Hass überwinden - Weg zur Gleichgültigkeit

Gast1010

Ich war 7 Monate lang mit jemanden zusammen, der mich ständig belogen hat, der mich mehr und mehr gefangen hielt (ich war zu diesem Zeitpunkt sehr labil aufgrund einer posttraumatischen belastungsstörung) und ich tat damals alles, um keinen streit vom zaun zu brechen, tat alles, um nicht alleine zu sein. geliebt habe ich ihn glaube nie, es war nur die angst, die mich trieb.
und das nutzte dieser moslem auch aus...
er kontrollierte mich 24/7, beschuldigte mich, beschimpfte mich usw. sobald ich irgendwas alleine machen wollte, länger auf arbeit war als üblich, er versuchte mir immer schuldgefühle einzureden. dabei lebte er nur von meinem geld, er verdiente keinen cent....er lebte bei mir, war faul wie sonst was...

irgendwann wachte ich aber auf, ließ mir nicht mehr alles gefallen.
wurde trotz pille schwanger und erlitt eine totgeburt, die mir auch fast das leben gekostet hat.
da schmiss ich ihn raus und sagte ihm, dass er sich verpissen solle und er nervte und stalkte mich noch lange. seine freunde versuchten mich zu überreden, es doch noch einmal mit ihm zu versuchen.
aber ich wollte und konnte nicht mehr und da bleib ich auch standhaft/stur. Hab den Kontakt komplett abgebrochen, seitdem nie wieder mit ihm geredet oder ihn gesehen.

Aber ich bekam ständig alpträume von ihm....fast jede nacht plagen sie mich. entweder verfolgt er mich und ich renne weg oder wir sind wieder zusammen und ich ekel mich und oder er versucht mich wieder gefangen zu halten.

ich habe nie um ihn getrauerte oder meine entscheidung bereut. ich habe versucht, alles zu vergessen, nachdem ich mit freunden ausführlich darüber geredet habe, aber ich kann es nicht :\
und jetzt spüre ich einen derartigen hass ihm gegenüber und stelle mir vor, wie ich ihn leiden lasse, ihn schreien lasse etc.

das nervt.... ich will dieses kapitel in meinem leben endlich abschließen, aber ich kann nicht.
es ist fast ein jahr her und es quält mich immer noch.
ich kann nicht mal eine neue beziehung eingehen, obwohl ich mich von der pttbs nach 2-3 jahren endlich erholt habe und wieder stabil bin und abgesehen von dem mist auch glücklich bin. privat und auf arbeit läuft alles gut, ich habe keine sorgen, ich bin auch wieder gerne mal alleine, brauche nicht mehr diese zwanghaften stützen.
aber sobald ich versuche, eine beziehung einzugehen, scheitert es...sobald die person mehr aufmerksamkeit von mir fordert, mit mir sms schreibt o.ä. hab ich das verlangen, mich los zu reißen. ich fühle mich eingeengt, erinnert an meiner zeit mit meinem ex ( sobald ich nicht bei ihm war, schrieb er permanent sms mit mir. als er noch nicht bei mir wohnte, lief immer ein skype videochat. ich musste schon ausreden erfinden, um meine ruhe zu haben und ihn nicht sauer zu machen. also das waren 7 moante lang komplette kontrolle über jeden meiner schritte, selbst im schlaf...).
so.... und sobald ich was neues versuche, fühle ich mcih gezwungen, zu antworten, zeit mit der person zu verbringen (was ja eigentlich auch normal ist), aber ich kann es nicht, ich will dann nur noch weg...
das einzige, was funktioniert, ist eine s. beziehung ohne zwanghaften kontakt oder halt freunde, aber wirklich intime beziehungen sind nicht mehr drin.

Habt ihr vielleicht irgendeine Idee?
Zeit heilt wunden, ja, aber...es ist ja schon ewig her.

19.12.2014 13:41 • #1


Wirbelsturm


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Hallo Gast,

ich finde es ganz schwer zu dieser extremen Situation etwas zu sagen.
Aber mir drängt sich die Frage auf, ob es denn in Deinem Leben vorher schon mal eine gute Partnerschaft gegeben hat

19.12.2014 14:02 • #2


bifi07

bifi07


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Hallo Gast 1010,
ich kann deinen Hass schon verstehen, aber, wie du schon gemerkt hast, schadest du dir damit nur selbst.
Hast du noch mal an eine Therapie gedacht, damit du endlich *ganz frei* wirst?
Könnte mir vorstellen, dass du sonst immer, wenn es enger wird, Angst bekommst und davon läufst...und du damit vielleicht die Chance deines Lebens verpasst richtig glücklich zu werden!

