Liburna
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ist für mich eine Premiere in einem Forum etwas zu schreiben.
Ich bin nun 55 Jahre alt und mit meiner Frau 30 Jahre zusammen, davon 25 verheiratet.
Im letzten Jahr ist meine Welt zusammengebrochen. Die Jahre 23 und 24 waren für uns sehr anstrengend und Kräftezehrend. Im Herbst 24 habe ich herausgefunden, dass meine Frau eine Liebelei mit einem Jugendfreund angefangen hatte. Dies hat mich kalt erwischt. Sie war so begeistert von den Schmetterlingen im Bauch, ein Gefühl, welches sie schon so lange vermisst hat.
Wir haben es mit einer Paartherapie versucht, aber die wurde wieder abgebrochen, da meine Frau nicht weiß, ob sie die Ehe retten möchte oder nicht.
Die Affäre ist wohl zur Zeit beendet, und meine Frau ist bei einem Therapeuten, da sie Panikattacke, Angstattacken und Herzrasen bekommen hat. Seit Januar wohne ich in meinem Elternhaus, das zum Glück leer stand. Die Räumlichetrennung hat uns geholfen wieder Luft zu bekommen. Wir sehen uns wöchentlich, und haben eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu einander. Nun sind aber 3 Monate vergangen , und ich sehe kein Ende und auch keine Veränderung.
Gestern haben wir uns ausgetauscht, und sie erzählte, dass sie nun zu Hause wieder besser schlafen kann, und sich wohlfühlen würde. Die Attacken verschwinden. Sie vermisst mich sonst nicht zu Hause. Nur nach dem wir uns gesehen haben, fühlt sie sich schlecht und braucht Zeit um wieder Ruhe zu finden.
Eine richtige Trennung möchte sie aber nicht, da irgendwas in ihr schreit, das auf gar keinen Fall. Sie hätte gerne noch mehr Zeit um herauszufinden, was sie wirklich möchte.
Nun, ist das für mich nicht ganz einfach. Ich möchte auch keine Trennung, aber auch nicht die Warteposition. Ich möchte nach vorne, und eigentlich mein altes Familienleben zurück. Bei einer Trennung würde ich alle Brücken abbrechen, und daher ist es schwer es von meiner Seite her es zu beenden. Die Zukunft wird so oder so anstrengend.
Nur, es wird irgendwann eine Entscheidung kommen, und die Frage ist verkürzt man die Leidenszeit und zieht jetzt den Schlussstrich, oder hofft man noch?
Wir haben 2 Kinder die sind schon über 20, aber dennoch spielen die natürlich eine Rolle.
Dieses Karussell im Kopf macht einen irre.