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Hat das Gefühl "Liebe" ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

6rama9

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Zitat von Kaetzchen:
Auch die durchschnittliche Ehedauer weltweit beträgt vier Jahre, nach wie vor

Laut statistischem Bundesamt beträgt die durchschnittliche Ehedauer alls geschiedenen (!) Ehen 14 Jahre und 8 Monate. Wo kommt deine Zahl 4 her? Da nur ca 40% der ehen geschieden werden und die übrigen 60% lebenslang (nehemn wir mal fiktiv 40 Jahre an) halten, ergibt sich eine durchscnittliche Ehedauer (über alle Ehen hinweg) von ca 30 Jahren. Das ist weit von 4 entfernt...

Zitat von Kaetzchen:
Laut Statistik beträgt die durchschnittliche Ehedauer in Deutschland 15 Jahre bei Scheidung. Wenn man bedenkt, dass die meisten wohl so nach 3-4 Jahren Beziehung heiraten, kommt das ganz gut hin mit den 20 Jahren

Jetzt nähern wir uns an, aber das Rechnen mit Prozenten und Durschnitten ist leider nicht so trivial. Die 15 Jahre beziehen sich auf die 40% der geschiedenen Ehen, nicht auf alle Ehen. Das Maximum der Scheidungen befindet sich glaueb ich im 4. Ehejahr. Wobei wir bei amit bei deiner einleitenden 4 angelangt sind, die so ganz falsch nicht war.

Zitat von EmmaPee:
Bei fast allen Leuten, mit denen ich mittlerweile wieder Kontakt habe, die jetzt auch wieder Single sind, sind Langzeitbeziehungen im Bereich von +/- 20 Jahren zerbrochen. Mal 18, mal 20 oder mal 24 Jahre. Auch hier im Forum ist mir das schon aufgefallen. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, wo eine Ehe/Partnerschaft 30 oder mehr Jahre gehalten hat.

Nur ca 40% der Ehen werden laut statsta.de überhaupt geschieden. Von diesen werden 75% innerhalb der ersten 20 Jahre geschieden. Damit ergibt sich mathematisch, dass nur 10% der gesamten Ehen nach 20 oder mehr Ehejahren noch scheitern. Das was du als Normalfall siehst, ist also der krasse 1:10 Ausnahmefall.

09.10.2019 14:20 • #16


HeartOfGold

HeartOfGold


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Zitat von Kaetzchen:
Es sind sogar sehr viel weniger als 20 Jahre - nämlich nur vier Biologisch gesehen verschwinden die "Liebesgefühle" (die ja erstmal nichts anderes sind als Hirnbotenstoffe) nach vier Jahren...


Ich finde deinen Beitrag wahnsinnig interessant! Habe allgemein ein relativ großes Interesse an Biologie, Medizin etc.
Es klingt auch alles sehr schlüssig und so, dass man da gar nicht irgendwie gegen reden kann.

Ich hatte auch schon Beziehungen, da war nach 3 Jahren die Luft raus... So wie du es beschreibt. Habe keinerlei Anziehung mehr empfunden...

Trotzdem macht es mich jedes Mal so unfassbar traurig, wenn ich lese, dass der Mensch nicht dafür gemacht ist ein Leben lang monogam zu leben...
Ich bin zwar auch als Single glücklich, sehe mich trotzdem aber ein Stück weit als hoffnungslose Romantikerin und träume davon den Mann für's Leben zu finden - und nicht nur für die nächsten 4 Jahre... Und am besten auch nicht erst, wenn ich 70 Jahre alt bin...

Solche Beiträge lösen immer in mir das Denken aus:
"Ja, lohnt es sich dann überhaupt gegen die Biologie anzukämpfen? Dann läuft man doch sehenden Auges ins Verderben."
Da scheint es mir ja in den Genen vorprogrammiert zu sein, dass Beziehungen scheitern sollen... Mal hart ausgedrückt.

09.10.2019 14:30 • #17


EmmaPee

EmmaPee


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Zitat von 6rama9:
Das was du als Normalfall siehst, ist also der krasse 1:10 Ausnahmefall

Öhm, ich habe von Anfang an nicht von der Dauer einer Ehe gesprochen. Und als Normalfall habe ich auch nichts betitelt.

