Sloppy
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Ich ersticke in meiner Vergangenheit. Kindheit war nicht sonderlich schön, aufbrausender Vater, (vermutlich) narzisstische Mutter. Ich bin der Außenseiter in der Familie. Ich wurde oft als wertlos betitelt von meiner Mutter, keine Wärme war da, mein Vater schlug mich. Irgendwie kam ich durch.
In den letzten Jahren kam alles hoch. Ich hab viel nachgedacht, sehe die Dinge, die schief liefen und laufen, wünsche mir eine Familie. Eine Therapie habe ich bis dato nicht angefangen, weil ich "wertlos" bin. Kann mann das verstehen?
Aus einer längeren Beziehung habe ich eine kleine Tochter. Ich mache bei ihr alles anders, als ich es erfuhr in meiner Kindheit. Sie bekommt viel Liebe, auch von dem Vater meines Kindes. Ich bin geduldig, versuche ihr einen schönen Start ins Leben zu ermöglichen. Ich weiß, wie es ihr ergehen kann, wenn ihre Gefühle ignoriert werden. Das wünsche ich mir nicht für sie. Never.
Und dann sind da diese Momente, die mich ersticken und furchtbar verletzen. Meine Tochter verletzt mich nicht (natürlich nicht), aber der Vater meines Kindes. Wir sind nicht zusammen, versuchen sie gemeinsam groß zu ziehen in Absprache. Wir wohnen 600km weit weg voneinander. Und er will partout, dass wir zu ihm ins Haus ziehen. Ich möchte das nicht. Ich kann mir diese Stadt nicht vorstellen. Und mit ihm reden, bringt nichts. Er zieht seinen Stiefel durch.
Das gemeine ist, er beschimpft mich seit 6 Monaten vermehrt. "Er mag mich nicht" "ich bin wertlos" (weil ich ihm erzählte, dass ich das von meiner Mutter hörte) "ich bin ein faules Stück sch. " - ich will nicht mit ihm zusammen wohnen.
Wenn ich meinen Alltag als Alleinerziehende sehe, ist der sehr durchgetaktet. Wenn alles erledigt ist am Tag, kommt vieles hoch. Und ich kann nicht darüber sprechen. Eben weil ich mich als wertlos ansehe und auch weil niemand da ist.
Manchmal möchte ich schreien und einfach zusammen brechen. Meine Tochter braucht mich. Was kann ich tun?