Zitat von Zugaste:
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Durch dieses Forum begann ich mir Fragen zu stellen, die sich nicht um ihn drehen, sondern um mich.
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Es ist sehr einfach, die Schwäche beim Anderen zu erkennen, bei den "Waschlappen", "Schwächlingen" und wie die Betrüger hier benannt werden, aber es hilft einem nichts, man kommt dadurch nicht weiter.
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Viele "Betrüger" hier scheinen wirklich Probleme mit Kritik zu haben, einige verschwinden hier sehr schnell, wenn sie nicht die Antworten bekommen, die sie sich erhofft haben. Manche denken sogar, sie können nach einiger Zeit Funkstille einfach da weiter machen, wo sie aufgehört haben, trotz Drama, Tränen, massiven Verletzungen. Diese scheinen sich wirklich keine Fragen zu stellen und ich vermute, da ist dann auch Hopfen und Malz verloren. Aber was nicht ist, kann...
Auch viele AP beschäftigen sich lange mit ihrem AF/AM: "Ist KS sinnvoll, was stimmt, bin ich auf einmal egal? Wieso hat er/sie mir Hoffnungen gemacht und von Liebe gesprochen?"
Sinnvoller für einen selbst wäre jedoch: "Warum habe ich mich überhaupt auf den Platz als AP eingelassen? Warum lege ich Wert auf die Aussagen eines Menschens, der es offensichtlich mit Ehrlichkeit und Respekt nicht so genau nimmt? Warum habe ich auf diese Aussagen vertraut und gebau?"
Alles braucht seine Zeit, auch die Wut, Enttäuschung, Verzweiflung.. Aber man sollte nicht zu lange daran festhalten, loslassen, seinen Fokus verändern und wenn man das nicht kann, versuchen zu verstehen, was einen hält und evtl. Hilfe holen. Das wünsche ich allen!
@Zugaste
alle Beteiligten an einer Affäre schauen zuerst "bei den anderen" (direkt oder indirekt) Beteiligten,
"kümmern" sich anfangs nur um die Anderen, um irgendwann zur Erkenntnis zu kommen, sich selbst überhaupt nicht in den Fokus genommen zu haben.
Am Anderen etwas festzumachen, was zur Affäre geführt hat, ist ein "Leichtes"! Die/der kann
sich nicht wehren. Und... eine einseitige "Stellungnahme" zu einer Affäre gibt keine Möglichkeit festzustellen, ob es wirklich SO war. Klar....wer HIER etwas schildert, schildert "seins" so, wie
sie/er es sieht/sehen will. Ob das tatsächlich dem entspricht, wie es wirklich war, muss dann jeder
mit sich selbst ausmachen....sprich Reflektion. Wer reflektieren möchte, braucht Fakten...und kann daher gleich von "Wischi-Waschi" Abstand nehmen.
Dass "Betrüger/innen" wie "Geliebte" in den Bereichen, wo es ans "Eingemachte" geht, sehr oft einen
Rückzieher machen, um sich selbst nicht bloßzustellen, ist Gang und Gäbe. Auf "Eingemachtes" näher angesprochen kommen sehr häufig unwirsche Reaktionen, obwohl das Eingemachte von denjenigen zuvor selbst mitgeteilt wurde.
Du sprichst Fragen an - AP betreffend - die einige AP mächtig ins schleudern bringen werden und Antworten darauf werden wohl eher selten kommen. Deine Fragen sind "Eingemachtes", zu dem sich viele AP - vor allem Frauen - nicht "so gern" bekennen. Aber genau diese Fragen sind es, die der Aufarbeitung und der Reflektion und dem späten loslassen-wollen/können unglaublich dienlich sind.
Zitat:...versuchen zu verstehen...
Ja... versuchen zu verstehen... Einiges, vor allem Eigenes, wird verstanden werden können - aber ganz sicher nicht alles. Auch wird nicht alles verstanden werden (können), was die Beteiligung Anderer an der Affäre betrifft. Es gibt Dinge, die werden unbegreiflich bleiben....müssen aber als Tatsachen und Fakten so akzeptiert werden, wie sie sich "irgendwann" darstellen...