Zitat:Ich denke, dass bei kurzen Affären oder Ausrutschern, der Betrüger sehr wohl eine Erschütterung durch die Reaktion des Partners nach Aufdecken erfahren kann, die ihn und sein Verhalten ändert. Da vor Aufdecken der Status Quo war, dass der Partner "ja selber Schuld" an der Untreue hat- aus Sicht des Betrügers- so kann das nach Aufdecken der Affäre, wenn die Erschütterung in der Ehe angekommen ist, die Sichtweise des Betrügers verändern und damit auch neue Handlungsoptionen entstehen.
Mit Sicherheit erfährt der Betrüger eine "Erschütterung".
Die Frage ist, worauf diese Erschütterung gründet?
Ja, es entstehen neue Handlungsoptionen für alle Beteiligten. Um wen oder was geht es aber jeden dann wirklich?
Gesund ist es, erstmal nur von sich auszugehen. Sich selbst am Wichtigsten nehmen. Und der Mensch, welcher das (aufgrund seiner Zweifel oder Abgebrühtheit) tut, ist der Betrüger.
Er schaut in erster Linie auf sich und sein Befinden und handelt auch danach. Ja zum Teil skrupellos, da er keine der beiden Frauen (oder Männer) mut deren selbst wahrnimmt oder sich mit deren Leid auseinandersetzt.
Die Erschütterung hat also vielmehr mit den Einschnitten in das Leben des Betrügers selbst zu tun, als das es auf die Person der (Ehe-)Partner oder Affäre gemünzt wäre.
Da nehmen sich wohl die Beteiligten (Affärenpartner wie auch (Ehe-)Partner) zu wichtig, da sie meinen, die Handlungsweise des Betrügers hat mit ihrer Person zu tun. "Wenn er nur die Nachteile für sein Leben erkennt, dann wird er MICH schon zu schätzen (lieben) wissen".
Das sollte man einfach so nüchtern sehen und nur für sich selbst entscheiden, ob man diese "Rolle" im eigenen Leben bekleiden bzw. für einen anderen einnehmen will.