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Gefühle oder Ego-Spiel

Worrior
@baghira21
2,5 Jahre hast Du Sicherheit und Beständigkeit geboten, emotionale Regulation, Verständnis, Wertschätzung.
Irgendwann war es Dir nach eigenen Worten "zu viel", Dein Akku war leer.
Du hast das Richtige getan und die Notbremse gezogen.
Es war Euere erste längere Beziehung, ihr kanntet es nicht anders.
Doch Du hast gefühlt dass es da noch mehr geben muss, dass etwas fehlt, was mit Worten für Dich schwer zu beschreiben ist.

Du hast Schluss gemacht, doch sie nutzte dies nicht um sich selbst zu hinterfragen und an sich zu arbeiten.
Stattdessen hat sie dieses Echte eingetausch gegen erwas Unechtes.
Schnelle Befriefigung, Bestätigung von fremden Männern, Validierung von Außen.

Jeder dieser Männer wird sie prägen, wird Spuren hinterlassen, positiv wie negativ, gewollt oder ungewollt.
Besonders jene mit denen sie sich mehr vorstellen konnte, die aber durchschaut haben wie sie drauf ist und dies natürlich keinesfalls als Maßstab für eine engere Bindung sehen.
Diesen Frust, diese eingefangenen Traumatas, die keinesfalls zu ihrer positiven Persönlichkeitsentwicklung beitragen, wirst Du ausbaden.
Egal ob sie dies bewusst oder unterbewusst tut.
Du müsstest investieren, physisch wie psychisch um das zu bekommen was diese Männer für umsonst bekommen haben.
Du bekommst dann keinesfalls die jetzt bessere Version von ihr.
Eine Frage wäre, warum solltest Du das tun?

Ein guter Maßstab wäre ob Du sie so wie sie jetzt ist, Deiner Familie und Deinem Umfeld als die Frau vorstellen würdest, mit der Du beabsichtigst den künftigen Lebensweg zu gehen.
Welchen Rat würde Dir wohl Deine Mutter oder Dein Vater geben, ein guter pder väterlicher Freund, wenn sie wüssten wie es um sie steht?
Welchen Rat würdest Du einem guten Freund geben?

Glaub nicht der Lüge welche Dir erzählt wird, dass ihre Vergangenheit keine Rolle spielt.
Darüber solltest Du nur lachen den genau das tut es.

Ich möchte Dir keinesfalls Deine Wahrnehmung absprechen.
Du bist derjenige der live invilviert ist und Du kennst sie natürlich besser als wir oder ich.
Aber das ist keine Liebe ihrerseits und Deine Wahrnehmung sehe ich da als situationsbedingt verzerrt.
Nicht wenn Du ihr nahkommst zeigst sie sich zugänglich sondern sie schiebt Dich weg.
Wenn Du Dich dann distanzierst kriegst Du Futter hingeworfen dass Du wieder ran kommst.
Nicht weil sie bösartig ist sondern weil sie ist wie sie ist.
Du bist in diesem Spiel nicht der Favorit sondern jederzeit kurzfristig austauschbar und momentan ist Dein Platz die Ersatzbank.

Was bist Du Dir wert?
Meine Empfehlung, lass jetzt los ohne Groll, keinen Kontakt mehr, egal auf welcher Ebene.
Investiere Deine Zeit und Energie und all das Wundervolle was Du zu geben hast, bei gegebener Zeit in etwas Neues.
Jetzt schone Deine Ressourcen.

x 3 #16


ElGatoRojo
Zitat von baghira21:
Ich will einfach wissen, ob da noch echte Gefühle sind, oder ob sie mit mir spielt

Du bist in einem Machtgefälle zu ihren Gunsten. Sie spielt leicht ihr Alter und ihre Erfahrung aus und weiß, wie lang sie dir deine Leine lassen muss. Natürlich gefällst du ihr - aber das ist nicht das Wesentliche. Wenn du mehr willst als Spiel und Leidenschaft, dann suche eine Sanftere

x 2 #17


M
Zitat von Bard3:
– aber ich hatte trotzdem oft das Gefühl, dass sie eher das Gefühl geliebt hat, das ich ihr gegeben habe, als mich als Person.

Lieber Bard, das sagt doch schon alles und diese Gedanken in dir kommen ja nicht von Ungefähr. Wenn du dich nicht als Person in ihrer Gänze akzeptiertt fühlst, dann wirst du schon recht damit haben, denn diese Gedanken kommen, wenn man sicn in einer Beziehung "benutzt" und instrumenttalisiert fühlt.

Lass es bleiben, es ist alles zu kompliziert mit der Frau und aufgewärmte Beziehungen gehen selten gut. Such dir Jemand anderen bei dem du ein gutes Bauchgefühl hast. Das Leben ist zu kurz um Zeit in eine disfunktionale Beziehung zu investieren. Es gibt auch unkomplziertere Frauen, die dich spüren lassen , dass du angenommen bist.

Push- und Pullbeziehungen funktionieren immer nach einer Choreografie. Auf eine Phase der Annäherung entsteht eine Nähe, die zunächst beide mit Hoffnung erfüllen. Dann zieht sich einer zurück, weil ihm die Nähe zusetzt und er sich vereinnahmt und auch erdrückt fühlt. Er schafft Distanz, meldet sich weniger oder zeitweise gar nicht mehr und legt den Fokus auf sich und die gefühlte Freiheit.
Der Partner, der gerne eine beständige Nähe und Liebe hätte, merkt den Rückzug und wird verunsichert. Was nur ist passiert, was ist falsch gelaufen, was habe ICH falsch gemacht, wie kann ich das retten? Das ist der unterlegene Teil der Wünsche hat, die nicht realisiert werden können, weil der Andere blockiert und die Wünsche torpdiert. Der verunsicherte Partner grefit dann meist in die Psycho-Trickkiste um sich selbst zu helfen Entweder er zieht sich selbst zurück und spiegelt den anderen in der Hoffnung, der möge dann wieder antraben. Oder aber er zieht sich selbst in Zweifel, fängt an, sich selbst in Frage zu stellen, findet "Entschuldigungen" für das Distanzverhalten und sucht wieder Annäherung. Er empfindet aber mit längerer Dauer der Beziehung zunehmend Angst und Verunsicherung, da sich die Distanzphasen des aktiven Bindungsvermeiders wiederholen.

Der eine ist und bleibt bedürftig, der andere muss zwanghaft immer wieder in die Distanz gehen. Bis er dann merkt, dass er ja doch recht einsam ist und wieder andockt. Oh, was für ein wunderbares Hochgefühl für den Wartenden! Die schlimme Zeit hat ein Ende, jetzt kommt das Glück wieder, die Liebe scheinbar unendlich groß. Leider wird sich das Spiel aber wiederholen und dann kommt wieder die Zeit der Verunsicherung, des Wartens, Zweifelns und Haderns.

Der Unterlegene gerät oft in eine emotionale Abhängigkeit, weil er so sehr nach Nähe giert, die in seiner Einbildung nur dieser eine Mensch ihm geben kann.

Push- und Pull-Beziehungen laufen immer gleich ab und haben ihre Dynamiken, aber Zuverlässigkeit und Sicherheit geben sie nicht.Und sie haben klare Rollenverteilungen. Derjenige, der die Nähe immer wieder zunichte macht, hat die Oberhand, für den Partner bleibt die untergeordnete Rolle des Wartenden und Ängstlichen. Beziehungen mit einem Gefälle machen aber niemanden glücklich, am allerweigsten den Unterlegenen.

Wenn so was in einer Beziehung auftritt, sollte man sie beenden, denn es wird nichts besser werden.
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