Zitat von monchichi_82:Du weißt noch nicht ob die Gefühle füreinander für mehr ausreichen aber formuliert bereits eine gemeinsame Zukunftsplanung in den ersten Wochen? Wie ist das zu verstehen?
Ich denke das muss man differenzieren: In den ersten Wochen rauschten die Hormone nur so durch und die Gefühle fuhren Achterbahn, da haben sowohl er sich, als auch ich mich, dazu hinreißen lassen von einer gemeinsamen Zukunft zu träumen. Wenn sich dann der Kopf zu Wort meldet, ich einen Schritt zurücktrete und tiefdurchatme, merke ich selbst dass das ja alles sehr blauäugig ist und viel zu schnell geht. Ich muss doch erstmal diesen Menschen kennenlernen, bevor ich sagen kann ob ich tatsächlich eine Zukunft mit ihm möchte. Da bin ich aktuell.
Zitat von monchichi_82:Wie würdest du denn rein fiktiv betrachtet, mit ihm eine Beziehung führen wenn du wegen jeder Kleinigkeit in die Luft gehst? Was denkst du wie lange er da bei dir bleibt?
Ok, das war im Eingangspost schlecht von mir dargestellt. Ich bin nicht ständig in die Luft gegangen. Ich bin von der Art her keine Frau, die in die Luft geht. Ich werde eher enttäuscht und schmollig. Ob das nun besser oder schlechter ist, sei mal dahin gestellt. So bin ich eben einfach.
Auch finde ich nicht, dass ich wegen jeder Kleinigkeit ausgeflippt bin oder rumgeschmollt habe. Ich hatte nie ein Problem damit, wenn unerwartet sein Sohn vor der Tür stand und er deshalb nicht konnte. Oder wenn Mal ein beruflicher Termin oder whatever dazwischen kam. Ich habe immer gesagt: "Schade, ich hätte dich gern gesehen. Viel Spaß." Aber die Häufigkeit der kurzfristigen Absagen in relativ kurzer Zeit nahm mich einfach mit. In mir entstand ein Gefühl von "auf sein Wort kann ich mich nicht verlassen und so wichtig bin ich scheinbar nicht, dass er statt des abgesagten Termin einen anderen Tag etwas Zeit für mich findet." Klar, hat er auch gemerkt, dass ich enttäuscht bin, es tat ihm, sagt er, ja auch jedes Mal Leid wenn er nicht konnte und hätte lieber mich gesehen, als noch bei Veranstaltung XY einzuspringen.
Jedes Ereignis als solches war kein Problem für mich. Nur in der Masse hat es mich mitgenommen und es mündete dann im Streit als er den Kurztrip einen Tag vorher gecanceled hat. Ich wollte ihm meine Grenzen aufzeigen und sagte dann auch, dass ich enttäuscht bin, dass so vieles nicht klappt, was er fest zugesagt hatte zuvor. Und dass ich zunehmend das Gefühl habe, dass er in seinem vollen Leben, das er zweifelsohne hat, keinen Platz für mich ist oder er keinen Platz für mich einräumen möchte. Er war dann genervt, dass ich die Absage so persönlich genommen habe, ich war dann sauer, dass er aus meiner Sicht, so wenig Verständnis dafür hatte, dass mich die Absage traurig macht. So stritten wir dann eben.
Ich spreche mich doch überhaupt nich frei von Fehlern. Ich weiß schon, dass ich in manchen Situationen völlig überreagiert habe, dafür habe ich mich auch entschuldigt. Genauso wie er sicht für manches Fehlverhalten entschuldigt hat.
Und ob das mit uns in einer Beziehungen klappen würde, versuche ich ja gerade herauszufinden. Ich weiß nur eben nicht, ob er es noch herausfinden möchte oder seine Antwort schon längst hat.