Ich habe lediglich die Beobachtung geteilt, dass offenbar viele Beziehungen (also eheliche und eben auch nicht geehelichte Beziehungen) nach einer Zeit von um und bei 20 Jahren beendet werden. Hier im Forum und auch in meinem Umfeld. So gehäuft, dass ich diese Tatsache nicht als krasse Ausnahme sehe.

Viele Ehen dauern ja auch noch Jahre an, obwohl die Partnerschaft schon vor langer Zeit beendet wurde. Ich kenne ein Paar, schon älter, die seit 18 Jahren getrennt leben (beide mit neuem Partner) und trotzdem nicht an Scheidung denken. Den Grund kenne ich nicht. Ein anderes Paar, auch schon ewig getrennt (er lebt in England, sie in Deutschland) lässt sich ebenfalls nicht scheiden. Hier liegt es daran, dass sie diverse Besitztümer rund um den Globus haben und keiner das so wirklich aufteilen möchte. So werden die materiellen Werte gemeinsam verwaltet, während beide fern voneinander ein eigenes Leben führen. Solche "Zweckehen", von denen es bestimmt auch nicht so wenige gibt, dürften in der Statistik nicht mit einberechnet worden sein.

Zitat von HeartOfGold:
Ja, lohnt es sich dann überhaupt gegen die Biologie anzukämpfen? Dann läuft man doch sehenden Auges ins Verderben.

Ich habe genau darüber gestern gegenüber meiner Therapeutin gesprochen. Auch sie hat den biologischen sowie evolutionären Aspekt, der hier schon angebracht wurde, bestätigt. Aber der Mensch ist noch viel mehr, als nur Biologie

09.10.2019 14:35 • x 1 #18


ZuFruehGHeirate.


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@ TE: Emma Peel kenne ich. Was Pee bedeutet weißt Du?

10.10.2019 00:12 • #19


Ginatalia

Ginatalia


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Meine Eltern sind seit 46 Jahren verheiratet. Deren Geschwister (11) zwischen 46 und 18. Nur einer von ihnen lebt nicht mit dem ersten Partner zusammen da verwitwet.
Natürlich gab es in der einen oder anderen Familie auch mal Krisen. Aber, es wurde daran gearbeitet, zusammengehalten... Wenn Familiensinn, Werte eine große Rolle spielen, arbeitet man eher an den Problemen zusammen als es heutzutage in der Wegwerfgesellschaft übrig ist.

Es wird überall von Freiheit, Spaß...getönt. Dank den Kennenlernportalen ist es doch einfach geworden das gewohnte, langweilig gewordene abzustreifen und was neues zu finden, das kribbelt ja so schön...für eine kurze Zeit. Und dann?

Dass es heutzutage so viele einsame Menschen gibt, spricht für sich.

10.10.2019 00:34 • x 1 #20


Staropramen


In meiner Großfamilie sind von 10 Paaren 2 geschieden und inzwischen seit vielen Jahren neu verheiratet.
Stabile Quote.

Ich glaube , die Tendenz zur Kleinfamilie hängt auch damit zusammen.
In der Großfamilie lernst du von Anfang an Rücksichtnahme und Verantwortung, sich gegenseitig unterstützen usw.

10.10.2019 00:44 • #21


SweetCookie

SweetCookie


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Zitat von Staropramen:
In der Großfamilie lernst du von Anfang an Rücksichtnahme und Verantwortung, sich gegenseitig unterstützen usw.


