Zitat von KBR:Ich würde gern verstehen, was die Betroffenen daran hindert, demjenigen schon bei einem solchen Ausmaß schon beim ersten Mal zu sagen, entweder er benimmt sich "vernünftig" oder er kann die Beziehung als beendet betrachten. Und dann. Und tschüss!
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe vieles damit entschuldigt, das ER Stress auf der Arbeit hat, denn nachfragen durfte ich nicht. Oder man sagt sich: eine Laus ist ihm über die Leber gelaufen.
Am Anfang habe ich oft gedacht, jeder hat mal einen schlechten Tag.
Die Steigerung erfolgte in vielen Dingen, da ein Witzchen auf meine Kosten, also sagst du dir: sei nicht so empfindlich.
Dann plötzlich Abwertende Bemerkungen vor anderen, ok nimmt man in der Situation hin, stellt ihn später in Ruhe zur Rede.
Was? Ich? Ne, was du die wieder einbildest, arbeite mal an Dir.
Was folgt ist starke Verunsicherung bei einem selbst und empörtes Schweigen von deinem Gegenüber, denn er hat ja nix schlimmes gemacht.
Ich geriet in einen Strudel in dem ich mich selbst nur noch in Frage stellte, Dir selbst für alles die Schuld gibst.
Ich kenne das auch mit dem knuffen, kneifen etc.
Wenn ich stop sagte, konterte er, hast du heut deine Tage?
Ich zumindest war irgendwann an dem Punkt, wo ich nur noch aushielt und mich nicht mehr darauf freute, wenn er von der Arbeit nach Hause kam.
Ich wurde hibbelig, wenn ich auf die Uhr sah und wusste, noch 10 Minuten dann kommt er.
Aber du hälst das einfach aus, weil du es mit 1000 gründen entschuldigst, dich selbst in frage stellst und auch nicht wegen solcher Bagatellen deinen Lebensplan aufgibst.
Ich dachte immer an die Ehe meiner Eltern, da schien auch nicht jeden Tag die Sonne und trotzdem haben sie sich bis zu ihrem Tod geliebt.
Rückwirkend kann ich nur sagen, ich fühle mich befreiter und ja ich glaube, erleichtert.
Aber gleichzeitig auch missbraucht, beschmutzt und ich bin ärgerlich auf mich selber. Denn ich hätte früher erkennen und begreifen müssen.