stillsoconfusin.
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Ich bin eine Person, die schon in Kindergarten-Zeiten fast immer einen Freund hatte. Dies waren natürlich keine ernsthaften Beziehungen, nur so Kinderkram. Als ich älter wurde, hat sich das dann natürlich etwas gelegt, da kam dann nämlich niemand mehr einfach so auf mich zu und fragte, ob ich mit ihm gehen möchte
Aber auch in der Oberstufe und in meiner Lehrzeit hatte ich Beziehungen. Von Kindergarten bis Ausbildung hatte ich so um die 6 Freunde. Die meisten waren nur von kurzer Dauer und nichts ernsthaftes, aber trotzdem habe ich es mit keinem von denen ausgehalten. Die Trennung ging meist von mir aus.
Mit 18 Jahren habe ich dann meine erste Liebe kennengelernt und in meinen Augen betrachtet war das auch die erste «richtige» Beziehung für mich. Halt mit dem erstem Mal, Streits, Liebeskummer und allem drum und dran. Diese Beziehung hat mich geprägt und obwohl ich keinerlei Gefühle mehr für ihn habe, würde ich behaupten, dass ich ihn wahrscheinlich in meinem ganzen Leben nie wieder vergessen werde. Die Trennung ging damals von ihm aus. Ich bin heute zwar dankbar dafür, da ich mich enorm weiterentwickelt habe, hätte mich aber niemals von ihm getrennt, da ich einfach so viel Liebe für ihn empfunden habe.
Ein halbes Jahr später traf ich dann meinen jetzigen Ex. Eigentlich ein toller Mensch, abgesehen von seinem (wenn auch kleinen) Alk. und der Tatsache, dass er nie mit mir geschlafen hat. Auch hier habe ich keinen Ausweg mehr gesehen, da er nicht bereit war, Kompromisse einzugehen, und habe mich gegen mein Herz entschieden und mich getrennt.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mir diese Gedanken mache, weil ich teils noch immer unter dem Liebeskummer leide und man da ja nie ganz sauber im Kopf ist (sorry für diese Ausdrucksweise, aber ich fühle mich wirklich als wäre ich nicht mehz ganz bei Sinnen), aber immer weider frage ich mich, ob es denn den Richtigen überhaupt gibt. Oder ob ich einfach viel zu viele Erwartungen an die Männerwelt habe, und nach dem Perfekten suche, der so eigentlich gar nicht existiert – und ich nie zufrieden sein werde.
Freunde und Familie sagen immer, der richtige sei eben noch nicht gekommen. Wenn er da sei, würde alles von alleine klappen. Ein Teil von mir glaubt das auch. Und ich wäre ja wirklich dämlich, mit meinen zarten 20ig Jahren Angst vor dem allein Sein zu haben, da noch die ganze Welt auf mich wartet. Aber dann frage ich mich wieder, warum es denn mit all meinen «Freunden» nie geklappt hat. Warum es immer aus irgendeinem Grund nicht gepasst hat. Ob ich diejenige bin, die einfach nicht umgänglich ist und ich auf einem zu hohen Ross sitze und der Fehler an mir liegt, nicht an den Männern? Aber andererseits soll er doch perfekt für mich sein, und ich darf doch wohl verlangen, dass er mich glücklich macht?
Das gemeine ist zusätzlich, dass alle in meinem Umfeld glückliche Beziehungen führen. Alle meine vier Brüder sind schon seit ihrer Jugend vergeben und glücklich, der Grossteil meiner Freundinnen befindet sich ebenfalls schon in langjährigen Beziehungen. Eigentlich fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt und geniesse mein Single-Leben – eben gerade weil ich noch so jung bin – aber trotzdem hat man da so das Gefühl, warum denn bei einem selbst der Prinz noch nicht angeritten kam.
Plagen euch solche Gedanken auch ab und zu? Vorallem auch diejenigen, die schon etwas älter und mehr Erfahrung auf dem Buckel haben, als ich?