Zitat von Heavydreamy: Die Eltern trichtern den Kindern ein, ehrlich und aufrichtig durchs Leben zu gehen und machen es aber selber nicht.
Ist scheinheilig - keine Frage. Aber muss ich als erwachsenes Kind hingehen und ihnen das unter die Nase reiben? Die Eltern sind nur noch für sich selbst verantwortlich. Gelobt sei usw.
Ich habe den ganzen Kram auch durch. Mein Vater war auch "ein Schlimmer" und meine Mutter saß in der Bredouille. Totales Theater. Als Jugendliche habe ich mich verantwortlich für das Wohl meiner Mutter gefühlt, habe "Position" bezogen - mit dem Ergebnis, dass ich kein gutes Verhältnis zu meinem Vater hatte. Jetzt ist mir klar geworden, dass ich kein "eigenes Verhältnis" zu ihm hatte. Er war eben der böse Bube.
Was einerseits auch stimmte, andererseits aber auch nicht und letztendlich nicht wirklich meine Sache war. Ich kann es nicht besser ausdrücken.
Meine Mutter hat sich in den langen Jahren ihrer Ehe ziemlich gut und ja auch bequem in ihrer Position als die "düpierte Gute" eingenistet. Das geht soweit, dass mein Vater - der reich an Jahren im Januar verstorben ist - immer noch der Böse ist, weil sie jetzt Dinge tun muss, die er von ihr ferngehalten hat. Das hat durchaus auch einen humoristischen Aspekt.
😎 Langer Rede - kurzer Sinn: Ich verstehe, was Dich umtreibt, aber mach´ es nicht zu Deinem Problem.
Alles Gute