Mh, aber wo ist die Grenze zw. Rücksichtnahme und sich dauerhaft verstellen müssen, sich verbiegen müssen. Für mich persönlich bedeutet Familie: Mund halten, Mund halten, Mund halten, sei ruhig, nicht jetzt, das war schon immer so...Familie bedeutet für mich, keine eigenen Gedanken, Werte und Erfahrungen aufbauen zu dürfen, nicht ich selbst sein zu können und und und...
Diese Pauschalisierungen hier finde ich echt irre! Familie ist so und so...die Wegwerfgesellschaft ist so und so...es wimmelt hier nur so von Allgemeinplätzen, furchtbar. Geht es vielleicht auch mal ein bisschen weniger pauschalisierend? Nicht jeder hat das Glück, in einer stabilen Familie groß zu werden und nicht jeder hat das Glück, in einer liebevollen Familie groß zu werden und nur weil Papi und Mami soo schön lange zusammen sind, muss das nichts Gutes sein. Das sind doch keine Werte an sich: Zeit als Messlatte für die Qualität einer Beziehung zu nehmen ist einfach sinnfrei. Da muss man sich offenbar schon von au0en nach innen langhangeln, denn es ist doch anders herum: wenn eine Partnerschaft läuft, mit allem Drum und Dran, dann hält sie auch.
Aber hier wird versucht das Pferd von der anderen Seite aufzuzäumen: oh, nichts hält mehr...die Leute (ihr seid auch die Leute) sind so oberflächlich, so vergänglich, so so so und so geworden. Ihr könnt doch alle hier jeder nach seiner Fasson nach den eigenen Idealen leben! Wieso muss man die anderen immer mit einer gewissen Großkotzigkeit vor die Füße rotzen nach dem Motto: Wer lange zusammen ist mit jemandem, der ist ein besserer Mensch, führt ein besseres Leben und du solltest das auch so machen und wenn du das nicht machst, dann stimmt was mit dir nicht. Sorry, aber das ist sowas von mittelalterliches Denken: rückständig, intolerant und offenbart, dass das eigene Leben eben nicht so vollkommen glücklich und schönd und und und ist...denn nur wer nicht zufrieden mit sich ist, denkt, anderen sagen zu müssen, was für sie richtig und falsch ist.
Ich persönlich käme nie auf die Idee hier jemandem zu sagen, dass etwas mit ihm nicht stimmt, nur weil nach einigen Jahren Beziehung die Luft raus ist und man sich ggf. nichts mehr zu sagen hat. Lebt doch euer Leben. Wenn ihr dann weiterhin in dieser Beziehung sein wollt, daran arbeiten (woran denn? Dass die Luft raus ist...?), dann macht das. Aber können wir uns hier bitte auch mal darüber einigen, dass es hier Meinungen gibt die zu akzeptieren sind und nicht nur Menschen, die aufgrund ihres Lebensweges, ihrer Erfahrungen und und und ihre eigenen Entscheidungen treffen und kann man das nicht auch mal akzeptieren, ohne zu werten?
Ist das zu viel verlangt in der heutigen Zeit?
Das musste jetzt wirklich mal raus. Und ganz ehrlich: Aus meiner Sicht, sind die "für immer und ewig Leute" die, die es sich ganz besonders gern bequem machen in einer Beziehung. Es erfordert schon ein bisschen was an Anstrengung, wenn man sich auf einen neuen Partner einlässt. Man wird ja auch immer wieder anders gespiegelt. Egal, ich hör jetzt auf. Ich glaube, dass hat keinen Sinn. Der Thread ging um Liebe und was wird draus gemacht: Schade, dass man die Liebe nicht mehr vertraglich dingfest machen kann wie früher und überhaupt: Früher war alles besser?
Noch was aus dem Nähkästchen: Meine Omi war mit meinem Opi weit über 50 Jahre verheiratet. Ein schönes Paar, meistens sehr liebevoll, nie wirklichen Streit, Arbeitsteilung und und und...die beste Ehe, die ich als Kind je gesehen habe, von außen. Nach dem Tod meines Opis sagt Omi zu mir: Den Mann, den ich damals so geliebt habe, durfte ich nicht heiraten...und ich liebe ihn noch immer! So, da habt ihr eure Ehe, die ewig hält und Liebe, die auch ein Leben lang hält...will man sowas, ja? Ich nicht. Für die Fassade leben finde ich ganz persönlich erbärmlich.

10.10.2019 04:25 • x 1 #22


T4U

T4U


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Zitat von ZuFruehGHeiratet:
@ TE: Emma Peel kenne ich. Was Pee bedeutet weißt Du?



Was denkst du, hat dein Hinweis mit dem Thema zu tun? Sowas packt man in eine PN, wenn überhaupt.

@EmmaPee
es gibt schon Tiere die monogame Beziehungen führen, wie Schwäne, Bieber oder Seepferdchen. (Zu Luft, zu Lande und im Wasser )

10.10.2019 06:27 • #23


6rama9

6rama9


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Zitat von HeartOfGold:
Ich hatte auch schon Beziehungen, da war nach 3 Jahren die Luft raus... So wie du es beschreibt. Habe keinerlei Anziehung mehr empfunden...

