Honigbiene1
Gast
Ich habe meinen Partner regelrecht fertig gemacht und ihn in allen erdenklichen Situationen kleingehalten und jegliche Nähe abgeblockt. Zuneigung habe ich versucht, zu zeigen, aber es war nicht genug. Er war das genaue Gegenteil und hat fast die gesamte Zeit versucht, standhaft zu bleiben (und es auch so gesagt, weil er wusste, dass ich ihn eigentlich will).
Vor der Beziehung habe ich eine Therapie angefangen, um an meiner „Beziehungsunfähigkeit“ zu arbeiten. Es ist einiges passiert dahingehend, aber anscheinend nicht genug. Sonst hätte mein Partner sich nicht diese Woche endgültig von mir getrennt bzw. ich ihn zur Trennung getrieben.
Er sagt, ich kann die Liebste und Süßeste der Welt sein, aber ebenso ein feuerspuckender Drache. Und dass ich sein eigenes Feuer mit einem Feuerlöscher erstickt habe.
Die letzten Wochen gab es nur noch Trennungsgespräche und ich habe immer wieder gesagt, dass ich mir um meinen Bindungsstil nun bewusst bin und das doch gut sei, um daran zu arbeiten. Anfangs war er noch dabei, aber schlussendlich sagt er, dass es nicht funktioniert und zu spät ist.
Ich weiß nicht mehr weiter. Die Therapie wird gerade nochmal etwas verlängert (eigentlich wäre sie demnächst vorbei), aber ich wollte mich ja gar nicht trennen. Ich habe meinen Partner geliebt und wir wollten im nächsten Jahr zusammenziehen und hatten große Zukunftspläne. Ich habe mir solche Mühe gegeben (für meine Verhältnisse und Schwierigkeiten) und dass es ihm zu viel wurde, kann ich absolut nachvollziehen. Trotzdem bin ich einfach nur schockiert und unendlich traurig. Ich funktioniere alleine zu gut. Das ist nicht das Problem. Ich will aber nicht alleine sein, sondern mit ihm.
Kennt jemand diese Perspektive und hat einen Ratschlag?