Ema
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Zitat von hatdazugelernt:
und ich hab in Gedanken das alles dem Unsäglichen erzählt,
ich vermisse ihn. Ich bin fürchterlich traurig oft. Ich denke mir dann zwar- ok, reiß dich zusammen, Haufen zu tun, brauchst dein Hirn, der Kerl ist es nicht wert... Aber dann bin ich traurig.
Dem, dessen Name nicht genannt werden darf?
Kenn ich. Alles.
Kennst du das auch:
Manchmal habe ich ganz lichte Momente. Als würde mir jemand anders gerade meine ganze absurde Geschichte erzählt haben und ich denke nur: Nee, oder? So einen Sch.eiß macht irgendjemand mit? Nicht ernsthaft, oder?
Und macht es nicht nur mit - er trauert auch noch? Wie jetzt? Darum, dass der Blödsinn endlich vorbei ist?
Und bei diesem Licht betrachtet, sind sie das alle, diese Geschichten hier: Total absurd.
Es sind so etwas wie Augenblicke der kurzen Erleuchtung.
Dann übernimmt wieder irgendeine bekloppte Biochemie die Regie und erzeugt seltsame Dinge wie Sehnsucht (nach dem Folterknecht, der eigentlich auch wiederum nur ein armes Sch.wein ist - wie man selbst - gefangen in seiner eigenen, ganz persönlichen Hölle), Trauer (um die vergangene Quälerei?), Wehmut (um die Selbsterniedrigung?) und der klare Moment wird in irgendeine dunkle Ecke des eigenen Selbst verscheucht.
Aber hey: Er war kurz da!
Und man kann ein paar Tränchen weinen und denken: Er wird wiederkommen. Und das nächstemal verweilt er ein bisschen länger. Ganz bestimmt. Es gibt ihn, diesen Teil in uns, der ganz klar sieht. Messerscharf.
Und der uns zeigt: Maja. Alles, was uns leiden lässt, ist nur Maja.
Wir erzeugen den Blödsinn selbst. Wir können es auch wieder lassen.
Ich hatte gerade so einen lichten Moment. Deshalb kann ich gerade so geschwollen daherschwafeln.
Ich lege aber für später schonmal das Taschentuch in Griffweite.

