


gastfrau1402


Guten Tag,
es fängt immer mit Kleinigkeiten an die einen plötzlich stören, Dingen die man nicht sagt weil man den anderen nicht verletzen will, Erwartungen die nicht erfüllt werden aber man spricht nicht darüber....Du schreibst ihr könnt gut miteinander sprechen...hattet aber seit Jahren keinen S....?
..>> die Erkenntnis das irgendwas kaputt gegangen ist...<< so wirklich könnt ihr es also doch nicht auf den Punkt bringen.
Habt ihr mal eine Paartherapie in Erwägung gezogen? Wenn nicht, was genau sagt Dir denn dein Bauchgefühl warum ES vorbei ist?
Ich meine damit ,es gibt immer reale Gründe..von nichts kommt nichts und ist auch nicht auf einmal vorbei. Es gibt immer eine Entwicklung.Vielleicht habt ihr noch eine Chance wenn ihr einmal grundehrlich miteiander sprecht.
Ich wünsche Dir alles Gute.

14.02.2018 10:23 • #7


Elvisett

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Klar gibt es Gründe. Er hat einfach alles auf mich abgewältzt, ich hab die Verantwortung für ALLES inklusive ihm und seinem Befinden. Gleichzeitig brauchte er zuspruch, lob und Zuneigung die ich aber nicht mehr geben kann. So sind wir beide nebeneinander alleine. Und so ist eben (vorallem bei mir) die Liebe gestorben. Ich bin viel stärker als er, aber ich brauch eben auch die Möglichkeit zu hi und da einem schwachen Moment. Heute hatten wir zoff (wäre auch zu schön gewesen wenn es so friedlich weiter gegangen wäre) und er meint er muss erstmal paar Tage Abstand haben. Versteh ich total, aber selbst das hab jetzt ich organisiert weil er nicht weiß wohin und wie und was...

14.02.2018 18:16 • #8


JANA-12345


Hallo Leute!
Ich halte eigentlich rein gar nichts von so einem Forum doch ich weiss nicht mehr weiter, vielleicht kann mir jemand helfen! Kurze Vorgeschichte: Ich 19 war knapp 2,5 Jahre mit meinem Ex 20 zusammen. Wir hatten zwischenzeitlich 3 Trennungen, die allerdings alle unbegründet von ihm kamen und somit in meinem Augen unnötig waren. Die Beziehung war in der Zeit wo wir zusammen waren wunderschön, mein idealbild einer perfekten beziehung. Er war mein erster Freund, meine erste grosse Liebe, mit ihm habe ich alle ersten Erfahrungen gemacht und ich hätte mir keinen besseren dafür vorstellen können. Vor 11 Monaten war die letzte Trennung meinerseits auf grund eines Vertrauensbruches von ihm. Wir hatten dann bis gestern kontakt, es war ein ewiges hin und her. Mal wollte er es mit uns hinbekommen - mal nicht. Ich hatte die ganzen 11 Monate über Zweifel ob er sich wirklich ändern würde und ich ihm überhaupt jemals nochmal vertrauen kann. In diesen 11 Monaten hatten wir trotz der Trennung jeden Tag Kontakt, haben wir telefoniert und auch viele schöne Treffen gehabt. Doch er hat auch mehrmals mit mir wieder den Kontakt abgebrochen, mich überall blockiert und mich einige Male sogar beleidigt. Ich war die Person, die 11 Monate um ihn und uns gekämpft hat - obwohl er doch mein vertrauen missbraucht hat.. Selbst seine Freunde sagen mir ich solle ihn vergessen weil es besser für mich ist.

Nun hat er gestern den Kontakt endgültig abgebrochen und mir gesagt es wäre vorbei, daraufhin habe ich ihm heute seine letzten Sachen vor die Tür gelegt.

Ich weiss er tut mir nicht gut, ich habe zwischenzeitlich stressbedingt einen Krankenschein gehabt, da ich mit der Situation nicht mehr klar gekommen bin. Nun meine Frage, ich weiss, dass es für mich sehr schwer wird ihn loszulassen, wie ziehe ich es am besten durch mich nicht mehr zu melden? Wie komme ich am besten mit dem Schmerz klar und relativ "schnell" über ihn hinweg, bzw. wie verarbeite ich die Trennung am besten. Ich bin dazu Scheidungskind und leide deswegen sehr unter verlustängsten, das war auch schon wöhrend der Beziehung so. Habe schon überlegt zu einem psychologen zu gehen. Ich

Hoffe sehr, dass sich jemand meinen langen Text durchliesst und mir hilft, bzw. mir tipps gibt, habe das Gefühl, meine Familie und Freunde haben das Thema langsam satt.

14.02.2018 18:45 • #9


Elvisett

Elvisett


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Mein Ex und ich wollen/müssen noch eine Zeit zusammen wohnen bleiben, das klappt auch soweit gut.
Er hat sich in den 14 Jahren Beziehung /Ehe komplett auf mich fixiert. Hat keine Freunde, keine Hobbys usw, ausserdem ist sein Selbstbewusstsein viel zu gering. Als er mir nun sagte er habe Angst dann ganz allein zu sein, hab ich ihm vorgeschlagen neue Hobbys anzufangen und ich hab ihm sogar geholfen eine Dating App zu installieren. Eigentlich ging es mir dabei nicht schlecht.
Allerdings zerbrösel ich grad innerlich. Ich weiß das die Trennung besser ist, ich war ja die, die die Trennung angeleihert hat. Ich will auch gern das es ihm gut geht. Aber jetzt ist es wieder wie immer: Alle sind platt wie stark ich bin, und das ich ihm sogar noch beim Neustart helfe. Aber wer hilft denn mir?! Ich könnte nur noch heulen, aber ich will nicht dass das irgendwer mitbekommt, gleichzeitig brauch ich dringend jemanden der mich hält. Aber alle sehen mich als die ewig starke und gut gelaunte Person die sowieso immer alles wuppt.

15.02.2018 12:41 • x 2 #10


Florian1991


Wieos wart ihr dann überhaupt 14 jahre zusammen?

Kopf hoch rede mit leuten darüber

15.02.2018 12:51 • #11


Ricky

Ricky


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Ja, dann spring über Deinen Schatten. Such Dir jemanden von Deinen Freunden aus, dem/der Du am meisten vertraust und dann nutz da die Gelegenheit. Ich denke, dass Dich das auch nur menschlicher erscheinen lassen wird. Hier jetzt Deinen Stolz im Vordergrund zu sehen, ist definitiv die falsche Herangehensweise.

15.02.2018 12:52 • #12


Katzenmosaik


Zitat von Elvisett:
Aber wer hilft denn mir?!


Wir können von niemanden erwarten, uns zu helfen. Wir können nur uns selber helfen und wenn jemand freiwillig die Hilfe anbietet, sie zulassen.

Wir, du und ich, sind Persönlichkeiten, wir helfen gern, denken an den anderen und vergessen uns dabei.

Wenn er weg ist, dann solltest du deine Kraft für dich verwenden, dich selber wieder aufbauen mit einem neuen Leben, dich selber wieder lieben, zu dir zurückfinden

Was du tun kannst, um Unterstützung zu bekommen, ist, sich bei der Diakonie oder Caritas sich wenden. Sie helfen in alle Lebenslagen und du hast deine neutrale Person, mit der du offen über alles reden kannst und nicht mal die starke Frau spielen musst. Ein Denkanstoss an dich.

15.02.2018 12:58 • x 1 #13




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