Alles Liebe,
bifi07

19.12.2014 14:13 • #3


Gast1010


Hallo ihr beiden,


ich hatte bisher einige Beziehungen, die leider nicht so gut liefen, aber keinerlei Schäden hinterließen.
Selbst die Vergwaltigung von einem Ex Partner konnte ich sehr gut überwinden nach einiger Zeit.
Ich hatte bisher nur eine wirklich wundervolle Beziehung, aber diese Person war leider noch nicht reif genug für etwas wirklich ernstes udn entschied sich für die Freiheit.
Seither habe ich niemanden wieder so lieben können, aber ich hatte nie Angst vor engen Kontakten. War jahrelang single, dann versuchte ich es noch einmal, aber der liebe Herr wollte nur seine Triebe befriedigen und ich schmiss ihn schnell raus.
Ich bin eigentlich nicht der Typ Mensch, der sich so schnell unterdrücken lässt, aber ich mag auch keinen Streit und gebe eher nach, als auf meine Meinung zu pochen bzw. meinen Willen durchzusetzen.
Durch einige ziemich heftige Autofälle, die ich miterleben musste, war ich doch etwas zerstört und isolierte mich von der Außenwelt. Brach alle Kontakte ab, ging nur noch zur Arbeit, schmiss die Uni (stand vor der bachelor Arbeit) und zog mich im Internet zurück.
Da lernte ich den netten Herrn dann auch kennen.

Er zog mich hinein in eine emotionale Abhängigkeit, die ich so noch nie zuvor erlebt hatte.
Ich hatte schon immer Probleme mit Bindungen, aber das war wirklich etwas anderes. Wenn ich nur jemanden mochte und es mit ihm versuchte, hatte ich nie Probleme damit, getrennte Wege zu gehen, wenn es nicht funktionierte (abgesehen von der einen Person, die ich wirklich liebte. Da kämpfte ich um die Beziehung), aber der letzte hielt mich emotional wirklich gefangen, machte mich abhängig von ihm, spielte das arme Opfer und gab mir immer die Schuld für alles.

Ich habe auch schon über eine Therapie nachgedacht, nicht nur deswegen, in meinem Leben ist so einiges schief gegangen, aber ich hab immer gekämpft und gewonnen und fühle mich im gesamten gut. Nur manchmal denke ich mir, dass ich doch gewisse innerliche Zwänge habe, die ich gerne ablegen würde.
Nur fehlt mir momentan auch die Zeit, aber vielleicht ist das auch nur eine Ausrede meinerseits...der innere Schweinehund

19.12.2014 14:57 • #4


Wirbelsturm


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Oh Mann. Mir klappt gerade die Kinnlade herunter und ich denke, das darf doch einfach nicht wahr sein. Wie kann einem einzelnen Menschen nur soviel zugemutet werden. Das Leben ist manchmal einfach unfair hoch drei.

Ich hatte nach einer guten Beziehung in Deinem Leben gefragt, weil ich hoffte, daß es da etwas gäbe, eine Erinnerung, an der Du Dein Vertrauen aufrichten kannst.

Doch das ? Es ist wirklich gut, daß Du so eine Kämpfernatur bist und ich habe großen Respekt davor. Die Wunden, die Dir Dein Ex zugefügt hat, sind übel. Und daß er das bei einem Menschen geschafft hat, der so stark ist wie Du, zeigt schon sehr wie schlecht es Dir ging.

Liebe Gast, nach allem, was ich jetzt von Dir weiß, habe ich das Gefühl, daß es allein mit dem Austausch, den das Forum Dir bieten kann, nicht getan sein wird. Ich hoffe, Du schaffst es den inneren Schweinehund zu überwinden und Dir mit einer Therapie was Gutes zu gönnen. Vielleicht Dein guter Vorsatz fürs neue Jahr ?

Fühl Dich mal ganz herzlich gedrückt. Ich muss jetzt los, aber ich schaue später wieder hier vorbei. Vorerst alles Gute

19.12.2014 15:38 • #5


Hulka


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Danke

Hab mich mal angemeldet und einige Themen durchgelesen. Hier gibt es einige mit ähnlichen Erfahrungen und ich hoffe und denke, dass der Austausch helfen wird.

Ich finde es selber erstaunlich, was der Typ bei mir erreichen konnte und ich verstehe es nicht.
Natürlich weiß ich, dass ich labil war und er charmant, einfühlsam, hat mir alles versprochen, wonach ich mich sehnte. Doch es waren nur Lügen und leere Versprechungen.
Ich denke, alle Opfer fragen sich später, wie sie auf so was reinfallen konnten, wie sie solange mit jemanden zusammen sein konnten, der sie so behandelt hat und irgendwie gibt man sich doch selbst die Schuld und denkt, das man so blöd war, selbst Schuld sei usw.
Wenn man die Zeit doch nur zurück drehen könnte.

Wenn ich durch bin mit den Ärzten, dann sollte ich vielleicht wirklich mal eine Therapie beginnen. So kann es nicht weiter gehen.
Der Typ hat mir noch ein schönes Geschenk hinterlassen.... HPV mit Pap IIId. jetzt warte ich auf den nächsten Labor-Befund.
Hab mich jetzt auch durchgerungen, einen HIV test zu machen. Er sagte zwar immer, er hätte kein HIV, aber er hat viel gesagt, wenn der Tag lang ist und als er einen machen sollte, erfand er ausreden, um es später zu machen, was mich im Nachhinein doch stutzig machte.
Nächste Woche hab ich das Ergebnis....

19.12.2014 15:59 • #6




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