Ohne dich angreifen zu wollen: Aber das geht durchaus in Richtung Beziehungsunfähigkeit. Wie sagte ein Therapeut so schön in einem SWR1 Podcast über Liebe kürzlich:
"Liebe und Verliebtheit sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Verliebtheit ist wie Bungee Jumping über einem Fluss und Liebe ist wie der Ausblick von einem Berggipfel auf ebendiesen Fluss. Das erstere ist ein ohrenbetäubender Beat, dass zweitere ist wie eine leise, die Seele zum schwingen bringende Melodie. Im Idealfall geht die Verliebtheit nach einigen Monaten oder wenigen Jahren und zurück bleibt im günstigen Fall die Liebe - oder der Mut zur Trennung".
Mir scheint, bei dir blieb nach Ende Verliebtheit immer nur die Trennung, was ich sehr schade für dich finde.

Zitat von HeartOfGold:
Solche Beiträge lösen immer in mir das Denken aus:
"Ja, lohnt es sich dann überhaupt gegen die Biologie anzukämpfen? Dann läuft man doch sehenden Auges ins Verderben."
Da scheint es mir ja in den Genen vorprogrammiert zu sein, dass Beziehungen scheitern sollen... Mal hart ausgedrückt.

Warum sollte das Scheitern von Beziehungen in den Genen vorprogrammiert zu sein? Empirisch lässt sich das Gegenteil als Norm in fast allen Gesellschaften beweisen. Ja, Verliebtheit geht immer, das ist vorprogrammiert. Liebe aber kann ewig währen, sofern man den richtigen Partner findet und vor allem: die Liebe auch zulässt und nicht dauernd den nächsten Kick sucht und braucht (was dann allgemein als Beziehungsunfähigkeit tituliert wird). Die Liebe zu den eigenen Kindern verschwindet ja auch nicht plötzlich, warum sollte denn dann die Liebe zum Partner biologisch evolutionär verschwinden sollen?

Zitat von EmmaPee:
Ich habe lediglich die Beobachtung geteilt, dass offenbar viele Beziehungen (also eheliche und eben auch nicht geehelichte Beziehungen) nach einer Zeit von um und bei 20 Jahren beendet werden. Hier im Forum und auch in meinem Umfeld. So gehäuft, dass ich diese Tatsache nicht als krasse Ausnahme sehe.

Deine Beobachtungen sind das, was man in der Wissenschaft "anecdotal evidence" nennt, nämlich subjektiv geprägte Einzelbeobachtungen, die keinerlei Relevanz in Bezug auf die Gesamtheit haben. Mag sein, dass du in deinem speziellen Umfeld viele Trennungen nach 20 Jahren siehst, statistisch relevant ist diese Einzelbeobachtung halt nicht. Genausowenig, wie die Tatsache, dass sich hier in der Filterblase des Forums fast nur Menschen mit gescheiterten Beziehungen tummeln.
Oder in anderen Worten: Nur weil Churchill und Helmut Schmid als starke Raucher uralt geworden sind, heißt das nicht, dass Raucher generell älter als der Durchschnitt werden. Und nur weil hier viele Menschen mit gescheiterten Langzeitbeziehungen sind, heißt es nicht, dass diese auch nur annähernd durchschnittlich häufig scheitern. Die Statistik (als Betrachtung großer Mengen) ist da eindeutig und widerlegt deine These vollumfänglich.

10.10.2019 07:12 • x 2 #24


HeartOfGold

HeartOfGold


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Zitat von 6rama9:
Ohne dich angreifen zu wollen: Aber das geht durchaus in Richtung Beziehungsunfähigkeit. Wie sagte ein Therapeut so schön in einem SWR1 Podcast über Liebe kürzlich:
"Liebe und Verliebtheit sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Verliebtheit ist wie Bungee Jumping über einem Fluss und Liebe ist wie der Ausblick von einem Berggipfel auf ebendiesen Fluss. Das erstere ist ein ohrenbetäubender Beat, dass zweitere ist wie eine leise, die Seele zum schwingen bringende Melodie. Im Idealfall geht die Verliebtheit nach einigen Monaten oder wenigen Jahren und zurück bleibt im günstigen Fall die Liebe - oder der Mut zur Trennung".
Mir scheint, bei dir blieb nach Ende Verliebtheit immer nur die Trennung, was ich sehr schade für dich finde.



