cheaterlow
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ich schreibe mal hier, weil ich nicht wirklich einen passenden Thread gefunden habe.
Folgendes, im April diesen Jahres bin ich mit meiner jetzigen Ex zusammen gekommen. Alles schien von Anfang an perfekt zu sein. Sie gab mir sehr schnell Schlüssel zu ihrer Wohnung mit dem Satz, sie hätte mich gerne ganz bei sich.
Ich blauäugig und verliebt wie ich war; dachte ich mir: was gibt es Schöneres als bei der Frau zu sein die ich liebe. Fehler - weiß ich selbst.
Jedoch weiterhin alles perfekt, bis vor ca 2,5 Wochen. Sie wollte Zeit für sich, für ihren Sohn, für ihre Umschulung. Ich sollte lediglich mal 2-3 Tage nach Hause in meine Heimat fahren, 50km. Jedoch anstatt das zu akzeptieren und mich auf Freunde etc. zu freuen, habe ich einen riesen Aufstand gemacht von wegen sie wolle mich ja rausschmeißen oder sich trennen.
Genau sagen warum ich so reagiert hab kann ich nicht, denke ich habe von irgendetwas mal eine Verlustangst o.Ä. mitgenommen.
Naja wir haben uns dann die letzten 2,5 Wochen fast täglich gestritten. Sie beteuerte mir immer wieder, dass das nichts mit der Beziehung oder zu tun hat. Hat mir jedes mal klar gemacht, dass ich mir keine Sorgen machen muss. - Ich hab es, warum auch immer, nicht in den Kopf bekommen und immer nur engstirnig den Rausschmiss gesehen.
Dann dachte ich letzten Donnerstag ich hätte es endlich begriffen, ich wollte bis Sonntag in meiner Heimat bleiben. Auch wegen einem bevorstehenden Jungesellenabschied.
Ja, es war Samstag, wir haben alle feuchtfröhlich gefeiert, habe meiner Ex morgens noch geschrieben, dass ich mich auf sie freue. Als ich dann irgendwann betrunken war, kippte meine Stimmung. Wir waren auf einem Fluss mit Kanus, es regnete, hagelte und stürmte plötzlich. Danach habe ich meiner Ex noch geschrieben wir sind jetzt an Land nach den Strapazen.
Sie hatte es gelesen ( WhatsApp blaue Haken ) und nicht direkt drauf geantwortet. Ich weiß bis heute nicht was mich da geritten hat, denke ich wollte Aufmerksamkeit. Jedenfalls habe ich direkt losgefeuert und ihr unterstellt es würde sie gar nicht interessieren. Dann kam eins zum anderen. Letztendlich komme ich auf den Punkt, dass ich sie mehr oder weniger zum Schluss machen gedrängt habe. Ich habe mich sehr für mein Verhalten geschämt als ich am nächsten morgen auf mein Telefon geschaut habe. Ich wusste gar nicht, dass ich so ein A. sein kann.
Habe mich jetzt 2 Tage lang nur mit mir beschäftigt. Bin zu dem Schluss gekommen, dass ich definitiv an mir arbeiten muss und werde. Natürlich in gewissermaßen auch für sie, aber hauptsächlich für mich. Dieses Verhalten geht gar nicht.
Sie schrieb Sonntag morgen, sie wolle in Ruhe nachdenken und erstmal Ruhe. Habe ihr nicht geschrieben oder so. War aber hart.
Gestern sagte sie, sie hat heute Zeit noch ein mal zu sprechen, aber sie würde ihre Meinung "erstmal" nicht ändern. Sie hat keine Zeit für einen Freund. Und sie will ihre kleine heile Welt mit dem Sohn schützen.
Ich habe für alles Verständnis. Die Fehler lagen definitiv bei mir.
Im Laufe der gestrigen Schreiberei, hat sie glaube ich gemerkt, dass ich wirklich bereue und ernst meine was ich sage. Nicht so wie die Tage vorher. Sie sagte auch, dass sie erstmal defintiv keinen Partner will.
Nun, ich will mich nachher aufrichtig bei ihr entschuldigen. Sie soll wissen, dass ich es wirklich ernst meine, auch das mit ihr. Nur bin ich zu spät aufgewacht, sozusagen. Sie sagt, ich hätte sie bewusst versucht zu manipulieren, damit sie da bleibt und mir das gleiche an Gefühlen entgegenbringt was ich ihr gebe. Bewusst und beabsichtigt habe ich das wirklich nicht getan, aber sie hat recht. Es hat definitiv etwas Manipulatives. Über die 2,5 Wochen sagte sie, haben ihre Gefühle sehr stark gelitten.
Dazu kommt, dass ich ein Mensch bin, der für seine Fehler gerade stehen und es wieder hinbiegen will. - Wie stehen rein subjektiv betrachtet meine Chancen.
Weil ich denke mir, hätte sie definitiv kein Interesse mehr daran, würde sie mir nicht ständig dieses "erstmal" unter die Nase reiben. Und mir auch nicht sagen, dass ihr Sohn ständig nach mir fragt usw. Zudem hat sie auch noch gemeinsame Fotos auf Social Media Plattformen.
Ich bin mir nicht ganz sicher. Jedenfalls will ich mich wie gesagt, nachher aufrichtig entschuldigen. Es tut mir nämlich wirklich leid. Für den Mist gerade stehen den ich fabriziert habe und irgendwie das Beste draus machen. Ihr Zeit geben und auch selber nachdenken und an mir arbeiten.
Besteht die Möglichkeit langfristig noch was zu reißen, oder soll ich mich mit dem Gedanken abfinden, dass es nie wieder etwas wird? Und wie soll ich mit dem gemeinsamen Kater verfahren, den wir uns angeschafft hatten? Ich will ihn ihr nicht wegnehmen. Würde aber schon gerne mitbekommen wie er aufwächst und ihn ab und an mal sehen.
Falls das alles zu viel durcheinander ist, tut mir das leid . Spiegelt meine aktuelle Denkweise gut wieder.
Danke erstmal für die Aufmerksamkeit!