rosenherz
Gast
genau weiß ich nicht, ob und wie Dir das hilft, aber ich kann Dir erzählen wie ich mit dieser Angst umgehe.
Mich wird meine neurologische Erkrankung vermutlich keine Lebensjahre kosten, aber sie kann durchaus grausam enden. Keiner weiß das und keiner kann mir das sagen. Ich mache also folgendes: ich übe mich im gnadenlosen Optimismus. Solange sich nichts schlimmeres ergibt ist das für mich geschenkte, gesunde, wundervolle Zeit. Ich könnte die natürlich auch noch mit Angst zerstören, aber was dann? Dann bleibt mir noch weniger schöne Zeit. Es reicht wenn ich mich mit dem Problem auseinandersetze wenn es wieder akut wird. Das ist natürlich auch eine Frage des Zeithorizontes. Sprechen wir von Monaten, Jahren oder Jahrzehnten. Und ich will auch nicht den Eindruck erwecken als wäre das leicht. Aber soweit ich es gelesen habe, steht Deine Diagnose noch nicht und das berühmte Damoklesschwert über Dir bringt Dich um den Verstand.
Natürlich ist es dumm zu sagen 'ignoriere' alles und spiele Friede, Freude, Eierkuchen. Das meine ich auch nicht. Aber Angst hilft Dir hier kein Stück weiter. Sie lähmt Dich, sie zerstört sogar.
Du darfst Dich schwach fühlen und vom Schicksal verschaukelt, aber Du bist auch stark, Du weißt es vielleicht nur noch nicht.
Du brauchst Hilfe. Und wenn die jetzige therapeutische Behandlung nicht wirkt, versuche es am Besten mit einer anderen. Deinen Partner zu vergraulen vor lauter Angst, hm. Kannst Du versuchen ihn umzustimmen? Oder ist es so richtig endgültig? Vorher müsstest Du aber schon 'gelernt' haben Deine Emotionen nicht an ihm 'auszulassen', sondern vielleicht einen Plan haben wie man gemeinsam damit umgehen könnte. Oder willst Du es so? Willst Du lieber alleine sein um niemandem zur Last zu fallen?
Ich wünsche Dir alles Gute.