Haha, nein, ich bin ganz sicher nicht beziehungsunfähig
Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Ich kam mit diesem "Mann" zusammen als ich 15 Jahre alt war und stellte dann nach 3 Jahren eben fest, dass wir uns unterschiedlich entwickelt haben, was ich völlig normal in dem Alter finde. Ich finde es sehr voreilig so mit dem Begriff "beziehungsunfähig" um sich zu werfen. Denn das hat damit meiner Meinung nach nichts zu tun.
Und was meinst du mit es blieb am Ende der Verliebtheit für mich immer nur die Trennung? So gut kannst du über meine ganzen Beziehungen ja nicht bescheid wissen. Ich hatte nämlich erst zwei richtige Beziehungen. Die eine 3 Jahre, die andere knapp 6 Jahre.
Die erste endete aus bereits beschriebenen Gründen. Die zweite, weil mein Partner ein Alk.-problem hatte und sich mir gegenüber zunehmend aggressiv verhielt.
Da ist nicht dran, was du "schade" für mich finden musst

10.10.2019 07:31 • #25


Isely


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War 2 mal 6 Jahre in einer Beziehung und hab sie beendet.
Einmal 3 Jahre verheiratet ( 5 Jahre zusammen)
Jetzt 15 Jahre Beziehung ( gerappelt und kurz vor der Trennung stehend im 14 Jahr)

Von den ersten 3 Beziehungen hätte es vermutlich auch beim 14 Jahr geknallt.

Also diese 14 Jahre ( 2 mal verflixte 7 Jahr, hat es wohl in sich )

Generell sollte man noch mehr Augenmerk ab dem 10. Beziehungsjahr haben.
Ich denke einfach ab da wird man langsam Beziehungsmüde / Träge.
Der 6 nach 14 Jahren ist auch immer der gleiche.
Alles andere läuft genauso routiniert ab.
Das Haus steht, die Kinder aus dem gröbsten raus , werden selbstständiger... Frau geht wieder mehr arbeiten, jeder macht sein Ding.
Die Beziehung wird vernachlässigt.
Und so ist der erste Knick schon ab dem 10. Jahr da und zieht sich noch ein paar Jahre.
Meist knallt es ja dann weil einer ausbricht...

Der Klassiker er 52 entweder neues Motorrad oder Affäre.
Sie um die 47 , Fitnesstudio oder Ehrenamtlich tätig und auch Affäre...

Und das obwohl nicht zu früh geheiratet.

Ich sag mal aus heutiger Erfahrung und wieder zusammenraufen ...
Es war abzusehen, man hat halt weggeschaut , beide... und wäre mein Mann nicht in den Focus einer anderen gerückt, wäre unser Sorglos -langweilig -Paket , - auch weiter so gelaufen.

10.10.2019 07:40 • x 2 #26


Smurf


Klingt logisch @Kaetzchen...

aber wenn die Liebe verblüht, warum ist der Schmerz nach einer Trennung so groß ? Was hat die Natur/ das Leben dafür vorgesehen?
Man könnte doch den Schalter einfach auf........"Wenn es dir nicht gefällt mach Neu! " stellen .

10.10.2019 07:56 • #27


ZuFruehGHeirate.


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Zitat von Isely:
Ich sag mal aus heutiger Erfahrung und wieder zusammenraufen ...
Es war abzusehen, man hat halt weggeschaut , beide... und wäre mein Mann nicht in den Focus einer anderen gerückt, wäre unser Sorglos -langweilig -Paket , - auch weiter so gelaufen.


Ich hab jetzt nicht verstanden, ob Du pro oder contra Zusammenraufen bist.

10.10.2019 09:29 • #28


Isely


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Zitat von ZuFruehGHeiratet:

Ich hab jetzt nicht verstanden, ob Du pro oder contra Zusammenraufen bist.


Also das kommt auf die Situation an.
Generell bin ich schon dafür.
Setzt aber noch beidseitige Gefühle füreinander voraus.
Ohne das, würde ja eine Zweckbeziehung geführt werden.
Würde mir nie reichen.
Die hab ich aber unbewusst über 1 Jahr geführt.
Erst wie es geknallt hat , habe ich viel genauer hingeschaut. Leider. Oder gerade noch rechtzeitig , kommt darauf an, wie man es betrachtet.

Wenn beide allerdings tödlich gelangweilt sind und keine Energie und Gefühle für den jeweils anderen haben , sollte man sich trennen.

