Guten Abend Woka,
hab' mich mal gestern durch dein Thema hier durchgelesen.
Einerseits würde ich mal konkret meine Erwartungen an ihn kommunizieren, wenn Du das nicht schon hast.
Andererseits auch überlegen, ob Du ihn
wirklich willst.
Du könntest ihm auch sagen, dass er erst wieder bei Dir auf der Matte stehen darf, wenn er sich erfolgreich bei Dir in der Gegend beworben hat. Und vorher braucht er sich gar nicht erst melden.
Denn wenn ich so lese, dass
Zitat von WoKa: Zusätzlich merke ich,
dass ich mir überhaupt nicht sicher bin, ob ich ihn wieder in meinem Leben haben möchte.
,
Zitat von WoKa: jedoch könnte man(n) sich mal mehr reinhängen, damit eine Beziehung für mich überhaupt wieder in Frage kommen würde.
,
Zitat von WoKa: meine Therapeutin meinte auch mal zu mir "vielleicht heiraten Sie beide ja doch in ein paar Jahren"
Das war auch so ein Augenöffner für mich, weil ich instant einfach nur laut "Oh mein Gott, NEIN" gesagt habe.
und
Zitat von WoKa: Mir geht's sogar inzwischen besser ohne ihn. Ich weiß sogar, dass es nicht gut wäre wieder mit ihm zusammen zu sein, überhaupt wieder engeren Kontakt zu ihm zu haben.
dann bist Du schon sehr klar für Dich.
Wenn Du ausschließt diesen Mann je(?) heiraten zu wollen, dann gibt es da nicht viel mehr zu zu sagen finde ich.
Diesen Wunsch verstehe ich absolut:
Zitat von WoKa: mein zerstörtes Ich wünscht sich immer noch, dass er alles was er mir angetan hat wieder gut macht. ... Er hat mir einfach so heftig wehgetan, ich hoffe immer noch, dass er irgendwas tut, um diesen Schmerz zu verringern. Was er nicht kann...
Den entscheidenden Punkt habe ich mal markiert.
Zitat von WoKa: meine Therapeutin sagt immer, dass ich halt 3 Jahre lang gehofft, investiert und gekämpft habe und es ein sehr schwerer Schritt für mich war.
Vor diesem Hintergrund fällt es total schwer diese "Investition" als Verlust abzuschreiben.
Jedoch die Alternative nochmal z.B. 1,5 Jahre hinterher zu "schmeißen" damit sich die 3 Jahre irgendwie gelohnt haben hilft nicht. Denn wahrscheinlich ist, dass Du dann 4,5 Jahre bezahlt hast.
Willst Du das riskieren?
War es das bisher wert, was Du von ihm bekommen hast?
Zitat von WoKa: Ich habe 3 Jahre lang nur auf seine Worte gehört und muss lernen auch auf seine Taten zu schauen.
Jap.
Ich glaube Du weißt, was da substanzielles rauskommt.
Zusammengefasst:
Nicht viel.
Leider.
Zitat von WoKa: Zudem habe ich einfach Angst, dass wenn ich es wieder unterbinde, ich die finale Chance verpasse.
WELCHE finale Chance?
Welche erwartest Du nach 3 Jahren denn wirklich noch realistisch?
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
Mit diesem Hintergrund
Zitat von WoKa: Wir haben ca. 800x gesprochen mit ein und dem selben Ergebnis.
warum sollte es jetzt anders laufen?
Ist denn heute was deutlich anders als zuvor?
Zitat von WoKa: Weil er genau das ist, was ich will und ich es doch wieder nicht haben kann. Verstehst du?
Weil mich das mit der Distanz triggert.
Ich stelle infrage, ob Du ihn, wie er IST willst.
Nur:
Nur so kriegste ihn.
Du erwähntest übrigens irgendwo, es wäre mit ihm toxisch gewesen.
Klingt jetzt nur
fast perfekt.

Könnte es ein 1. Weg sein Dir einzugestehen, wie er real ist.
Ganz ungeschönt.
2. Würdest Du diesen Mann auch noch wollen?
Und Dir 3. zuzugestehen, dass Du traurig sein darfst, weil sich die Träume mit ihm nicht erfüllen.
Träume, die Du 3 Jahre lang genährt hast mal eben aufgeben geht halt nicht so schnell.
Das tut weh, ist einfach Mist, ist ärgerlich, frustrierend und braucht keiner.
Leider ist es unvermeidbar.
Mit ihm werden sie sich nicht erfüllen - insgesamt vielleicht schon.

Zitat von WoKa: Ich fühle mich auch wieder so klein und wertlos, weil er mir ja wieder zeigt, dass ich es „nicht wert bin, dass er kämpft“.
Warum soll dein Selbstwert
irgendwas mit ihm zu tun haben?
Warum bist Du der Grund, dass er's nicht gebacken kriegt?
Ist das
deine Baustelle, was er kann oder nicht?
Vielleicht wird das
jeder anderen Frau genauso mit ihm gehen?
Zitat von WoKa: Ich mache mich schon wieder selber fertig. Kann ich auch besonders gut, haha.
Bringt es irgendwas?
Sei zu Dir wie zu einer lieben Freundin.
Die würdest Du hoffentlich nicht dafür an die Wand stellen, oder?
Klarer als hier geht es nicht:
Zitat von WoKa: bin wieder die alte fröhliche, selbstbewusste, die ich in der Beziehung nicht mehr war.
Ein Partner sollte das Leben schöner machen, nicht trauriger.
Zitat von WoKa: Das schlimme ist auch, dass er mir leid tut (äh!?) und ich es einfach nicht übers Herz bringe ihn wegzuschicken.
Und Du?
Tust Du dir in der Geschichte auch Leid?
Wer tut Dir mehr Leid, er oder Du?
Ist sein Verhalten Dir ggü. liebevoll und an dein Wohlergehen denkend oder primär auf
seine Wünsche ausgerichtet?
Noch was:
Er ist ein freier Mensch.
Bisher wählte er offenbar immer, dass es ihm
mit dem aktuellen Kontakt zu Dir am besten geht.
Was schlussfolgerst Du daraus?