Zitat von Fia-Lisa: In letzter Zeit, wenn man so viel verarbeitet, denke ich darüber nach, wie ich mich in ihn überhaupt verlieben konnte. Aber wenn man jung ist und von den eigenen Erfahrungen geprägt ist, kann sowas passieren. Man konnte ja nicht voraussehen damals als er 21 war, wie er 34 Jahre später sich entwickelt würde, wenn Geld und Macht zum Kopf steigt.
Die Anlagen dazu in seinem Charakter waren schon vorhanden, aber nicht sichtbar. Mit dem Erfolg wurden sie entfesselt und taten ihr Werk. Ich, ich, ich, Macht, Macht, Macht über alle, die unter ihm stehen. Und wenn die nicht spuren oder etwas nicht funktioniert wie er es sich dachte, dann wird er äußerst ungemütlich, wütend und zornig.
Macht korrumpiert die Menschen, weil die Widerworte fehlen und es entwickeln sich Allmachtallüren, die innerlich einsam machen und das wiederum kann Menschen auch aggressiv machen.
Ich hatte vor vielen Jahren eine Kollegin aus einem reichen Haus, einige Hundert Kilometer von hier. Mit dem Vater hatte sie gebrochen, weil er auch nur sich und seine Machtposition sah. Seine Exfrau hatte er längst abserviert und ersetzte sie alle paar Jahre durch eine jüngere Ausgabe.
Solange man Geld und Erfolg hat, ist man dann auch automatisch in den entsprechenden Kreisen zu Hause. Einladungen, Gegeneinladungen, wo sich auch die jeweiligen Frauen kennenlernen. Alles ist nur Show und nichts ist echt, denn es gibt hier keine Freundschaftten, keine Zuverlässigkeiten mehr.
Im Gegenteil, verliert einer seine Position und Geld, wird er sofort aus diesen Kreisen verstossen. Nicht mit Worten, aber er wird eben nicht mehr eingeladen und tot geschwiegen, denn Verlieren ist peinlich.
Möchtest Du mit solchen Menschen tauschen?