10.10.2019 10:01 • #29


Thomi


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Ich denke, das Gefühl "Liebe", was jeder sicherlich anders erlebt, hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum, wie jedes andere Gefühl auch.
Aber es gibt in meinen Augen verschiedene Ebenen auf denen man Liebe erfahren kann. Bei manchen kommt Liebe nicht weit über die Triebebene hinaus. Für manche ist es ein Gefühl. Und wieder andere sehen in der Liebe eine Lebenseinstellung, etwas was fest in ihrem Wertesystem verwurzelt ist. Das, was den Charakter eines Menschen ausmacht, was richtig ist und was falsch, gut und böse, wofür es sich lohnt zu leben. Da ist Liebe eine bewusste Entscheidung. Die man jeden morgen für seinen Partner neu treffen kann oder auch nicht. Bei den meisten gehört da Treue dazu, und auch aktive Handlungen, Zuwendung, Lob, Aufmerksamkeit, Hilfe, Zärtlichkeit,...

Ich kenne genug Paare die dieses Konzept leben und bei denen die emotionale Liebe und die leidenschaftliche Liebe in Wellen auftretend ein Teil des Lebens sind. Auch Paare, die schon 50 Jahre verheiratet sind.

Zitat von EmmaPee:
Ich bin inzwischen der Meinung, dass wir unser Leben durch moderne Technik usw. weit über das von der Natur vorgegebene Alter verlängern können, uns dieses jedoch bei einem Gefühl nicht gelingen kann, weil es von der Natur nie vorgesehen war, dass dieses Gefühl länger halten sollte. Und auch, weil Gefühle nun mal nicht gesteuert werden können.


Nein Gefühle kann man nicht steuern, aber man kann Voraussetzungen schaffen in denen sie gedeihen und wachsen oder verkümmern und eingehen. Und man kann die Bedeutung von Gefühlen unterschiedlich einschätzen. Manche können sich von einem Gefühl lösen, und es analysieren und verstehen. Sie treffen Entscheidungen nicht aufgrund eines Gefühls, oder dessen ausbleiben, sondern beziehen auch andere Faktoren ein.

Zitat von Kaetzchen:
Früher haben die Menschen eben einfach ausgehalten in ihren Langzeitbeziehungen


Das ist eine ziemlich krasse Behauptung, die ich immer wieder lese. Die meisten leiten sie von ihrer unglücklichen Oma oder aus Erzählungen/Literatur ab. Ich glaube nicht, dass es so ist. Andere müssen Einsamkeit oder ständig wechselnde Partner Gefühlschaos, Liebeskummer mit allem was dazu gehört "aushalten". Sicher hat jeder Lebensentwurf seine Vor- und Nachteile. Aber welcher ein glücklicheres und erfüllteres Leben bietet ist eine andere Frage. Aber zum Glück sind ja alle Menschen so von ihrem Lebensentwurf überzeugt, und schätzen ihn als den einzig selig machenden.

Zitat von Kaetzchen:
Die Auswirkungen der neuen Möglichkeiten (unabhängige Frauen/Emanzipation, unverbindlicher 6 ohne gefährliche Auswirkungen aufs Leben, die Verfügbarkeit von möglichen PartnerInnen) sieht man eben in modernen Beziehungen, oder Beziehungsanbahnungen, die allzu oft erst gar keine werden weil jeder denkt, er findet vielleicht doch noch was Besseres irgendwo.


Das Problem mit den vielen "neuen" Möglichkeiten ist, dass man sich eben auch viele "traditionelle" Möglichkeiten verbaut, wenn man sich für die neuen entscheidet. Das fällt den meisten leider erst ein, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, also wenn man realisiert, dass Kindererziehung nicht mehr Hand in Hand mit Partner geht, dass man sich ganz viel Arbeit teilen konnte, somit viel effektiver war, und Kraft für Arbeit, Gesellschaft, Interessent hatte.

Leider haben heute viele den Wert von starken langfristigen zwischenmenschlichen Beziehungen vergessen, aber es gibt zum Glück auch noch genug, die nicht dem Mainstream nacheilen und getrost auf die "neuen" Möglichkeiten verzichten können.
Irgendwie ist das auch schon wieder ziemlich rebellisch in der heutigen Zeit.

10.10.2019 11:18 • x 1 #30




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